Home / LinuxUser / 2007 / 12 / Zip, zip, hurra!

Top-Beiträge

GIMP - Auswahl und Ebenen
(324 Punkte bei 38 Stimmen)
GIMP - Laserschwert
(322 Punkte bei 41 Stimmen)
Panorama ohne Weitwinkel
(272 Punkte bei 16 Stimmen)
Ein erstes Resümee
(247 Punkte bei 20 Stimmen)
Re: Mehrere Partitionen auf USB-Stick
(233 Punkte bei 9 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 8500 Shops,
3.1 Mio Artikel. Alle Bestseller, Gutscheine und Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Bei Freeware bietet Ihnen kostenlose Software Downloads von Programmen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Zip, zip, hurra!

Daten komprimieren mit Peazip

01.12.2007 Peazip schickt sich an, zum neuen Allroundarchivierer für Linux zu werden: Der Erbsen-Packer bietet umfassende Optionen und intuitive Bedienung.

Für die meisten Linux-Anwender gehört die Arbeit mit Software-Archiven zum Alltag: Nahezu alle Quellpakete liegen in unterschiedlichen Archivformaten vor und müssen erst einmal entpackt werden, und auch Binärpakete bestehen aus verschiedenen, meist komprimierten Dateien. Backupdateien sind aus Platzgründen in der Regel ebenfalls komprimiert und mitunter zusätzlich verschlüsselt. Aus diesen vielfältigen Anwendungsbereichen ergibt sich die Antwort auf die Frage, warum es ausgerechnet für Linux so viele Archivierungsprogramme gibt.

Eine der vielseitigsten Applikationen zur Arbeit mit Archiven heißt Peazip [1]. Das Programm liegt derzeit in der Version 1.9.2 vor. Zwar gibt es Peazip dank der Verwendung des auf Borland Delphi basierenden Lazarus als Entwicklungsumgebung auch für Mac OS und andere Betriebssysteme, für Linux liegen jedoch die mit Abstand meisten Binärpakete vor: Neben einem RPM-Archiv sowie dem daraus abgeleiteten DEB-Binärpaket findet sich auch ein TGZ-Paket für Slackware. Für exotische Distributionen wie GoboLinux bietet Peazip zudem einen so genannten Portable Archiver, der sich unabhängig von der Dateisystemhierarchie installieren lässt. Wer seine Distribution hier immer noch nicht aufgezählt sieht, greift auf die Quellpakete des unter der LGPL lizenzierten Programms zurück.

Installation

Nach dem Download der gewünschten Pakete installieren Sie Peazip mit einem einfachen Klick auf das jeweilige Archiv. Beim DEB-Paket treten – je nach verwendeter Distribution – unter Umständen Abhängigkeitsprobleme auf, sodass Sie für Ihr System zunächst die notwendigen Bibliotheken nachinstallieren sollten. Sofern Sie einen Online-Zugang besitzen, geschieht dies aber automatisch.

Die Installationsroutine legt unter KDE einen Eintrag im Menü System | Archivierung | Backup an, unter Gnome landet Peazip im Menü Anwendungen | Systemwerkzeuge, und unter Xfce finden Sie den Packer im Menü System. Ein Klick auf das Karton-Icon von Peazip startet das Programm.

Jedenfalls prinzipiell: Bei unseren Tests mit verschiedenen Versionen von Ubuntu, Mandriva und CentOS auf unterschiedlichen Rechnern traten beim Start von Peazip durchgängig Probleme auf. Zwar meldete sich das Programm ohne Murren zum Dienst; allerdings ließen verzerrte Zeichen und fehlende Buchstaben auf Eingangsbildschirm und Arbeitsoberfläche reguläres Arbeiten zunächst kaum zu. Besserung trat erst ein, als wir Peazip deinstalliert und das vom Entwickler für Gtk in der Version 1 angebotene Paket auf den Rechner gepackt hatten. Offensichtlich verursacht das aktuelle Gtk2 unlösbare Probleme bei der bildlichen Darstellung, so dass es in diesem Falle besser ist, auf das betagtere Gtk1 zurückzugreifen.

Funktionsumfang

Schon der Eingangsbildschirm lässt erahnen, dass sich Peazip eher bei den professionellen Archivierungsprogrammen einreiht: Sowohl für das Komprimieren als auch für das Extrahieren bietet die Software eine stattliche Anzahl unterschiedlicher Formate, die das Programm gleichermaßen schreiben wie lesen kann.

Neben Standardformaten wie GZ/TGZ sowie TAR und ZIP, die Peazip vollständig unterstützt, arbeitet das Programm zusätzlich mit einem eigenen Archivierungsformat, das neben den üblichen Funktionen (Komprimierung, Authentifizierung, Verschlüsselung und Integritätscheck) auch das File-Splitting erlaubt (Abbildung 1). Mit dieser Optionsvielfalt ist es möglich, Peazip auch in professionellen Umgebungen zum Backup – etwa für die großen Datenmengen kompletter Volumes – zu nutzen. Probleme verursachte in unseren Tests das TAR.BZ2-Archivformat, mit dem Peazip out-of-the-box nicht zurechtkommt. Da dieses Format gerade unter Linux recht weit verbreitet ist, besteht hier noch Nachholbedarf in Sachen Kompatibilität. Auch solche Archive, die nicht mit dem unter Linux üblichen UTF-8-Zeichensatz zusammenarbeiten, können Schwierigkeiten verursachen: Hier empfiehlt es sich, den Zeichensatz temporär entsprechend zu ändern.

Abbildung 1: Für jeden ist was dabei: Peazip beherrscht viele gängige Archivformate.

Zwar lassen sich sämtliche Funktionen von Peazip über die Kommandozeile steuern; allerdings präsentiert sich die mitgelieferte Benutzeroberfläche so intuitiv, dass Sie dort alle wichtigen Funktionen mit wenigen Mausklicks erledigen. Deshalb dürfte selbst eingefleischten Freunden der Kommandozeile die grafische Oberfläche von Peazip mehr Spass bereiten.

Das Bedienen der Software erfolgt zum größten Teil über Schaltflächen im oberen Bereich des Arbeitsfensters. Hier können Sie per Mausklick Archive anlegen, zusammenstellen, verändern, löschen, oder einfach nur einsehen. Ein Klick mit der rechten Maustaste ins Hauptfenster öffnet zudem das Kontextmenü, in dem Sie die wichtigsten Funktionen nochmals übersichtlich präsentiert finden. Möchten Sie sich hier beispielsweise den Inhalt ausgewählter Ordner anzeigen lassen, wählen Sie Open with | associated application, um ein Archiv entweder mit Konqueror, Dolphin, Nautilus oder Thunar zu öffnen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Über die gute Benutzeroberfläche sowie das Kontextmenü lässt sich Peazip sehr schnell und intuitiv bedienen.

Die Feineinstellungen von Peazip nehmen Sie über die vier Reiter direkt unterhalb der Schaltflächen im Hauptfenster vor: Hier legen Sie zum Beispiel im zweiten Reiter (Options) die notwendigen Angaben zu Komprimiermethode, Verschlüsselung und Authentifizierung fest (Abbildung 3).

Abbildung 3: Über die Reiter von Peazip stellen Sie die Optionen des Programms – hier etwa zu Kompression und Verschlüsselung – ein.

Sowohl nach dem Anlegen eines Archivs als auch nach dem Extrahieren eines bereits vorhandenen Pakets liefert Peazip anschließend aussagekräftige Berichte ab, die gleichermaßen in alphanumerischer Form (Abbildung 4) wie in grafisch aufbereiteter Gestalt (Abbildung 5) den Erfolg und Status des jeweiligen Arbeitsschritts zeigen.

Abbildung 4: Peazip liefert beim Packen und Entpacken einen Statusbericht ab.

Abbildung 5: Der grafische Report über die Aktivitäten von Peazip.

Gerade bei einer großen Archivdatei, die es auf mehrere Datenträger aufzuteilen gilt, bietet sich das Splitten in mehrere kleine Dateien an. Für diese Aufgabe definiert Peazip bereits etliche gängige Formate (Abbildung 6). So zerlegen Sie die Archivdaten in passende Häppchen, die Sie anschließend als Teilarchive auf die benötigte Anzahl Datenträger abspeichern.

Abbildung 6: Peazip bietet zahlreiche vordefinierte Datenträgerformate für das Splitten von Archiven.

Aktuelles Heft bestellen
Kommentare
Einem Freund empfehlen    Druckansicht

748 Hits
Wertung: 119 Punkte (7 Stimmen)

Infos zur Publikation

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Schöneres Gnome mit Faenza
Schöneres Gnome mit Faenza
Marcel Hilzinger, 19.08.2010 14:49, 0 Kommentare

Wer seinen Desktop liebt, verpasst ihm ab und zu ein optisches Update. Sehr gut eignen sich dazu neue Fensterdekorationen, ein neues Farbschema und natürlich ein neues Symbolset. Ein besonders...

Aktuelle Fragen

SUSE und Windows parallel betreiben, reparieren des BOOTMANAGERS
oli m., 31.08.2010 10:17, 6 Antworten
ich betreibe XP, VISTA, W7 und SUSE parallel auf einer Festplatte. wenn ich SUSE als letztes ins...
kmail link verweist auf firefox, umstellung wieder auf konqueror ???
oli m., 31.08.2010 10:06, 2 Antworten
seit firefox mit suse installiert wird, startet ein link in einer email automatisch auch firefox....
SUSE 11.3 - nvidia 9800GT+ - DUALMONITOR Installation/Einstellung
oli m., 31.08.2010 09:57, 2 Antworten
Grafikkarte: nvidia GForce 9800GT+ Monitore: 2x Medion MD 20094 1920x1200 SUSE 11.3 nach ins...
Tastatur / Maus blockiert
Roland M. Egloff, 30.08.2010 22:56, 0 Antworten
Hallo Linux Freunde, Die folgende Info. ist vielleicht für jemand nutzlich... Ich musste mi...
Erstellung von Newslettern unter Suse 11.3
Klaus Werner, 27.08.2010 09:45, 1 Antworten
Moin suchen ein Programm zur Erstellung von Newslettern. sollte unter Linux laufen. Jemand eine...