Pogo-Tänzer
Seagate-NAS mit Pogoplug-Support
Pogoplug-Dienst
Die Zusammenarbeit mit Pogoplug macht zahlreiche Funktionen für den Dockstar verfügbar (Abbildung 5). Der Dienst erstellt nicht nur Vorschauen von Bildern und Videos, sondern konvertiert sogar komplette Filme, sodass sich die Streifen im Browser betrachten lassen. So müssen Sie beispielsweise im Urlaub nicht mehr Ihre Filmesammlung auf einer externen Festplatte mitschleppen, sondern hängen die Disk an den Dockstar und weisen Pogoplug an, die Filme zu konvertieren. Danach genießen Sie das Abendprogramm einfach im Browser an. In der Grundeinstellung erstellt der Pogoplug-Dienst eine 10 Sekunden lange Vorschau von Videos.
Die Weboberfläche dient aber auch dem Setup der angeschlossenen Massenspeicher. Diese gilt es zunächst über Settings | General Settings zu aktivieren. Das erscheint insofern problematisch, als es sich beim Pogoplug-Dienst um ein Abo handelt: Es läuft nach 365 Tagen ab, und erst nach einer 30 US-Dollar teueren Verlängerung können Sie weitere Geräte aktivieren. Ebenfalls unter den Einstellungen finden Sie die Information, wie lange das Abo noch aktiv bleibt. Zudem lassen sich diverse Social-Networking-Dienste freischalten, etwa um Informationen über Datei-Uploads per Twitter an alle Welt zu versenden.
Der Dockstar-Adapter erkennt Partitionen automatisch, als Dateisysteme unterstützt er neben FAT und NTFS auch Ext2/3 und HFS+. Um Partitionen über Samba im lokalen Netz zu erreichen, müssen Sie die Festplatte zunächst freigeben. Der passende Menüpunkt findet sich etwas versteckt unter Settings | WFS – das Kürzel WFS steht hier für "Windows File Sharing". Die freigegebenen Partitionen erscheinen als Teil der Arbeitsgruppe seagategroup auf allen Rechnern im Netz. Eine Benutzerverwaltung fehlt, lediglich die Zugriffsvarianten Nur lesen, Lesen und Schreiben oder Kein Zugriff stehen zur Auswahl.
Wie bei externen Speichern üblich, gilt es auch die Laufwerke des Dockstar sauber auszuhängen, um Datenverlusten vorzubeugen. Dieser Schritt lässt sich nur über die Weboberfläche vornehmen. Ausgehängte Laufwerke lassen sich weder per Samba noch über Pogoplugfs (mehr dazu im Folgenden) erreichen.
Pogoplugfs
Für Windows und Mac OS X stellt Pogoplug ein kleines Tool bereit, das via Internet auf beliebigen Rechnern die auf dem Dockstar freigegebenen Partitionen als gewöhnliches Laufwerk integriert. So lassen sich Dateien wie bei einer lokal angeschlossenen Festplatte hin- und herschieben. Anders als bei der Samba-Freigabe betrifft das sämtliche Partitionen aller angeschlossenen Laufwerke: Der Nutzer besitzt somit quasi Root-Rechte.
Für Linux gibt es kein grafisches Tool, um remote auf die Inhalte zuzugreifen. Immerhin bietet Pogoplug für Linux das proprietäre Werkzeug pogoplugfs [5] zum Download an, über das Sie die Platte(n) per Fuse-Dateisystem in den lokalen Dateisystembaum einhängen. Pogoplugfs gibt es als 32- und 64-Bit-Version. Über den Befehl
./pogoplugfs --user test@email.com --password test --mountpoint /mnt/pogoplug
hängen Sie den Online-Speicher ein, ./pogoplugfs --help gibt weitere Hinweise. Benutzen Sie das Tool des Öfteren, lohnt es sich, Benutzernamen und Passwort in die Konfigurationsdatei ~/.pogoplugfs.conf zu schreiben.
Laut der Meldungen in der Log-Datei benutzt Pogoplugfs zur Datenübertragung die Verschlüsselungsmethode AES256-SHA. In den Tests arbeitete das Tool durchaus stabil, obwohl es sich laut Pogoplug noch im Beta-Stadium befindet.



