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Geräteschuppen

Udev & Co.

Selbst ist der Admin

Mit wenigen Handgriffen erstellen Sie eigene Udev-Regeln und erweitern so die Funktionalität der Hardware-Erkennung. Falls Sie externe USB-Massenspeicher verwenden, erhalten diese – abhängig von der Reihenfolge, in der Sie sie anstecken – immer unterschiedliche Namen. Angenommen, Sie besitzen eine externe Festplatte, auf der Sie regelmäßig Sicherungskopien ablegen. Natürlich können Sie die Platte einstecken, warten, bis sie korrekt gemountet wurde, den Einhängepunkt herausfinden und ein entsprechendes Backup-Skript starten. Dank Udev sparen Sie einige Arbeitsschritte. Dazu erstellen Sie eine Regel, die der Festplatte automatisch immer denselben Device-Namen zuweist. Optional enthält die Regel einen Mount-Befehl und/oder ruft ein Shell-Skript fürs Backup auf.

Finden Sie zunächst einige Informationen über das jeweilige Gerät heraus, beispielsweise mit Hilfe des Programms lsusb (Listing 2). Notieren Sie sich eine der Angaben hinter idVendor, idProduct oder iSerial – über diese identifizieren Sie das Gerät eindeutig.

Listing 2
$ lsusb -v
…
Bus 003 Device 010: ID 152d:2338
Device Descriptor:
…
  idVendor           0x152d
  idProduct          0x2338
  bcdDevice            1.00
  iManufacturer           1
  iProduct                2
  iSerial                 5
  bNumConfigurations      1
…

Eigene Regel erstellen

Nun geht es daran, eine neue Regeldatei zu schreiben. Diese findet ebenfalls Platz im Verzeichnis /etc/udev/rules.d. Sie erstellen die Datei als Systemverwalter root mit einem Texteditor Ihrer Wahl. Reihen Sie sie mit einer entsprechenden Nummer in die Reihenfolge der Anweisungen ein und geben ihr die Endung .rules. Auf einem Debian-"Etch"-Testsystem erhielt die Regel den Namen z98_usb-platte.rules und den folgenden Inhalt:

SUBSYSTEM=="block", SYSFS{idProduct}=="2338", SYSFS{idVendor}=="152d", NAME="backup"

Außer der Angabe, dass es sich um ein Blockdevice handelt, definiert die Regel die über lsusb herausgefundenen Informationen zu idProduct und idVendor und bestimmt den Namen, den die Gerätedatei haben soll. Über den Befehl

udevcontrol reload_rules

liest der Systemverwalter die neue Regel ein. Alternativ können Sie auch das USB-Gerät aus- und wieder einstecken. Was hinter den Kulissen passiert, verrät der Befehl udevmonitor. Zusammen mit der Option --env gibt sich das Tool redselig und zeigt für die auf dem Testrechner angelegte Regel allerhand interessante Informationen an:

# udevmonitor --env
…
ACTION=add
DEVPATH=/block/sda/sda1
SUBSYSTEM=block
…
DEVNAME=/dev/backup
…

Ein prüfender Blick ins Verzeichnis /dev bestätigt: Udev hat tatsächlich die gewünschte Gerätedatei /dev/backup erstellt. Entfernen Sie die USB-Platte, verschwindet der Eintrag wieder.

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Kommentare
udev und die MAC-Adressen
netwalker (unangemeldet), Sonntag, 15. Februar 2009 22:08:26
Ein/Ausklappen

Netter, hilfreicher Beitrag.

Leider werd ich aus Listing 3 nicht schlau:
Da sind die Buchstaben der MAC-Adressen in Grossbuchstaben
angegeben. Andere seiten weisen ausdrücklich auf Kleinbuchstaben hin. Was gilt denn nun? ist das evtl. Versions-abhängig?

Gruss
Netwalker


Bewertung: 199 Punkte bei 18 Stimmen.
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-
Re: udev und die MAC-Adressen
Dude (unangemeldet), Donnerstag, 16. Juli 2009 12:03:01
Ein/Ausklappen

Ist egal. Wird so oder so in Großbuchstaben konvertiert.


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