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Logitech diNovo Desktop

Mobile Maus

Die Dinovo-Komponenten funktionieren nicht nur mit dem Bluetooth-Dongle von Logitech zusammen, sondern auch mit anderen Bluetooth-Adaptern. So lässt sicht die Maus oder das Mediapad auch an einem anderen Bluetooth-fähigen Rechner benutzen. Am einfachsten funktioniert dies beim Mediapad.

Da sich das Gerät gleichzeitig nur an einem Rechner nutzen lässt, müssen Sie es erst am aktiven Computer abmelden. Dazu verwenden Sie den Befehl hidd --unplug <bt-adresse>, wobei <bt-adresse> durch die an der Unterseite des Mediapads zu findende Bluetooth-Adresse zu ersetzen ist. Danach drücken Sie auf den kleinen weißen Knopf, um das Gerät sichtbar zu machen, und geben auf dem neuen Rechner folgenden Befehl ein:

hidd -c <bt-adresse>

Als Ausgabe sehen Sie nun das erkannte Gerät.

Um auch die Maus in Betrieb zu nehmen, müssen Sie zusätzlich zu den oben genannten Schritten die Konfigurationsdatei des X-Servers editieren. Hier legen Sie zunächst eine zusätzliche Section "InputDevice" an. Dazu übernehmen Sie den Eintrag in Kasten 1, müssen aber unter "Identifier" einen anderen Namen eingeben, zum Beispiel "diNovoMX900". Anschließend fügen Sie im Abschnitt "ServerLayout" folgende Zeile ein:

InputDevice "diNovoMX900" "Send↩
CoreEvents"

Nach dem Neustart des X-Servers fügt nun hidd -c <bt-adresse> die neue Maus hinzu.

Ist in /etc/bluetooth/hcid.conf die Authentifizierung aktiviert, fordert Sie das Mediapad zur Eingabe des in /etc/bluetooth/pin gespeicherten Passwortes auf. Dies funktioniert bei der Maus nicht, da Sie über die Maus keine Zahlen eingeben können. Damit sich bei aktiver Authentifizierung auch die Maus anbinden lässt, müssen Sie den PIN-Code auf 0000 stellen.

Fazit

Mit dem Dinovo Bluetooth Desktop bietet Logitech ein gefälliges Design, zahlreiche Features und 5 Jahre Garantie. Trotzdem bleiben einige Schwachstellen: Ungelöst ist zur Zeit noch die Ansteuerung des LCD-Displays unter Linux. Logitech verwendet dazu HID-Reportfunktionen, will der Community aber keine weiteren Informationen liefern. Bluez-Entwickler Marcel Holtmann hat aber schon weite Teile der Kommunikation analysiert, sodass hier in naher Zukunft mit konkreten Ergebnissen zu rechnen ist.

Ein anderes Manko ist die kleine, aber deutlich zu spürende Initialisierungsverzögerung, nachdem Tastatur und Maus für einige Minuten nicht benutzt wurden. Vor allem beim Arbeiten auf der Konsole wirkt es sich störend aus, wenn nach der ersten Eingabe nichts geschieht, anschließend jedoch zwei Buchstaben auf einmal erscheinen. Auf der anderen Seite machen der angenehme Anschlag der Tastatur und die gelungene Platzierung der Sondertasten dieses Manko wieder Wett. Wenn Sie also knapp 250 Euro für einen Bluetooth-Adapter, inklusive Tastatur, Maus und Nummernblock ausgeben wollen, machen Sie mit dem Logitech Dinovo Bluetooth Desktop einen guten Kauf.

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Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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