Knapp zwei Wochen war das Städtchen Caceres in der Extremadura der Nabel der Debian-Welt, rund 250 Projektmitglieder aus 35 Ländern waren bei der neunten Debian-Konferenz, und auch im Vorfeld trafen sich bereits rund 80 Entwickler im "Debcamp". In rund 130 Einzelveranstaltungen arbeiteten die Debianer an einzelnen Projekten und nutzten die Zeit, sich persönlich auszutauschen. "Dies war eine der produktivsten Konferenzen, die wir je hatten," zeigt sich der Projektleiter Steve McIntyre zufrieden. "Unsere Entwickler und Teams haben viel erreicht in dieser kurzen Zeit, und das wird sicher große Auswirkungen auf die bevorstehende Squeeze Release haben."
Die Keynote beschäftigte sich mit den Release-Zyklen des Betriebssystems, und das Thema wurde gewohnt heftig diskutiert. Auch wenn diese Diskussion noch nicht abgeschlossen ist, wurden andere Details zu Squeeze bekanntgegeben. Beispielsweise neu dabei sein werden KfreeBSD, Dash und eine Debug-Automatik.
Dank der Sponsoren, darunter Unternehmen wie HP, Canonical und Google, aber auch die Regierung der Provinz Extremadura, mussten die Teilnehmer für Essen, Unterkunft und Strom nichts oder nur wenig bezahlen, auch die Anreise einiger Entwickler konnte so finanziert werden. Zusätzlich wurde ein großer Teil des Treffens per Video im Web übertragen, auf den Projektseiten werden die Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt. Die nächste Debian-Konferenz ist für 2010 in New York City geplant.




