Home / LinuxUser / 2010 / 05 / Ausbaufähig

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Ausbaufähig

Open-Source-Rennspiel Torcs

Fazit

Gegenüber professionellen Autorennspielen besitzt Torcs eine altbackene Grafik und nur wenig motivierende Rennmodi – Ausnahmen bestätigen dabei die Regel (Abbildung 9). Der spezielle Reiz liegt vielmehr in seiner offenen und modularen Natur. So sind schnell weitere Formel 1-Strecken samt entsprechender Boliden nachgerüstet. Wem dennoch ein Auto oder Kurs fehlt, bastelt kurzerhand sein eigenes Exemplar (Abbildung 10).

Abbildung 9: Mit Liebe gestaltete Strecken sind selten. Meist brettern die Autos wie hier über extrem karge, teilweise sogar quietschbunte Kurse.

Abbildung 10: Diese Ansicht erleichtert vor allem Streckenbauern die Arbeit.

Um den kryptischen Textdateien zu entfliehen, stehen Ihnen externe Werkzeuge zur Verfügung: So erlaubt beispielsweise der Torcs Car Setup Editor einen Eingriff in die Fahrzeugeinstellungen beziehungsweise die Aerodynamik. Das Konzept der nachrüstbaren Computergegner (siehe Kasten "Clevere Kerlchen") mit ihren individuellen Fahrstilen und Taktiken sorgt für adrenalingeladene Rennen. Das bietet in dieser Form kein kommerzieller Konkurrent.

Obwohl also die Arbeit an Torcs nur langsam voran schreitet, basteln die Programmierer eifrig an der kommenden Version. Sie soll endlich den heiß ersehnten Online-Mehrspielermodus mitbringen. Wer so lange nicht warten möchte, weicht auf Speed Dreams aus (Siehe Kasten "Schnelle Träume"). 

Clevere Kerlchen

Kleine Computerprogramme, die so genannten Robots, steuern in Torcs sämtliche gegnerischen Fahrzeuge. Exemplare mit anderem Fahrverhalten und Rennstrategien rüsten Sie genau so einfach nach wie Autos oder Strecken. Entpacken Sie das Archiv mit dem mechanischen Gegner in den Unterordner drivers des Torcs-Installationsverzeichnisses. Anschließend steht er im Konfigurationsdialog zur Auswahl.

Wenn Sie sich dort übrigens selbst (in Form des Player-Eintrags) aus der Startaufstellung streichen, fahren die Roboter gegeneinander. Auf diese Weise ermittelt auch das Torcs Racing Board in einem jährlich ausgerichteten Wettbewerb die besten künstlichen Fahrer [4].

Selbstverständlich dürfen Sie auch eigene Robots programmieren und somit Ihre ganz persönlichen Computergegner erschaffen. Dafür müssen Sie lediglich etwas Spaß an künstlicher Intelligenz mitbringen sowie die Programmiersprachen C oder C++ beherrschen. Alle weiteren notwendigen Informationen liefern verschiedene Tutorials auf der Torcs-Homepage.

Schnelle Träume

Nachdem einigen Projektmitgliedern die Arbeit an Torcs nicht schnell genug voran ging, seilten sie sich Ende 2008 mit einer eigenen Variante ab [5]. Zunächst unter dem Namen Torcs-NG gestartet, soll Speed Dreams eine bessere Grafik, neue Funktionen und ab Version 2.0 auch einen Mehrspielermodus erhalten. Die Anfang des Jahres veröffentlichte Version 1.4.0 entspricht bis auf kleinere, optische Verbesserungen allerdings noch weitgehend dem aktuellen Torcs 1.3.1.

Möchten Sie Speed Dreams ausprobieren, müssen Sie das Programm recht umständlich selbst erstellen. Für Ubuntu 9.10 existiert zwar ein fertiges Paket, das sich im Test allerdings nicht installieren ließ.

Spielen Sie vor dem Kompilieren von Speed Dreams zunächst über den Paketmanager den Compiler G++ sowie die Bibliotheken Plib, OpenAL, Alut 1.1, OpenGL, Libpng und Zlib samt ihren jeweiligen Entwicklerpaketen ein. Unter Ubuntu benötigen Sie beispielsweise die Pakete g++, libplib-dev, libopenal-dev, libalut-dev, libpng12-dev und zlib1g-dev. Stellen Sie abschließend sicher, dass die Entwicklerpakete für X11 installiert sind – unter Ubuntu im Paket xorg-dev. Jetzt laden Sie das aktuelle Archiv von der Speed Dreams-Homepage, entpacken es auf die Festplatte und rufen in einem Terminal die folgenden drei Befehle auf:

$ ./configure
$ make
$ sudo make install

Sollte einer der Befehle fehlende OpenGL-Bestandteile anmeckern, installieren Sie noch das Mesa-Entwicklerpaket (unter Ubuntu libgl1-mesa-dev). Lief das Übersetzen erfolgreich durch, starten Sie das Rennspiel mittels speed-dreams in einem Terminal.

Infos

[1] Torcs: http://torcs.sourceforge.net

[2] txChange: http://t-xchange.co.cc

[3] For1-Torcs-Projekt: http://apr-free.info/joomla/index.php/for1-torcs

[4] Torcs Racing Board: http://www.berniw.org/trb

[5] Torcs-Ableger Speed Dreams: http://www.speed-dreams.org

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare
TORCS-Fork Speed Dreams
Eckhard M. Jäger (unangemeldet), Samstag, 17. April 2010 14:37:50
Ein/Ausklappen

Da die Entwicklung von TORCs eher schleppend ist hat sich schon vor 2 Jahren ein Fork gebildet dem auch alle ehemals wichtigen TORCS-Entwickler angehören: Speed Dreams.

Bessere Grafik, mehr Features und stärkere Ausrichtung auf den Spieler.

Jetzt ist die finale Version 1.4.0 erschienen und in diesem Jahr soll noch Speed Dreams 2.0 folgen:

http://www.speed-dreams.org


Bewertung: 111 Punkte bei 5 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: TORCS-Fork Speed Dreams
ewald rosenstein (unangemeldet), Mittwoch, 05. Mai 2010 16:50:25
Ein/Ausklappen

Wie erstelle ich eine eigene strecke?


Bewertung: 69 Punkte bei 1 Stimme.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Hits
Wertung: 75 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...