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Alles wird besser

Bind 10 soll diverse Nameserverprobleme lösen

25.04.2009 Nach zehn Jahren plant das herstellerunabhängige Internet Systems Consortium eine von Grund auf neue Version des marktführenden DNS-Nameservers Bind. Finanziert von Sponsoren soll alles sicherer, flexibler und skalierender werden, mit Details halten sich die Entwickler aber noch zurück.

Admins haben mitunter ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Bind: Zwar hat die Software einen Marktanteil von fast 75 Prozent aller Nameserver weltweit, dennoch gilt sie als etwas störrisch in der Konfiguration und diffizil, wenn es darum geht, hohe Verfügbarkeit zu erzielen. Das soll nach den Worten von ISC-Präsident und DNS-Urgestein Paul Vixie alles anders werden. Dazu hat die Non-Profit-Organisation ein knappes Dutzend Sponsoren unter Domain-Registaratoren gefunden, darunter auch das deutsche DENIC. Auf diese Weise will ISC die Entwicklung der unter der BSD-ähnlichen ISC-Lizenz finanzieren.

Auch wenn noch nicht viele Details der Umsetzung feststehen, haben die Mitglieder Eckpunkte des neuen Designs skizziert. So soll Bind 10 DNSSEC vollständig unterstützen. Viele Sicherheitsexperten hatten mehr Sicherheitseigenschaften für DNS als kritische Internet-Infrastruktur gefordert, nachdem im vergangenen Jahr Lücken im Protokoll publik wurden.

Zusätzlich soll Bind mehr Schnittstellen bekommen, etwa damit Datenbanken im Hintergrund Anfragen beantworten können. Für die Konfiguration und das Monitoring des Nameservers sollen weitere Connectoren sorgen. Auf diese Weise könne der Server DHCP enger an DNS koppeln und auf diese Weise auch dynamisch nicht nur IP-Adressen, sondern auch Namen für Hosts verteilen. In einem Punkt sind sich die Entwickler offenbar einig: Das Verhalten von Bind 9, in unklaren Situationen im Zweifelsfall lieber einen Dump zu erzeugen und sich dann zu beenden, wollen sie nicht weiter fortführen. Bind 10 verspricht, sich in allen erdenklichen Situationen wieder aufzurappeln.

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