Zündung

Um die installierten Treiber zu testen, hängen Sie das Convertx-Gerät an einen freien USB-2.0-Port und geben danach den Befehl lsusb ein. In der nun erscheinenden Ausgabe sollte der Eintrag Plextor erscheinen (Abbildung 1). Eine grafische Alternative finden Sie im Paket usbview, das alle angeschlossenen USB-Geräte übersichtlich in einem Fenster darstellt und ebenfalls jeder aktuellen Distribution beiliegt (Abbildung 2).

Abbildung 1: Ein Auszug von lsusb auf der Kommandozeile. In diesem Fall ist das Convertx-Gerät die einzige USB-Hardware. Anschließend erfolgte noch die Prüfung, ob der Treiber geladen wurde. Die Meldungen mit Novell erscheinen nur unter SuSE Linux und können ignoriert werden.
Abbildung 2: Der Convertx-Videokonverter wurde von Linux als einziges USB-Gerät erkannt. Usbview listet im rechten Fenster alle Informationen auf, die es zu der externen Hardware ergattern konnte.

Mittels dmesg | grep go7007 erfahren Sie noch, ob auch die Treiber korrekt geladen wurden. Über grep go7007 /sys/class/video4linux/video*/name prüfen Sie, ob das Video4Linux-System die Konverterbox erkannt hat.

Sofern Ihre Linux-Installation das Convertx-Modul einfach nicht erkennen möchte, ziehen Sie dessen Netzteil aus der Steckdose und stecken es direkt wieder ein. Hilft auch das nichts, starten Sie Ihr System einmal komplett neu. Lassen Sie in diesem Fall den Konverter eingesteckt und eingeschaltet.

Test: 1, 2, 3

Hat alles geklappt, schließen Sie nun den Ausgang einer Videoquelle an den Convertx an und wechseln im Terminalfenster in das Unterverzeichnis apps. Dort liegt die Testanwendung gorecord, die über den Befehl

./gorecord -duration 60 film.avi

60 Sekunden Filmmaterial aufzeichnet und in der Datei film.avi ablegt. Wie Abbildung 3 zeigt, verwendet gorecord standardmäßig das amerikanischen Fernsehformat und eine MPEG4-Komprimierung (DivX). Für einen ersten Test reicht das zwar aus, für die weitere Arbeit wären die deutschen Formate aber schon recht praktisch. Abhilfe schaffen ein paar weitere Parameter:

./gorecord -duration 60 -mode pa↩
l -bg -width 720 -height 576 -fo↩
rmat mpeg2-dvd capture.avi
Abbildung 3: Hier hat gorecord einen 60 Sekunden dauernden Film in der Datei urlaub.avi abgelegt. Da keine weiteren Parameter angegeben wurden, benutzt das kleine Werkzeug automatisch die amerikanischen Videoformate.

Damit zeichnet gorecord 60 Sekunden lang einen Film in der PAL-Norm mit einer Auflösung von 720x576 Bildpunkten im MPEG2-Format auf. Dies entspricht dem DVD-Standard. Alternativ stehen die Kompressionsformate mpeg1, mpeg2, mpeg4, und Motion-JPEG (Parameter mjpeg) zur Auswahl. Das übertragene Audiomaterial kommt ausschließlich unkomprimiert als Stereosignal mit 48 kHz und 16 Bit in Linux an. Neben den genannten Parametern kennt das Tool noch viele weitere, beispielsweise auch Einstellungen zu Helligkeit und Farbsättigung. Details dazu präsentiert der Befehl ./gorecord  --help.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Digitaler Videorecorder MythTV
    Natürlich läuft die Lieblingssendung immer dann, wenn man nicht zu Hause ist. Wer sie komfortabel aufnehmen möchte, sollte zum digitalen Videorecorder MythTV greifen. Er lässt sich einfach programmieren und entfernt störende Werbeblocks.
  • MythTV installieren und verwenden
    MythTV bietet weitaus mehr als nur einen digitaler Videorekorder: Mit cleveren Plugins mausert es sich zur kompletten Medienzentrale für das Wohnzimmer.
  • DVB-T über USB
    Nicht jeder ist bereit, für das das neue digitale Fernsehen viel Geld auszugeben. Günstige DVB-Hardware existiert oft in Form kleiner USB-Boxen. Wir erklären, wie Sie solche Geräte in Betrieb nehmen und mit MythTV verwenden.
  • TV aus dem Keller
    Mit wenigen Handgriffen machen Sie Linux zum vollwertigen Videoserver, der TV-Sendungen aufzeichnet, lagert und verteilt.
  • Mythtv 0.22 mit vielen Änderungen
    Der Festplattenrekorder Mythtv liegt in einer neuen Version vor. Die setzt unter anderem auf Qt4 und unterstützt neue Hardware und VDPAU.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 03/2017: EFFIZIENTES BÜRO

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Probleme mit der Maus
Thomas Roch, 21.02.2017 13:43, 1 Antworten
Nach 20 Jahren Windows habe ich mich zu Linux Ubuntu probeweise durchgerungen!!! Installation - k...
KWin stürzt ab seit Suse Leap 42.2
Wimpy *, 21.02.2017 09:47, 4 Antworten
OpenSuse 42.2 KDE 5.8.3 Framework 5.26.0 QT 5.6.1 Kernel 4.4.46-11-default 64-bit Open-GL 2....
Shell-Befehl zur Installation von Scanner-Treiber
Achim Zerrer, 15.02.2017 12:13, 10 Antworten
Hallo, ich habe Einen Brother Drucker mit Scanner. Nachdem ich mit Hilfe der Community den Druck...
kiwix öffnet ZIM Datei nicht
Adrian Meyer, 13.02.2017 18:23, 1 Antworten
Hi, ich nutze Zim Desktop für mein privates Wiki. Fürs Handy habe ich mir kiwix heruntergelade...
registration
Brain Stuff, 10.02.2017 16:39, 1 Antworten
Hallo, Das Capatcha auf der Registrierungsseite von linux-community ist derartig schlecht gema...