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Leserbriefe

22.01.2009

Interessant, aber zu teuer

LU 01/2009, S. 32: Ihren Bauvorschlag für einen stromsparenden Wohnzimmer-PC finde ich zwar sehr interessant, aber auch zu teuer. Wichtig ist ein Kompromiss zwischen Energieeffizienz, Leistungsfähigkeit, Lautstärke und Preis. Vor etwa einem Monat stand ich vor einem ähnlichen Problem – ich plante, einen Linux-Terminalserver auf FreeNX-Basis zusammenzubasteln, der ständig online bleibt. Nach umfangreichen Recherchen habe ich folgende Hardwarekonfiguration gewählt:

  • Gehäuse: Aerocool M40 schwarz; 45 Euro
  • Mainboard: Foxconn A7GM-S; 65 Euro
  • CPU: AMD Athlon64 X2 4850e; 50 Euro
  • CPU-Kühler: Arctic Cooling Alpine 64 PWM; 10 Euro
  • Speicher: 2 x 2048 MByte DDR2 Aeneon PC6400 CL 5; 33 Euro
  • Festplatte: Hitachi P7K500 500 GByte; 50 Euro
  • DVD-Writer: LG GH20N bare schwarz; 24 Euro
  • Netzteil: Be Quiet! Pure Power 80+ 300 Watt; 32 Euro
  • Lüfter 80 mm: 3 x Arctic Cooling FAN AF 8025PWM; 10 Euro
  • Lüfter 120 mm: Arctic Cooling FAN AF 12025PWM; 5 Euro

Hinzu kamen noch Versandkosten von 15 Euro, sodass sich der Gesamtpreis des Geräts auf 339 Euro beläuft. Als Betriebssystem dient Linux Mint 5 "Elyssa" in der 64-Bit-Version, das auf Ubuntu 8.04 LTS basiert. Alle Codecs, Java und ähnlichen Schnickschnack bringt Mint schon mit, zudem genießt man den Langzeitsupport von Ubuntu. Als Dienste laufen FreeNX, ein Webserver (Apache, PHP, MySQL) zur Webentwicklung und Vmware-Server. Um von unterwegs Zugriff auf meine Musik zu bekommen werde ich demnächst noch Jinzorra installieren (alternative: Firefly DAAP).

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem neuen System. Es ist schon cool, vom USB-Stick mit installiertem portablen NX-Client von unterwegs auf einer Windows-Kiste seinen eigenen Linux-Desktop zu starten ;-)) Peer Bode

Suse ist nicht Linux

LU 12/2008, S. 8: Der Leserbrief von Wolfgang Zenner ("Jetzt reicht es mir!") spült bei mir alte Erinnerungen wieder hoch. Ich hatte mit Suse 7.1 angefangen, habe mich allerdings ab der Version 9.0 endgültig von der Nürnberger Distribution verabschiedet. Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie Wolfgang Zenner: Mit jeder Suse-Version funktionierte wieder mal etwas anderes nicht mehr, das ich zuvor mühevoll eingerichtet hatte. Es war furchtbar und brachte mich schier zur Verzweiflung.

Auch ich schimpfte auf Linux, statt auf Suse, und dachte, Windows wäre das einzig wahre Betriebssystem. Ich habe aus dieser Zeit noch einen nicht abgesandten Leserbrief an LinuxUser auf der Festplatte, in dem ich mich arg über Suse beklage. Auch ich machte den Fehler, Suse mit Linux gleichzusetzen – eine Ansicht, die in unserem Land bisher kaum tot zu bekommen ist. Ich gab aber nicht auf und schaute mich nach Alternativen um – und hatte Glück. Es war das Jahr 2004, als ich Ubuntu 5.04 "Hoary Hedgehog" kennen lernte. Und siehe da: Endlich gab es ein Linux-Betriebssystem, das im Gegensatz zu Suse einwandfrei funktionierte.

Tauchen mal Fragen oder tatsächlich Schwierigkeiten auf, bekommt man im Ubuntu-Forum einen Service, der seinesgleichen sucht und unbezahlbar ist. Inzwischen nutze ich Ubuntu 8.10 "Intrepid Ibex" und hab mir Suse nie wieder angetan. Mit Ubuntu funktioniert alles, von der Webcam bis zum WLAN. Ich habe keine Sehnsucht nach Windows, da es dort nichts mehr gibt, was sich nicht auch längst unter Linux machen lässt – und oft funktioniert es dort sogar viel besser. Mein Ubuntu mag ich auf meinem PC und auf meinem Laptop Acer Aspire 5920G nicht mehr missen, nicht um alle Fenster dieser Welt.

Über Windows-Probleme kann ich nur noch lachen. Selbst Win XP läuft unter Ubuntu im Fenster des Vmware-Servers. Gut, bei OCR gibt es noch Nachholbedarf, da macht Dualboot mit Windows noch Sinn. Das ist für mich allerdings auch das einzige. Andererseits habe ich aber auch keine Lust, unter Vista andauernd auf den kreisenden Cursor zu starren und unsinnige Fragen zu beantworten. Windows dient bei mir nur noch als Lückenfüller – und wenn das mit OCR mal klappt, fliegt es ganz von der Platte. Dietmar Schiwy

Barrierefreie DVD-Labels

Bevor ich mit meiner Kritik rauskomme, erstmal ein großes Lob für die Zeitschrift. Mich interessiert nicht immer alles, aber es ist immer etwas Lesenswertes mit dabei. Gibt also kaum was zu meckern, bis eben auf die Beschriftung eurer DVDs: Alle Welt redet von Barrierefreiheit, und was macht Ihr? Druckt Beschriftungen weiß auf gelb!

Bitte, nicht alle eure Leser haben noch so gute Augen wie ihr, es gibt bestimmt etliche wie mich, die jedesmal die Lupe rausholen müssen, um zu sehen, was da drauf steht. Steht zwar im Heft, aber wenn ich mal eine DVD mit einer bestimmten Live-Distribution ausprobieren will, möchte ich nicht erst die Hefte durchsehen müssen, um zu sehen, auf welcher DVD sie sich befindet.

Wenn ihr unbedingt verschiedene Beschriftungen braucht, um die einzelnen Punkte voneinander abzuheben, dann nehmt als Alternative eine Schriftfarbe mit stärkerem Kontrast zum gelben Hintergrund, rot auf gelb, oder was immer euch euer Layouter da empfehlen kann. Klaus Bernstein

LinuxUser: Der Rüffel ist verdient, besonders hinsichtlich der kleinteiligen Beschriftung auf den Labels der Heft-DVDs zu den letzten Ausgaben. Wir geloben sofortige Besserung und haben ab dem Datenträger dieser Ausgabe die Farben umgestellt.

Faschistische Multimedia-Box?

LU 01/2009, S. 36: Liebe Leute, da habt Ihr Euch aber vertan: Der "Volksempfänger" war ein Werkzeug der Nazi-Propaganda und wird auch damit in Verbindung gebracht (http://de.wikipedia.org/wiki/Volksempf%C3%A4nger). So kann man einen Artikel nicht betiteln. Zu diesem Fehlgriff solltet Ihr in der nächsten Ausgabe was erklären. jonni

LinuxUser: Der Volksempfänger war in erster Linie ein Radio – ich denke, dass die Mehrheit der Leser diesen Begriff damit assoziiert.

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