Dustin Kirklands Ubuntu-Museum

Dustin Kirklands Ubuntu-Museum

War früher alles besser?

Kristian Kißling
09.07.2009 Das die Gründung eines Museums nicht immer ein teurer und staatstragender Akt sein muss, zeigt Dustin Kirkland, Ubuntu-Entwickler aus Texas. Er hat im Alleingang ein Ubuntu-Museum gegründet.

Das besteht aus einer einfachen Webseite, die Ubuntu-Varianten aus früheren Jahren enthält. War früher wirklich alles besser - hier lässt es sich überprüfen.

Zu den interessanten Exponaten der Ausstellung gehören die gesammelten Bildschirmhintergründe der Ubuntu-Versionen von Warty Warthog bis Jaunty Jackalope. Rechts daneben stehen Links zu Screencasts, welche dem Betrachter die Bootsequenz der jeweiligen Ubuntu-Ausgabe filmisch vor Augen führt - da kommt Nostalgie auf.

Noch weiter rechts im virtuellen Museum können Interessierte die alten Ubuntu-Versionen direkt herunterladen und in einer virtuellen Maschine wieder zum Leben erwecken. Dabei handelt es sich um die Desktop-Versionen inklusive sämtlicher Updates. Images gibt es jedoch nur von Versionen, die Ubuntu nicht mehr unterstützt.

Auf die Idee zum Museum kam Kirkland laut Blogeintrag, weil er der KVM-Entwickler viel Zeit mit Regressionstests des Virtualisierungsstacks verbringt. Zusammen mit Jamie Strandboge habe er vor sechs Monaten die Einrichtung eines Ubuntu-Museums geplant, der befreundete Entwickler arbeitet zur Zeit an einem virtuellen Museum für Debian.

"Ich finde eine merkwürdige Befriedigung darin, auf alte, mir noch bekannte, Bugs zu stoßen und dann zu denken 'Mann, bin ich froh, dass wir das gefixt haben!'", gibt Kirkland zu Protokoll. Zudem ließen sich so die verbesserten Start- und Endzeiten bewundern.

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Kommentare
Nostalgie?
Christian Berg, Donnerstag, 09. Juli 2009 21:02:08
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Jetzt komme ich mir alt vor, aber Ubuntu ist noch nicht mal 10 Jahre auf dem Markt. Kann man den wirklich Nostalgisch auf Badgy Badger schauen und dabei seufzen: "Ach der alte nauilus-cd-burner, wie gut das Sie den geschmissen haben. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie ich heute ohne Brasero leben könnte"

Ich finde es gut das jetzt schon jemand daran denkt diverse Ubuntu Versionen zu konservieren neben Nostalgie könnte das für ein paar Admins sogar lebensrettend werden.

Bei Debian ist der Museumswert ja offensichtlich, da kann man ja sogar öfters nostalgisch auf das "old-stable" Repository schauen. Bzgl. Debian wäre es toll eine Timeline zu erstellen wo Releases, berühmte Debian Installationen (z.B. die MIR), Spin-off Distributionen (Corel Linux, Progeny, Ubuntu), u.v.m. eingezeichnet wird.
Das kann man Debian ja nicht aberkennen, es hat Geschichte gemacht und noch viel mehr Geschichten zu erzählen.


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