Phenomenal
AMDs Vierkernprozessor im Test
Eine Aufgabe, viele CPUs
Die meisten Nutzer wandeln aber nicht täglich mehrere Filme in ein anderes Format um, sondern möchten einen Film möglichst schnell konvertieren. Dazu lässt sich ffmpeg mit der Option -threads Anzahl
aufrufen, wobei Ffmpeg maximal acht Threads unterstützt. Die Thread-Option hängt zudem mit dem benutzten Videocodec zusammen: H.264 und normales MPEG4 lassen sich gut verteilen, WMV und andere Codecs skalieren über mehrere Cores zum Teil gar nicht. Für den zweiten Test benutzten wir folgendes Kommando:
$ ffmpeg -threads 2 -i test.avi -vcodec libx264 test.mpg
Dabei testeten wir mit zwei, drei, vier, sechs und acht Threads (Abbildung 2). Zwei interessante Details fielen dabei auf:
- Während die CPU-Last beim gleichzeitigen Kodieren mehrerer AVI-Dateien jeweils auf 100 Prozent anstieg, schöpfte Ffmpeg beim Multithread-Encoding die Prozessorleistung immer nur zu rund 80 Prozent aus.
- Die schnellsten Zeiten ergaben sich nicht wie erwartet bei zwei (Turion/Intel) beziehungsweise vier Threads (Phenom), sondern unabhängig von der CPU bei der höchstmöglichen Anzahl von acht Threads.
Bei zwei Threads schaffen es beide AMD-Prozessoren, die Arbeitszeit beinahe zu halbieren. Danach flacht die Kurve jedoch bei beiden CPUs ab, obwohl der Phenom X4 bei vier Threads eigentlich auf Zeiten um 30 Sekunden kommen müsste. Hier scheint die Lastverteilung auf die vier Kerne nicht optimal zu funktionieren. Auch mit dem MPEG4-Codec (-vcodec mpeg4) ergibt sich das gleiche Bild. Zudem schwankten die Messwerte für zwei und drei Threads sehr stark; diejenigen für vier, sechs und acht Threads blieben jedoch stets konstant.
Fazit
Im direkten Vergleich zu Intels Core-2-Duo-Prozessoren halten die AMD-CPUs zwar in Sachen Leistung halbwegs mit, brauchen aber deutlich mehr Strom. Gerade bei Notebooks hat Intel deshalb klar die Nase vorn. Wer für zu Hause einen schnellen Rechner zum Kodieren von Video- und Audio-Dateien sucht, bekommt mit dem Quad-Core-Phenom aber eine sehr gute CPU.
[1] Packman-Repo: http://packman.links2linux.de



