Ende der 90er Jahre veröffentlichte Konami sein Spiel Dance Dance Revolution (kurz DDR) und löste damit unter Videospielkonsolen-Besitzern einen regelrechten Tanzboom aus. Der besondere Clou war das extrem ungewöhnliche Eingabegerät: Statt den Spieler passiv auf die Couch zu verbannen, zerrte ihn DDR auf eine so genannte Tanzmatte (Abbildung 1). Ein solcher Plastikteppich besteht aus mehreren Feldern, in denen Sensoren die Schrittstellung des Tänzers registrieren. Das Spiel zeigt auf dem Bildschirm eine Schrittfolge an, die der Tänzer auf der Matte möglichst schnell nachhüpfen muss. Mehr oder weniger aktuelle Musikstücke aus den Charts untermalen die durchaus schweißtreibende Angelegenheit. Wer eine zweite Tanzmatte erwirbt, darf sogar mit einem Gegenspieler um die Wette springen.
Tanzender Pinguin
Wer bisher ein Tänzchen wagen wollte, musste tief in die Tasche greifen. Neben einer aktuellen Spielekonsole fielen auch noch Kosten für das Tanzspiel und besagte Matten an. Ein paar begeisterte Hobbytänzer wollten sich damit nicht abfinden und entwickelten kurzerhand Stepmania [1](Abbildung 2). Dieser Dance-Dance-Revolution-Klon verwandelt Ihren Linux-PC in eine kostengünstige Tanzmaschine. Zusätzlich benötigen Sie eine Tanzmatte für rund 10 Euro. Die stöpseln Sie in Ihren PC, starten Stepmania und tanzen los – aber es gibt ein paar kleinere Fallstricke.
Materialwahl
Tanzmatten gibt es in der Regel ausschließlich für Konsolen mit ihren proprietären Steckern. Lediglich der Hersteller 2-Tech lieferte kurzzeitig eine Matte mit USB-Anschluss. Die gibt es zwar noch auf den Seiten der Firma [2], der Handel listet sie aber als ausverkauft. Mit viel Glück stoßen Sie noch irgendwo auf Restbestände. Doch damit muss der Traum von der eigenen Tanzparty nicht gleich platzen.


