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Tux in Black

Buffalo Terastation III TS-XL

Eine Frage der Geschwindigkeit

Das Einbinden der Terastation ins Netzwerk gelang im Test ohne jegliche Probleme. Egal, mit welcher Distribution – der Zugriff auf die freigegebenen Verzeichnis war stets schnell eingerichtet. Das gleiche galt für die Benutzung von Mac OS X und Windows.

Zum Test der Buffalo Terastation III TS-XL nutzen wir insgesamt drei Systeme. Ein Eigenbau-Fileserver stand zum Vergleich bereit, mit je einem Mac Pro und einem Eigenbau-PC griffen wir Cat-5e-verkabelt über Netgear Gigabit-Switches verbunden auf die Datenspeicher zu (siehe Tabelle "Testsysteme"). Die Terastation war als RAID 5 konfiguriert. Wir übertrugen je Paarung in beide Richtungen je eine Datei von 4 GByte, 1 GByte und 512 MByte Größe und mittelten die gemessenen Transferraten zum Testergebnis.

 

Mac Pro

Eigenbau-PC

Eigenbau-Fileserver

CPU 2 x Xeon 5500 1 x Pentium-4 EE 2 x Pentium-3
Kerne 8 1 2
Hyperthreading ja ja nein
Taktfrequenz 2,26 GHz 3,2 GHz 1 GHz
RAM 6 GByte DDR3 ECC 2 GByte DDR1 2 GByte SD ECC
HDD 2 x 320 GByte RAID 0 2 x 80 GByte RAID 0 3 x 1000 GByte RAID 5
RAID-Controller Software 3ware 3ware
S-ATA Typ II I I
Netzwerkkarte Gigabit-Ethernet Gigabit-Ethernet Gigabit-Ethernet
OS Mac OS X 10.6.2 Slackware 12.1 FreeNAS 6.9

Interessant waren die Unterschiede im Datendurchsatz. Wie in der Tabelle "Testergebnisse" zu sehen, erzielten wir mit 71 MByte/s im Durchschnitt die höchste Übertragungsrate beim Herunterladen unserer Testdatei via FTP auf den Mac. Auch der schon etwas betagte Slackware-PC nutzt das Gigabit-Netzwerk mit 40 MByte/s über FTP noch gut aus. Das Schlusslicht bildeten SMB/CIFS und NFS, wobei auch dort die Transferraten mit Werten zwischen 16 und 41 MByte/s beim Schreiben und Lesen noch durchaus praxistauglich ausfielen. Zum Vergleich: Viele externe USB-Festplatten erreichen beim Transfer weniger als 25 MByte/s. Einen deutlichen Einbruch erlitten sowohl Schreib- als auch Lesegeschwindigkeit über SFTP. Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine eher schwache CPU im NAS zurückzuführen.

 

Mac / Terastation

 

Linux-PC / Terastation

 

Mac / Fileserver

 

Linux-PC / Fileserver

Protokoll

read

write

read

write

read

write

read

write

AFP 37,0 26,0 32,5 25,8
CIFS 41,0 19,5 19,8 18,0 19,5 15,5 17,9 16,5
NFS 26,0 20,0 32,0 16,0 19,5 8,0 21,5 10,5
FTP 71,0 25,5 40,0 25,0 13,0 28,1 12,2 29,4
SFTP 4,8 4,4 7,5 1,3 10,8 9,2 7,6 5,5

Alle Werte in MByte/s, größer = besser

Auch die Festplatten können sich unter Umständen zur Leistungsbremse entwickeln. In der ersten Testrunde nutzen wir das NAS, wie es ab Werk ausgeliefert und eingestellt war. Dabei erreichten wir weitaus geringe Werte als die in der Tabelle "Testergebnisse" aufgeführten. Mehr durch Zufall als geplant bauten wir anschließend das RAID neu auf – und kamen erst danach auf die beschriebenen, deutlich höheren Werte.

Linux hin, Windows her

Zudem bestückten wir das NAS mit der aktuellsten Firmware. Dazu benötigt man zwangsläufig einen Windows-Rechner, das das von Buffalo gestellte Update-Tool nur unter Microsofts Betriebssystem läuft (Abbildung 6). Dies erscheint umso weniger verständlich, als die Terastation III selbst als Firmware Linux verwendet. Die entsprechenden Quellen finden sich ganz vorbildlich unter [3].

Abbildung 6: Das Update der Firmware erlaubt Buffalo ausschließlich über das entsprechende Tool, das aber nur nur unter Windows läuft.

Negativ fällt weiter auf, dass sich auf dem Gerät trotz Linux-Betriebssystem kein Zugang über SSH freischalten lässt. Dadurch war es uns versagt, die darüber möglichen Transfergeschwindigkeiten zu ermitteln oder die ein oder andere Anpassung vorzunehmen.

Zu guter Letzt seien noch die zusätzlichen Funktionen der Terastation III erwähnt. Wer in seinem LAN Mac-Rechner betreibt, wird sich über die Möglichkeit freuen, per Timemachine Backups auf dem NAS abzulegen. Und da auch der hartgesottenste Admin nicht ganz ohne Unterhaltung auskommt, hat Buffalo der Terastation noch einen DLNA-Streamingserver verpasst. Ganz praktischer Natur ist der Bittorrent-Client: Für diesen legt der Benutzer ein Zielverzeichnis auf dem NAS fest, anschließend lassen sich über die Weboberfläche die Torrentfiles auswählen. Der Download läuft dann im Hintergrund ab.

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