Hoch hinaus
1,25-TByte-Array von Lacie
Fazit
Die Biggest S2S gehört zweifellos zu den schnellsten externen Festplatten, die sich Heimanwender noch leisten können. Preis und Funktionsumfang decken sich allerdings nicht ganz mit der Zielgruppe: Bedenkt man, dass eine 250-GByte-Festplatte bereits unter 100 Euro zu haben ist, verkauft Lacie das SATA-Gehäuse und die SATA-Erweiterungskarte deutlich zu teuer. Mindestens einen RAID-5-Controller hätte Lacie der Biggest S2S spendieren müssen. Die fehlende Linux-Unterstützung für die RAID-Konfiguration macht die Platte auch nicht besser.
Doch die Konkurrenz schläft nicht: So offeriert zum Beispiel der Münchner Storage-Spezialist N-Tec [5] beinahe zum selben Preis eine Lösung, welche die RAID-Level 0, 1, 3, 5 und 6 unterstützt und sich zudem komplett im Browser administrieren lässt. Für Heimanwender bietet Seagate eine 500-GByte-Disk mit eSATA-Interface an. Sie arbeitet zwar nicht ganz so schnell wie das RAID 0 von Lacie, kostet aber auch nur rund 300 Euro. Einen Test der Seagate-Platte lesen Sie im nächsten LinuxUser.
Glossar
JBOD
Just a Bunch Of Disks, nur eine Ansammlung von Platten. JBOD bedeutet streng genommen, dass das System anstelle des RAID-Verbundes alle 5 Platten als einzelne Festplatten anspricht. Manchmal spricht man aber auch von JBOD, wenn die Festplatten keinen richtigen RAID-Verbund darstellen, sondern nur einen großen Speicher (eigentlich: "Spanning"). Die Biggest S2S benutzt JBOD im ersten, eigentlichen Sinn.
Infos
[1] RAID-Grundlagen: Markus Nasarek, "Easy Raider", LinuxUser 04/2006, S. 42, http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/04/042-raid-basics/
[2] Bonnie++: http://www.coker.com.au/bonnie++/
[3] slow.c: http://www.jburgess.uklinux.net/slow.c
[4] Dawicontrol: http://www.dawicontrol.com
[5] N-Tec: http://www.netcgmbh.de



