Linux an österreichischen Schulen

Jomi, Fotolia.de
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Desktop4Education erscheint in neuer Version

Kristian Kißling
05.06.2009 Die dritte Ausgabe von Desktop4education ist erschienen. Die auf Opensuse 11.1 basierende Linux-Distro kommt an österreichischen Schulen zum Einsatz und soll Lizenzkosten einsparen.

Steve Ballmer sitzt sicher schon im Flieger: Mit Unterstützung des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) wurde gerade die dritte Ausgabe einer speziellen Linux-Distribution für Schulen veröffentlicht, die den Namen "Desktop4education" trägt.

Als Teil des EU-Aktionsplans i2010 wolle man den Einsatz von Open Source Software an österreichischen Schulen fördern, schreibt das Ministerium den Direktoren in einem Begleitschreiben. Der Plan sieht vor, ab 2010 das Geld für die Lizenzen von Office-Software an Schulen zu streichen, ab 2012 will man auch keine Kosten für Betriebssysteme mehr tragen. Deshalb planen inzwischen immer mehr Schulen den Wechsel zu Open Office und Linux.

Treibende Kraft hinter dem Projekt sind neben Robert Kristöfl, dem Chef der IT im Erziehungsministerium, zahlreiche Lehrer, die die auf Opensuse 11.1 basierende Distribution selbst weiterentwickelt und den Bedürfnissen der Schulen angepasst haben. Support gibt ein Team von Lehrern und Entwicklern einer Schule aus Weiz, die Open Source Initiative (OSI) steuert Videos zum Gebrauch von Open Office bei, das dem eingesetzten Star Office 9 stark ähnelt.

Desktop4education besteht aus einer Server- und einer Desktop-Variante und bringt neben dem erwähnten Star Office eine Reihe schultypischer Anwendungen mit, etwa iTalc, Dr. Geo, KDE-Edu, GCompris, Octave, Stellarium und Tuxmath. Eine Liste der verfügbaren Software gibt es hier.

"Primär geht es um eine umfassende Ausbildung der Schüler. Sie sollen Textverarbeitung lernen, nicht Winword", so IT-Experte Kristöfl gegenüber dem österreichischen Wochenmagazin Format. Die ersten 2000 Installations-DVDs waren schnell vergriffen, nun werden 8000 weitere nachgepresst. Eine Webseite für die Distribution gibt es auch, auf der man sich eine Version herunterladen und auf einen USB-Stick spielen kann.

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