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Video: Novell goes Netbook

Baut Novell an einer eigenen Netbookoberfläche?

05.04.2009 Der Enterprise-Desktop von Novell eignet sich nicht besonders gut für Netbooks. Das scheint auch Novell eingesehen zu haben und hat nun ein eigenes Netbook-Team aufgestellt.

Laut unbestätigten Berichten von http://eeepc.itrunsonlinux.com soll Novell ein Forschungs- und Entwicklungsteam für Netbooks gegründet haben. Der Bericht beruft sich auf einen Artikel der Digitimes.com, wonach Novell zusammen mit Asus, Acer, MSI und anderen taiwanischen Firmen für die Computermesse Computex an einer Netbook-Oberfläche arbeite. Der Digitimes-Artikel ist allerdings nur für Abonnenten zugänglich.

Die LinuxCommunity sprach anläßlich der Fosdem mit Stefan Seyfried über das Thema OpenSuse, WLAN und Netbooks. Hier nun das Videointerview dazu.

Kein Flashplayer?

Hier gibt es das Interview im OGG-Theora-Format zum Download.

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Kommentare
Freies Videoformat
Christian Schuglitsch, Sonntag, 05. April 2009 11:13:04
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Ich fordere Euch noch ein weiteres Mal auf, Videos in einem freien Format anzubieten, was nicht heisst, dass nicht alternativ auch Flash vorhanden sein kann. Ich moechte frei zugaengliche Inhalte auch ohne Installation eines Werbebannerplayers.

Ansonsten muss ich mal ernsthaft ueber mein Linux-User-Abo nachdenken. Ich moechte niemanden unterstuetzen, damit er meinem Engagement entgegenarbeitet.

MfG


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Re: Freies Videoformat
Tobias (unangemeldet), Sonntag, 05. April 2009 12:03:20
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Ich muss Herrn Schuglitsch recht geben. Eine Linux Seite sollte nicht unfreie Formate unterstützen.



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Re: Freies Videoformat
henry (unangemeldet), Sonntag, 05. April 2009 12:24:15
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Sehe ich auch so!

Keine unfreien Formate auf einer Linux-Seite.
Es gibt genügend bessere Alternativen.



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Re: Freies Videoformat
Daniel k, Sonntag, 05. April 2009 12:44:38
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Ja ich kann mich dem nur anschliessen!
wo immer möglich sollten immer freie Formate benützt werden.


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Re: Freies Videoformat
Christian Schuglitsch, Sonntag, 05. April 2009 16:10:08
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Eine Kleinigkeit moechte ich noch hinzufuegen:

Manchmal kann es sein, dass man bereitgestellte Informationen auf fremden Seiten verlinkt und sie nicht in andere Formate umwandeln und auf der eigenen Seite veroeffentlichen darf.

Dann soll man natuerlich die Freiheit haben, darueber zu berichten, auch wenn man kein freies Format anbieten kann.

In diesem Fall geht es aber um das eigene Videointerview, ueber dessen Format frei bestimmt werden kann. Diese Selbstbestimmung geht evtl. wieder verloren, wenn man einen externen Streaming-Dienstleister hat, der nur proprietaere Formate anbietet. Dann waere ein Wechsel angebracht.



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Warum Flash...
Marcel Hilzinger, Montag, 06. April 2009 20:29:44
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Hallo Christian,
danke für deine Kritik (hätte etwas freundlicher formuliert sein können). Wir nehmen die Videos mit einer HD-Kamera von JVC auf. Die Rohdaten liegen im (unfreien) MPEG2-Format vor. Ist das jetzt schon böse für einen Linux-Fan? ;-)

Dass wir für die eingebetteten Videos Flash benutzen, hat sehr praktische Gründe.

Flash ist so ziemlich das einzige Format, das a) unter Linux, Mac und Windows funktioniert und b) problemlos mit Browser x, y, und z zusammenarbeitet (zur Info: fast 40 Prozent aller LC-Nutzer besuchen uns von einer Windows-Maschine aus)..

Die Linux New Media hat schon mehrfach versucht, Inhalte in freien Formaten anzubieten (z.B. Podcast auf Linux-Magazin im OGG-Format) Auch benutzt Linux-Magazin OGG-Theora für das Streaming. Aus Erfahrung haben aber 2-3 von 4 Besuchern mit Nicht-Flash-Videos im Browser Probleme: hier heißt es dann schnell: "Linux ist sch..."

D.h. wir werden auf Flash nicht verzichten, weil wir durch OGG Theora (denn das ist so ziemlich das einzige brauchbare Open-Source-Format) deutlich mehr Nutzer aussperren würden, darunter auch Linux-Nutzer.

Wir überlegen uns aber, zusätzlich zum Flash-Video auch OGG Theora Dateien zum Download anbieten. Das wird pro Tag schätzungsweise 4-5 GByte zusätzlichen Traffic verursachen. Mal sehen, ob das noch drin liegt. Vielleicht funkioniert ja der versprochene OGG-Theora-Support in Firefox 3.5 so toll, dass wir wirklich auf Flash verzichten können. Dann werden wir das auch tun.

Unser Player ist übrigens OpenSource (http://flowplayer.org/) und wir benutzen keinen externen Dienstleister. Zudem ist Flash nicht so schlecht, wie manche denken. Es steht zwar (noch) nicht unter einer freien Lizenz, aber Adobe hat die Spezifikationen weitgehend veröffentlicht und es gibt sehr viele Open-Source-Tools für die Bearbeitung etc. Last but not least gibt es mit gnash und swfdec auch freie Browser-Plugins.




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Re: Warum Flash...
Christian Schuglitsch, Mittwoch, 08. April 2009 01:07:48
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So lange nicht Faelle bekannt werden, in denen private Nutzer oder kleine Unternehmer gleich bei der ersten Veroeffentlichung eines mpeg-Videos teuer abgemahnt werden, ist das eine Sache, mit der man Leben kann. Es gibt viele freie Player, denen man vertrauen kann, dass sie nicht unerwuenscht Nutzerdaten uebermitteln und man kann die Videos meist ordentich beschleunigt und ruckelfrei abspielen. Auch die Skalierung oder der Suchlauf funktionieren vernuenftig.

Die Einbettung finde ich meist vom grossen Nachteil. Ohne Einbettung laedt Firefox die Videos erst nach einem Klick (!) nach /tmp herunter und ich bekomme den Player fuer das Format vorgeschlagen. Erst nach einer weiteren Zustimmung wird der Player geladen. Aber dann kommt das Erlebnis: Ordentliches Vollbild, anpassbares Seitenverhaeltnis, Deinterlacing, Deblocking, Denoising, bekannte Tastenkuerzel, OSD, Helligkeits- und Kontrastregler (manchmal extrem hilfreich). Wenn man nicht streamt, kriegt man sogar ordentliche Datenraten fuer mp2 hin, sonst hat man nicht einmal ordentlichen (mp3-)Sound, weil meistens der 4th Gen Codec zur geringen Datenrate fehlt.

Der Flashplayer ist das genaue Gegenteil: Jeder Quatsch wird ohne Ruecksicht auf die Privatsphaere sofort geladen und abgespielt, vor 5 Bannern bleibt keine CPU-Leistung mehr fuer das eigentliche Video uebrig, von gelgentlichen Bannern mit Sound fliegen einem die Ohren weg, einige Banner duerften ohne Epilepsie-Warnung gar nicht angezeigt werden. Wenn ich eine FF-Erweiterung fuer die Domainsteuerung installieren wuerde, waeren die Daten im Konqueror noch lange nicht vorhanden, weil die Einstelungen nicht im Player selbst vorhanden sind. Auch heute noch gibt es Banner, die das Rechtsklick-Menu verstecken, trotz abgehakten Loops weiter in der Schleife abspielen oder trotz abgehakten Plays die Taetigkeit nicht einstellen. Das Scrolling mit dem Mausrad funktioniert ueber Flashfeldern nicht mehr. Anschriften von Firmen mit Flashseiten kann man oftmals nicht einfach markieren und drucken. Die Bildschirmausnutzung ist oft mau. Frueher konnte Flash sogar nur OSS und hat bei Bannern mit Ton alle anderen Anwendungen mit Ton blockiert oder hing selbst, wenn Musik schon anderweitig lief.

Besonders nett sind ellenlange Preloads bei teuren Mobilfunk-Verbindungen.

Das Meiste wird durch Einsatz von freien Flashplugins auch nicht besser und ich installiere mir noch einen Player mehr fuer ein ueberfluessiges flv-Format, das nichts besser kann als ein Xvid im avi-Container oder ein Theora-Film in ogm. Das Einzige ist die Verbreitung und die Einbettung (siehe Gegenargumente) seines Standardplayers. Wem es nach seinem Geschmack ist, soll es nutzen, aber ich verzichte dann lieber freiwillig.

Wenn wir das Interview ohne Flash jemals zu sehen kriegen, verursachen wir natuerlich Traffic, aber das hat nichts mit dem freien Codec zu tun.

Auch sonst habe ich mir den Spass gemacht, flv-Dateien mit mplayer oder vlc abzuspielen. Toll waren die Ergebnisse nach den oben genannten Kriterien nicht.

Ich habe auch mal das vlc-Plugin fuer den Browser installiert, aber es war fuer diverse Abstuerze verantwortlich.

Die mp4-Linkks auf DW-World.de kann ich dagegen leicht anklicken. Das Format ist wohl nicht frei, aber laesst sich wenigstens vernuenftig abspielen. Auf LC wuerde ich allerdings ein freies Format lieber sehen.

Das Hauptproblem mit ogm, ogg ist, dass nur versierte Nutzer einen Windows Mediaplayer mit dem DS-Filter ausruesten oder einen alternativen Player wie VLC oder Winamp als Standard eingestellt haben, der den Codec gleich an Bord hat.

Oft hoere ich ein "Ich kann das nicht!", "Mach du mir das, bitte." oder "Du wuerdest mir ales verstellen."

Ich weiss nicht, wie viele Distributionen libtheora oder libvorbis in der Standardinstallation weglassen, aber ich kann mir vorstellen, dass ein Anfaenger an der fuer uns leichten Aufgabe verzweifelt.

Fuer Fortgeschrittene ist es auf der anderen Seite oftmals frustrierend, wenn sie nur Standardkost mit entsprechend schlappen Ergebnissen vorgesetzt bekommen, obwohl sie es doch sehr viel besser haben koennten.

So hat jetzt jede Seite seine Befuerworter und nun liegt es an Euch, wir Ihr sie jeweils beruecksichtigt.

MfG

Schugy




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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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