Tim Schürmann
In einem kleinen Raumschiff flitzt man über Weltraumautobahnen, die mit Hürden, Sprungschanzen und fiesen Fallen gespickt sind. Ziel ist es, möglichst schnell das andere Ende der Strecke zu erreichen. Ein Sturz in die Tiefen des Weltalls oder eine Kollision mit einer Wand bedeuten das sofortige Aus.
Die Bedienung ist so einfach wie simpel: Mit den Pfeiltasten gibt man Gas, bremst ab, wechselt die Fahrbahn oder weicht den Hindernissen aus. Bei einem Druck auf die Leertaste hüpft das kleine Raumschiff über Abgründe hinweg oder eine Plattform höher.
Der kurzweilige Geschicklichkeitstest klaut sein Spielprinzip hemmungslos beim Klassiker Skyroads, der sich wiederum bei Trailblazer aus den 80er Jahren bedient. Die Grafik von Tasty Static weckt zudem Erinnerungen an den Kinofilm Tron. Auch wenn die Präsentation auf den ersten Blick recht genügsam aussieht, setzt das Spiel eine aktivierte 3D-Beschleunigung voraus. Dann steht allerdings selbst auf schwachbrüstigen Rechnern einer rasanten Fahrt nichts mehr im Weg.
Die zahlreichen mitgelieferten Levels steigen zwar langsam in ihrer Schwierigkeit an, lassen sich aber dennoch einzeln anwählen. Wem eine Strecke zu schwer erscheint, darf sie folglich einfach überspringen. Ein Bonussystem regt dazu an, die eigenen Bestzeiten auch auf bekannten Kursen weiter zu verbessern. Denn nur wer die ausgelobten Ziele erreicht, den belohnt Tasty Static mit zusätzlichen Spielinhalten.
Eigene Strecken kann man derzeit nur mit der Windows-Version entwerfen. Immerhin könnten die Windows-Nutzer ihre Ergebnisse auf die Tasty Static-Homepage hochladen und so auch Linux und MacOS X-Nutzern mit stetigem Nachschub versorgen. Leider zeigte die entsprechende Liste bislang nur einen einzigen Eintrag an, was noch auf keine große Fangemeinde schließen lässt.
Das Spiel selbst steht für Linux zwar nur als fertiges Binary zur Verfügung, ist aber als „Freeware“ deklariert, jedermann darf es folglich kostenlos nutzen. Auf eine eindeutige Lizenz oder gar kommerzielle Ausrichtung verzichtet der Autor, er bittet auf der Homepage lediglich um Spenden.
Ein Start von Tasty Static setzt installierte Pakete von SDL, Audiere, OpenGL und zlib voraus – in welchen Versionen erfährt man leider nicht. Unter Ubuntu 9.04 lief das Spiel in unseren Tests jedoch äußerst stabil und ohne Probleme.
Aufgrund seines einfachen Spielprinzips kann Tasty Static zwar kaum langfristig motivieren, bietet aber genügend Anreize für ein kleines Spielchen zwischendurch. Wer Renn- und Geschicklichkeitsspiele mag, sollte den Download wagen.
Bezugsquelle: http://www.tastystatic.com
Preis: Freeware
Voraussetzungen: aktuelle Linux-Distribution, 3D-Beschleunigung
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