Home / LinuxUser / 2008 / 08 / Freakware

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Freakware

Linux-Telefon OpenMoko "Freerunner"

Schlecht gelöst

Die größten Schwachstellen des Freerunner zeigen sich bereits bei diesen zwei Symbolen. Sie fallen – wie viele andere – nicht sehr aussagekräftig aus, wodurch sich das Gerät kaum intuitiv nutzen lässt. So hätten wir zum Beispiel hinter dem Zahnrad-Symbol eher ein Setup-Menü vermutet als ein Favoriten-Menü.

Dass sämtliche Icons in Orange gehalten sind, bringt zwar ein einheitliches Design, erschwert aber die Bedienung des Telefons. So mussten wir sämtliche Knöpfe durchprobieren, um herauszufinden, welches der drei orangefarbenen Telefon-Icons denn nun einen Anruf tätigt und welches man drücken muss, um ein Gespräch entgegenzunehmen (Abbildung 2). Hier täten die Entwickler besser daran, auf bestehende Standards zu setzen und mit roten und grünen Symbolen zu arbeiten.

Abbildung 2: Es klingelt. Jetzt bloß nicht den falschen Knopf drücken.

Von einem Mobiltelefon erwartet der Nutzer, dass es ein Setup-Menü mitbringt, um zum Beispiel den Provider auszuwählen, die Rufnummernunterdrückung ein- und auszuschalten, den Klingelton festzulegen und so weiter. Beim Freerunner suchen Sie danach vergebens: Es gibt keinen Einstellungsdialog, Änderungen an der grafischen Oberfläche oder am Setup müssen Sie von Hand auf der Kommandozeile vornehmen. Um die digitale Uhr auf eine analoge umstellen, genügt laut Wiki folgender Befehl:

gconftool-2 --type bool --set /desktop/poky/interface/digital_clock false

Auf unserem Testgerät gab es jedoch die entsprechenden Verzeichnisse nicht. Als Paketmanager setzt die OpenMoko-Plattform laut Dokumentation [4] auf Ipkg [5], ein auf mobile Geräte optimiertes Tool, das weitgehend dem Debian-Paketmanagement folgt. Das zugehörige Binary gab es aber auf unserem Testgerät nicht; so waren wir auch nicht verwundert, dass das grafische Frontend zum Paketmanager nicht funktionierte.

Coole Features

Vom iPhone abgeschaut haben sich die OpenMoko-Entwickler die Display-Sperre. Um sie aufzuheben, müssen Sie auf dem Touchpad das OpenMoko-Logo über den Touchscreen ziehen. Das sieht nicht nur sehr hübsch aus, sondern macht auch Spaß. Dummerweise bleibt der Einschaltknopf trotz Displaysperre stets aktiv. So lässt sich das Gerät auch im gesperrten Zustand ausschalten.

Sehr gut gefielen uns die zahlreichen Spiele auf dem Freerunner --hier kann das OpenMoko-Handy mit dem iPhone mithalten. Die Terminalanwendung bildet das eigentliche Herzstück des Handys. Mangels funktionierender GUI-Applikationen müssen Sie zurzeit alle Einstellungen über die Konsole vornehmen. Dazu stehen mehrere Terminals zur Verfügung, sodass das OpenMoko ein echtes Multitasking-Gerät ist.

Positiv überrascht hat uns auch das Powermanagement des Freerunner. Das Gerät schaltet sich nach rund 3 Minuten in einen Schlafzustand, aus dem es per Druck auf einen der zwei Buttons binnen einer Sekunde wieder aufwacht. Eingehende Anrufe wecken das Handy ebenfalls. Der Akku hält so knapp zwei Tage durch, auch mit eingeschaltetem WLAN.

Schließen Sie das OpenMoko per USB-Kabel an einen Linux-Rechner an, dann startet dieser automatisch das Netzwerkinterface usb0. Diesem ordnen Sie die IP-Adresse 192.168.0.200 zu (Abbildung 3) und melden sich dann als root per SSH am OpenMoko-Handy an, das die vorgegebene IP-Adresse 192.168.0.202 besitzt. Die USB-1.0-Verbindung arbeitet relativ langsam, für administrative Aufgaben jedoch schnell genug. Dummerweise funktioniert das Powermanagement auch, wenn das Handy per USB-Kabel mit einem Rechner verbunden ist: Die SSH-Sitzung friert dann ein und wacht auch nach dem Resume nicht mehr auf. Das Freerunner lässt sich aber ausschalten, indem Sie den Power-Schalter für rund zwei Sekunden gedrückt halten.

Abbildung 3: Für den SSH-Zugriff richten Sie die USB-Schnittstellt auf die IP-Adresse 192.168.0.200 ein – hier gezeigt am Beispiel von YaST.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 27 Punkte (8 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...