Da Breitbandanschlüsse im Jahre 2000 noch unverschämt teuer waren, beschlossen acht Studenten der Universität Antwerpen, unter ihnen Dries Buytaert, sich einen Zugang zu teilen. Letzterer entwickelte für das neu entstandene Intranet kurzerhand eine Newsseite mit eingebautem schwarzen Brett. Nach dem Studium verpflanzte die Gruppe das System auf einen Server im Internet und entließ es 2001 unter dem Namen Drupal [1] in die Freiheit.
Mittlerweile begeistert Drupal Nutzer in aller Welt:. Die Zeitschriften "Die Zeit" und "Die Welt" befeuern ihre Blogs damit; daneben zählen MTV, Forbes, Second Life und Greenpeace England zu den prominenten Kunden.
TIPP
Drupal ist die englische Lautschrift für das niederländische Wort Drupel, zu deutsch: Tropfen.
Einspieler
Die Installation von Drupal beginnt etwas holperig. So müssen Sie zunächst per Hand eine neue Datenbank anlegen, ein paar Dateien an die richtige Stelle verschieben und Schreibrechte korrigieren. Darüber hinaus verlangt Drupal von seiner PHP-Umgebung üppige 16 MByte RAM und für wiederkehrende Wartungsarbeiten den Dienst Cron. Unterbinden billige Webhosting-Pakete dessen Einsatz, müssen Sie Aktualisierungen regelmäßig per Hand anstoßen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, erscheint im Browser der grafische Installationsassistent, der die restliche Einrichtung mit wenigen Mausklicks ermöglicht.
Kommandobrücke
Drupal bietet keine gesonderte Steuerzentrale ("Backend"). Sie nehmen alle Einstellungen und Änderungen direkt auf der Homepage vor, weshalb die Navigationsleiste links etwas unaufgeräumt wirkt (Abbildung 1). Bis Ein- und Umsteiger damit zurecht kommen, bedarf es einiger Blicke in die ausführliche Dokumentation.
Drupal unterstützt von Haus aus mehrsprachige Seiten. Um die Übersetzung der Oberflächenelemente kümmern sich passende Sprachpakete. Welche Sprache ein Besucher spricht, ermittelt Drupal automatisch anhand der Browsereinstellungen. Gelingt das nicht, schalten die Anwender über Links auf der Homepage zwischen den verfügbaren Sprachen hin und her.



