Schlichte Symphonie
OpenOffice à la IBM
Fazit
Lotus Symphony ist deutlich mehr als ein OpenOffice-Klon. Die Suite kann ihre enge Verwandtschaft zu Lotus Notes nicht nur äußerlich nicht leugnen, sondern weist auch einen auf die Bedürfnisse von Sekretariaten und Privatanwendern gestutzten Funktionsumfang auf: Das Datenbankmodul fehlt ebenso wie der mathematische Formelgenerator, das Zeichenprogramm oder auch die Druckerverwaltung. Die Menüs hat IBM ebenfalls um eine Reihe wenig genutzter Funktionen erleichtert. Trotzdem bieten die drei Module alle Funktionen, die man üblicherweise im Alltag benötigt.
Die sowohl sehr ästhetisch gestaltete als auch funktionale und größtenteils selbsterklärende Oberfläche, die IBM für alle drei Module konsequent umgesetzt hat, könnte auch für die Entwickler von OpenOffice den einen oder anderen Denkanstoß zur Vereinfachung liefern. Sowohl die derzeit noch fehlende deutsche Lokalisierung wie auch das noch etwas schwerfällige Verhalten der Softwaresuite dürften dem Beta-Status geschuldet sein. Trotzdem arbeitet die Applikation auch auf leistungsschwächeren Maschinen, deren Konfiguration nicht den von IBM genannten Mindestvoraussetzungen entspricht, zufriedenstellend schnell.
Lotus Symphony eignet sich gut für Anwender, die Lotus Notes bereits kennen, aber auch Umsteiger von anderen Office-Programmen kommen hier sofort zurecht. Nutzer aus dem naturwissenschaftlichen Bereich sollten wegen des in Lotus Symphony fehlenden Formelgenerators eher zu OpenOffice greifen. Für IBMs Bürosuite spricht die Fähigkeit, Dokumente im offenen ODF-Format abzuspeichern. Gegen Lotus Symphony spricht vor allem die Tatsache, dass es keine freie Software ist, sondern einer proprietären Lizenz untersteht.
[1] Lotus Symphony herunterladen: http://symphony.lotus.com/software/lotus/symphony/home.jspa
[2] IBM-Lizenzbestimmungen: http://tinyurl.com/355njq



