Home / LinuxUser / 2010 / 04 / Pogo-Tänzer

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Pogo-Tänzer

Seagate-NAS mit Pogoplug-Support

Pogoplug-Dienst

Die Zusammenarbeit mit Pogoplug macht zahlreiche Funktionen für den Dockstar verfügbar (Abbildung 5). Der Dienst erstellt nicht nur Vorschauen von Bildern und Videos, sondern konvertiert sogar komplette Filme, sodass sich die Streifen im Browser betrachten lassen. So müssen Sie beispielsweise im Urlaub nicht mehr Ihre Filmesammlung auf einer externen Festplatte mitschleppen, sondern hängen die Disk an den Dockstar und weisen Pogoplug an, die Filme zu konvertieren. Danach genießen Sie das Abendprogramm einfach im Browser an. In der Grundeinstellung erstellt der Pogoplug-Dienst eine 10 Sekunden lange Vorschau von Videos.

Abbildung 5: Über die Weboberfläche von Pogoplug lassen sich praktisch alle Verwaltungsaufgaben auf dem Dockstar erledigen.

Die Weboberfläche dient aber auch dem Setup der angeschlossenen Massenspeicher. Diese gilt es zunächst über Settings | General Settings zu aktivieren. Das erscheint insofern problematisch, als es sich beim Pogoplug-Dienst um ein Abo handelt: Es läuft nach 365 Tagen ab, und erst nach einer 30 US-Dollar teueren Verlängerung können Sie weitere Geräte aktivieren. Ebenfalls unter den Einstellungen finden Sie die Information, wie lange das Abo noch aktiv bleibt. Zudem lassen sich diverse Social-Networking-Dienste freischalten, etwa um Informationen über Datei-Uploads per Twitter an alle Welt zu versenden.

Der Dockstar-Adapter erkennt Partitionen automatisch, als Dateisysteme unterstützt er neben FAT und NTFS auch Ext2/3 und HFS+. Um Partitionen über Samba im lokalen Netz zu erreichen, müssen Sie die Festplatte zunächst freigeben. Der passende Menüpunkt findet sich etwas versteckt unter Settings | WFS – das Kürzel WFS steht hier für "Windows File Sharing". Die freigegebenen Partitionen erscheinen als Teil der Arbeitsgruppe seagategroup auf allen Rechnern im Netz. Eine Benutzerverwaltung fehlt, lediglich die Zugriffsvarianten Nur lesen, Lesen und Schreiben oder Kein Zugriff stehen zur Auswahl.

Abbildung 6: Die Samba-Freigaben auf dem Dockstar lassen sich sind aus dem lokalen Netzwerk ohne zusätzliche Software erreichen.

Wie bei externen Speichern üblich, gilt es auch die Laufwerke des Dockstar sauber auszuhängen, um Datenverlusten vorzubeugen. Dieser Schritt lässt sich nur über die Weboberfläche vornehmen. Ausgehängte Laufwerke lassen sich weder per Samba noch über Pogoplugfs (mehr dazu im Folgenden) erreichen.

Pogoplugfs

Für Windows und Mac OS X stellt Pogoplug ein kleines Tool bereit, das via Internet auf beliebigen Rechnern die auf dem Dockstar freigegebenen Partitionen als gewöhnliches Laufwerk integriert. So lassen sich Dateien wie bei einer lokal angeschlossenen Festplatte hin- und herschieben. Anders als bei der Samba-Freigabe betrifft das sämtliche Partitionen aller angeschlossenen Laufwerke: Der Nutzer besitzt somit quasi Root-Rechte.

Für Linux gibt es kein grafisches Tool, um remote auf die Inhalte zuzugreifen. Immerhin bietet Pogoplug für Linux das proprietäre Werkzeug pogoplugfs [5] zum Download an, über das Sie die Platte(n) per Fuse-Dateisystem in den lokalen Dateisystembaum einhängen. Pogoplugfs gibt es als 32- und 64-Bit-Version. Über den Befehl

./pogoplugfs --user test@email.com
 --password test
 --mountpoint /mnt/pogoplug

hängen Sie den Online-Speicher ein, ./pogoplugfs --help gibt weitere Hinweise. Benutzen Sie das Tool des Öfteren, lohnt es sich, Benutzernamen und Passwort in die Konfigurationsdatei ~/.pogoplugfs.conf zu schreiben.

Laut der Meldungen in der Log-Datei benutzt Pogoplugfs zur Datenübertragung die Verschlüsselungsmethode AES256-SHA. In den Tests arbeitete das Tool durchaus stabil, obwohl es sich laut Pogoplug noch im Beta-Stadium befindet.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare
Ein paar Monate später...
Dockstar-Freak (unangemeldet), Dienstag, 07. September 2010 13:10:40
Ein/Ausklappen

Informativer Bericht, jedoch hat der Dockstar nicht 1 GByte, sondern 128 MByte Arbeitsspeicher und der Kernel ist Version 2.6.22 (nicht 3.6.32).

Um das Gerät als Linux Gadget nach eigenen Wünschen zu betreiben, gibt es mittlerweile zahlreiche Tipps (in Deutsch z.B. unter www.sheevaplug.de), ein vollständiges Debian Linux mit riesiger Softwareauswahl steht u.a. zur Verfügung.

Interessant ist es allerdings nur für fortgeschrittene Linuxuser oder Einsteiger mit Lernbereitschaft. ;-)





Bewertung: 80 Punkte bei 4 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
Guter Bericht
Otto Kurtz (unangemeldet), Samstag, 20. März 2010 19:38:45
Ein/Ausklappen

Danke für diesen sachlichen, informativen und kritischen Bericht. Insbesondere auch für das "Über den Tellerrand Hinausschauen" in Bezug auf das Modding des Dockstar. Da waren viele andere Berichte im deutschsprachigen Internet viel oberflächlicher gehalten.

Grundsätzlich finde ich es schade, daß ein so kompaktes und nützliches (und eigentlich vielseitig einsetzbares) System durch die eigenwillige Zwangsbündelung mit den Pogoplug-Dienst in seiner Nutzbarkeit deutlich beschnitten wird.
Gerade die Tatsache, daß ein bereits vollständig bezahltes Gerät (die Hard- und Softwarekosten dürften mit dem Kaufpreis gedeckt sein) im Nachhinein Zusatzausgaben erfordert, nur um es sinnentsprechend weiterzubenutzen, ist für mich ein Unding.


Bewertung: 162 Punkte bei 6 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Hits
Wertung: 88 Punkte (8 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...