Kurz notiert
Die Verknüpfung von Kommandozeilenbefehlen durch sogenannte Pipes ist eine der mächtigsten Funktionen einer Linux-Shell. Dabei weiß der Anwender allerdings oft nicht, wie weit die Befehlsfolge schon abgearbeitet wurde. Die Lösung naht in Form des Pipe Viewer (http://www.ivarch.com/programs/pv.shtml).
Das kleine Programm, das der Benutzer in die Kette der durch Pipes verknüpften Befehle integriert, beobachtet den Datendurchsatz und gibt je nach Konfiguration die aktuelle Übertragungsrate, Anzahl der bereits übertragenen Bytes oder die benötigte Transferzeit aus. Besonderes interessant ist die Möglichkeit mit Pipe Viewer eine maximale Durchsatzrate für die jeweilige Pipe festzulegen. Auf diese Weise lässt sich die Systemlast besser verteilen.
Ursprünglich als java-basierter FTP-Client geplant, entwicklete sich JFtp (http://j-ftp.sourceforge.net/) im Laufe der Zeit zum Alleskönner im Bereich Dateitransfer. Dabei beschränkt sich das Programm schon längst nicht mehr auf das FTP-Protokoll.
Neben FTP unterstützt er mittlerweile die Protokolle SFTP, NFS und SMB, und die SMB-Implementierung beherrscht sogar das Durchsuchen von Netzwerken. Bei dieser Funktion zeigt er alle Rechner im Netzwerk an, auf denen Dateien oder Drucker freigegeben wurden. Verfügt der Anwender über eine gültige Zugangsberechtigung, kann er auf diese Freigaben zugreifen.
Nach erfolgreichem Verbindungaufbau erscheint die Freigabe als Reiter im Remote-Connection-Fenster. Mit diesem Verfahren verwaltet der Client gleichzeitig mehrere Verbindungen mit unterschiedlichen Protokollen. Der Benutzer wählt einfach auf dem entfernten Rechner die zu übertragenden Dateien aus. Dabei ist ein rekursiver Download durch mehrere Verzeichnisse möglich.
Im Gegensatz zu vielen anderen FTP-Programmen unterstützt das Programm aber ebenso den rekursiven Upload von Dateien. Ist das Datenvolumen zu groß, lassen sich die Dateien vorher noch zu einem ZIP-Archiv zusammenpacken.
JFTP bietet darüberhinaus die Möglichkeit, bei FTP-Verbindungen alle ausgewählten Dateien in einer Warteschlange bis zum Beginn der eigentlichen Übertragung abzulegen. SMB-Verbindungen bieten diese Option nicht. Zudem lässt sich ein begonnener SMB-Transfer nicht mehr manuell beenden. Wer alos nicht über eine Flatrate oder Standleitung verfügt, verwendet deshalb besser weiterhin das FTP-Protokoll.
Wem Emacs oder Vi zu mächtig und Pico oder Joe zu spartanisch sind, um gelegentlich Dateien zu editieren, für den ist mp http://www.triptico.com/software/mp.html) genau der richtige Editor. Trotz seines geringen Ressourcenbedarfs verfügt er mit Syntax-Hightlighting und einer Suchroutine, die reguläre Ausdrücke unterstützt, über alles, was man für kleinere Editier- und Programmieraufgaben benötigt. Ein Makro-Rekorder und die Fähigkeit, mehrere Dateien gleichzeitig zu bearbeiten, runden das positive Gesamtbild ab.
Entwickelt wurde mp Anfang der Neunziger, damals noch für DOS, da dem Entwickler ein Editor fehlte, der in der Lage war, mehrere Dokumente in separaten Fenstern zu verwalten. Mittlerweile wurde das Programm auch nach Windows portiert und sogar eine Version für den Zaurus von Sharp existiert. Wer sich also für den mp entscheidet, hat seinen Lieblings-Editor überall zur Hand.
Für Freunde von Weltraumabenteuern tritt mit Epiar (http://epiar.net/) ein weiteres Spiel dieses Genres auf den Plan. Es besticht vor allem durch seine hervorragende Grafik. Die Spielidee und Umsetzung erinnert ein wenig an eine Mischung aus den Weltraumklassikern Elite und Asteroids.Der Spieler beginnt als einfacher Pilot und kann zwischen drei verschiedenen Missionstypen wählen. Nach kurzem einleitenden Briefing beginnt auch schon die Mission. Besonders die Steuerung via Tastatur ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Da der Raumgleiter keine Bremsraketen besitzt, die Entwickler aber die Massenträgheit im Raum berücksichtigen, schießt man anfangs öfter über das Ziel hinaus.
Nach kurzer Zeit hat der Spieler aber den Bogen raus und spätestens dann entfaltet Epiar einen Reiz und sein Suchtpotential. Auch wenn noch einige Funktionen fehlen, ist Epiar ein netter Zeitvertreib.
Intel hat die Entwicklung eines Linux-Treibers für Centrino-Chips http://www.intel.com/products/mobiletechnology/centrino/ wieder aufgenommen. Die eigentlich schon für das zweite Quartal 2003 geplante Einführung des Treibers wurde wiederholt verschoben und die Entwicklung schließlich eingefroren.
Als Alternative blieb dem Anwender nur der Einsatz sogenannter NDIS-Wrapper, um die integrierten WLAN Karten zu betreiben. Einen neuen Erscheinungstermin für den Treiber nannte Intel noch nicht, jedoch soll eine properitäre Version in Kürze verfügbar sein. Zu einem späteren Zeitpunkt ist auch eine überarbeitete, quelloffene Version geplant.
Notebooks mit Centrino-Label müssen neben einem stromsparenden Pentium-M-Prozessor und einem Chipsatz aus der i855-Familie mit Intels hauseigenem WLAN-Modul Pro/Wireless 2100 oder 2200 ausgestattet sein. Unter Linux sind die Intel-WLAN-Module bislang nicht zu gebrauchen.