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Reaktion vorprogrammiert

Wechselmedien einbinden mit Ivman

Videos abspielen

Auch die Art eines eingelegten Datenträgers kennt HAL – somit kann Ivman auch darauf reagieren. Wer will, dass sich nach dem Einlegen einer Video-DVD direkt ein Abspielprogramm öffnet, verwendet folgende Zeilen in der Datei /etc/ivman/IVmConfigActions.xml:

<ivm:Match name="hal.volume.disc.↩
type" value="dvd_rom">
    <ivm:Option name="execdvd" ↩
value="xine -f -g dvd:$hal.block.↩
device$" />
</ivm:Match>

Dieses Beispiel verwendet das Ivman-Kommando execdvd. Es führt die Anweisung hinter value= nur aus, wenn das Medium Daten im DVD-Format enthält. Kasten 2 erklärt die anderen Aktionsbefehle.

Kasten 2: Aktionsbefehle von Ivman

  • mount: Bindet neue Geräte ein oder verhindert dies über value="false" oder value="true"
  • mountoption: Optionen für den Befehl mount, beispielsweise nodev, nosuid, noexec oder noauto.
  • unlock: Der dazugehörige Parameter value=true verriegelt den Laufwerksschacht, value=false ermöglicht den Auswurf mittels des Knopfs am Laufwerk.
  • exec: Nach dem Einlegen eines Mediums wird ein Befehl ausgeführt.
  • execun: Nach dem Entfernen eines Mediums, beispielsweise eines USB-Sticks, wird ein Befehl ausgeführt.
  • execdvd: Enthält das Medium Daten im Media-DVD-Format, wird ein Befehl ausgeführt.

In diesem Beispiel öffnet Ivman dann den Multimedia-Player Xine direkt im Vollbildmodus. Die Reaktion lässt sich aber beliebig erweitern, beispielsweise um eine vorherige Nachfrage mittels des KDE-Programms KDialog. Stattdessen lassen sich auch die Alternative für Gnome Zenity oder beliebige andere Programme einbinden.

<ivm:Match name="hal.volume.disc.↩
type" value="dvd_rom">
    <ivm:Option name="execdvd" ↩
value="kdialog --yesno 'Video-DVD↩
 abspielen?' &amp;&amp; xine -f ↩
-g dvd:$hal.block.device$" />
</ivm:Match>

Nun öffnet sich beim Einlegen einer Video-DVD ein Fenster, das den Benutzer fragt, ob er sie direkt abspielen will (Abbildung 3). Bei einer bejahenden Antwort öffnet sich Xine, ansonsten passiert nichts und Ivman schreitet zum nächsten Eintrag der Konfigurationsdatei.

Der obige KDialog-Aufruf verwendet den Ausdruck &&. Er sorgt dafür, dass im Falle eines positiven Rückgabewerts von KDialog der darauf folgende Aufruf ausgeführt wird. Im XML-Format der Ivman-Konfigurationsdateien ersetzen Sie wie auch unter HTML das Sonderzeichen & durch den Ausdruck &amp;.

Abbildung 3: Ivman greift auf KDialog oder andere externe Programme zurück.

Ein kurzer Einblick

Ivman lässt sich noch wesentlich aufwändiger konfigurieren. Sämtliche Einträge, die lshal aufführt, dienen als mögliche Anlässe zu beliebigen Reaktionen. Lediglich Eigenschaften wie Lüfterdrehzahlen oder die Prozessortemperatur unterstützt Ivman noch nicht, das sehen die Entwickler erst für künftige Versionen vor.

Auch mit einigen Geräten arbeitet Ivman noch nicht zusammen, darunter externe USB-Festplatten und SD-Kartenleser. Hinweise auf nicht funktionierende Hardware werden auf der Ivman-Homepage [2] gesammelt. Da Ivman vor allem unter Gentoo Verwendung findet, diskutieren vor allem die Benutzer dieser Distribution in ihrem Forum über Probleme und Features von Ivman [5].

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