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Fünf Sat-Empfangsantennen für normale und schwierige Installationen

Technisat Digidish 33

Bei der Digidish 33 handelt es sich um einen herkömmlichen Parabolspiegel mit einer Größe von 35 x 37 cm (Abbildung 1, rechts oben). Ihr Aufbau war nach der Cybertenna der umständlichste: Technisat verwendet ohne Not vier unterschiedliche Schraubentypen (Kreuzschlitz, Schlitz, Inbus und Sechskant), bei allen anderen Herstellern waren es maximal zwei, zudem sorgten das weiche Material und der U-förmige Ausleger für Ärger.

Eine Masthalterung gibt es lediglich als Zubehör, ab Werk kommt die Digidish nur mit einer Wandhalterung. Schrauben und Dübel gibt es jedoch nicht: "Wegen der Vielfalt an Mauerwerken liegt der Lieferung kein Befestigungsmaterial zur Montage des Wandhalters bei." Nun, einfache Spreizdübel und Holzschrauben dürften in den meisten Fällen völlig ausreichen und würden dem Kunden eine Fahrt in den nächsten Baumarkt ersparen.

Ebenfalls nicht im Testpaket enthalten war der auf der Verpackung und im Handbuch versprochene 10-Meter-Ring Koax-Kabel mit Steckern – Sie sollten beim Kauf also auf jeden Fall den Inhalt prüfen, um zu Hause keine Überraschung zu erleben.

Die Verarbeitungsqualität konnte nicht überzeugen, so enthielt eine Bohrung im Reflektor sogar überlackierte Bohrspähne. Den Reflektor dürfen Sie nur ganz lauwarm an der Halterung festziehen: Das Material ist so weich, dass Sie es sonst mit dem Schraubenschlüssel mühelos zusammenquetschen – dann stimmt der Winkel zum Single-LNB am Feed-Arm nicht mehr.

Auch der U-förmig gebogene Ausleger zum Wandhalter bereitete Probleme: Das Rohr war elliptisch geformt, so dass sich das Rohr beim Festziehen der einzigen Inbus-Schraube an der Schüssel oder am Wandhalter das Rohr verdreht – und damit die Schüssel verstellt.

Insgesamt konnte die Digidish nicht überzeugen, der Preis von 35 Euro rächt sich in der Qualität. Sie ist im Test die Antenne mit dem kleinsten Reflektor und bietet daher auch die geringsten Signalreserven bei schlechtem Wetter.

Telestar Digitenne

Bei der Digitenne (Abbildung 1, oben in der Mitte) gibt es keinen Reflektor, in der 48 x 48 cm großen Fläche sind die Empfangselemente eingebaut. Auf der Rückseite des nur 3cm starken Empfangsfelds befindet sich der Empfangsteil, ein Flansch-Single-LNB genau wie beim Digiglobe. Mit knapp 150 Euro ist die Digitenne auch etwa gleich teuer.

Anders als Offset-Antennen wird die Digitenne direkt auf den Satelliten ausgerichtet, die Fläche hat also einen Winkel von etwa 35 Grad. Die Empfangsleistung entspricht in etwa der einer 50cm-Offset-Schüssel, damit bietet die Digitenne mehr Reserven für Schlechtwetter. Problematisch ist eigentlich nur der Winter, am besten montieren Sie die Digitenne so, dass Sie eventuell anhanftenden Schnee hin und wieder herunterwischen können.

Eine Version mit Dual-LNB gibt es von Telestar nicht. Wer eine Flachantenne für für mehrere Teilnehmer sucht, sei auf die Kathrein BAS-63 verwiesen. Die hat zwei Breitband-Sat-Anschlüsse, über die sie sowohl High- als auch Low-Band gleichzeitig überträgt. Zusammen mit der Weiche UWS-79 von Kathrein wird daraus eine vollwertige Digitalanlage, die sich auch mit Multischaltern kaskadieren lässt.

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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