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Antennenwald für jedermann

Fünf Sat-Empfangsantennen für normale und schwierige Installationen

Telewide Cybertenna

Die wohl weit und breit ungewöhnlichste Antenne lieferte Telewide AS aus Schweden (http://www.telewide.se). Die Cybertenna (Abbildung 2) funktioniert nach dem Prinzip der Sammellinse: Die 80cm große und 14cm dicke Scheibe bündelt die einfallenden elektromagnetischen Wellen, der Brennpunkt liegt fast einem Meter hinter der Linse. Im Gegensatz zum Parabolspiegel hat eine Linse einen deutlich größeren Öffnungswinkel bei nahezu gleicher Sammelwirkung.

So können Sie sehr viele und auch weit auseinander stehende Satelliten mit nur einer Antenne empfangen, sie müssen lediglich die zum Satelliten zeigenden LNBs auf dem Ausleger hinter der Linse entsprechend verschieben.

Für die Ausrichtung der gewaltigen und gewichtigen Antenne peilen Sie zunächst den hauptsächlich genutzten Satelliten an. Dessen LNB ist fest in der Mitte des Auslegers montiert. Anschließend verschieben Sie die übrigen LNBs auf der Halteschiene so lange, bis sie auf die gewünschte Satellitenposition zeigen. Bedingt durch die Lage des geostationären Orbits, er befindet sich ausschließlich über dem Äquator in einer Höhe von 36000 km, liegen alle Satelliten auf einer Geraden, Sie müssen also lediglich die Schiene mit den LNBs auf diese Gerade ausrichten – was spätestens mit Justieren des zweiten LNBs erfolgt.

Mit 350 Euro ist die Cybertenna die teuerste Antenne im Test und nur dann sinnvoll, wenn Sie mehr als zwei Satelliten empfangen wollen. Weitere Kosten entstehen, sollten Sie einen Multischalter für mehrere LNBs anschaffen müssen: Für bis zu vier LNBs und 8 Teilnehmern belaufen sich die Anschaffungskosten auf gut 1000 Euro.

Fazit

Es muss nicht immer eine Schüssel sein, eine formschöne Gartenlampe kann Mieter und Vermieter ebenfalls glücklich machen. Am billigsten sind jedoch nach wie vor die üblichen Parabolantennen: Die in Abbildung 1 links gezeigte 85cm-Parabolantenne kostet mit Vierfach-LNB nicht einmal 100 Euro. Auf einem Betonblock unterhalb der Brüstung montiert ist sie sogar eine mobile und damit zustimmungsfreie Anlage, die den Anblick der Hausfront nicht beeinträchtigt.

Abbildung 1: Alle Antennen wurden auf dem Balkon des Autors ausprobiert. Links ist ein herkömmlicher Offset-Spiegel am Betonblock montiert, rechts oberhalb die Flachantenne von Telestar, unten in der Mitte die offene Cubsat, rechts unten der offene Digiglobe und oben die Technisat Digidish 33.

Abbildung 2: Die Telewide Cybertenna bietet einen sehr ungewöhnlichen Anblick: Die LNBs sind hinten aufgehängt und zeigen in Richtung des Satelliten, da die große Scheibe als Sammellinse wirkt. Damit lassen sich auch sehr weit auseinanderstehende Satelliten empfangen.

Tabelle 1: Sat-Antennen für alle Fälle

Hersteller: Cubsat Digiglobe Technisat Telestar Telewide
Modell: 50 43 Digidish 33 Digitenne Cybertenna
Bezugsquelle: Precon http://www.precon.com Precon http://www.precon.com Saturn-Hansa http://www.saturn.de Fachhandel Precon http://www.precon.com
Antennengröße (BxH) [cm]: 34 x 45 43 35 x 37 48 x 48 80
Sat-Anschlüsse: 1 1 1 1 4
Preis: ca. 200 Euro ca. 180 Euro ca. 35 Euro ca. 150 Euro ca. 350 Euro
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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


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LinuxUser 06/2012

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