Hardware

01.10.2003

Set-Top-Box von Panasonic mit Linux

Abbildung 1: Jetzt billiger: Digital-Receiver von Panasonic

Kennen Sie MHP? "Multimedia Home Platform" ist ein neues Buzzword, das Verkäufe anheizen soll – und eine Beschreibung für Digital-Empfangsgeräte. Dabei handelt es sich um die Weiterentwicklung des Satellitenfernsehens mit Zusatzdiensten, die aus der Computer-Welt stammen. Moderne Geräte empfangen alle möglichen Arten von Daten über Satellit statt über das Internet und nutzen so wertvolle Zusatzdienste wie Online-Fernsehzeitungen oder den immer wieder aufs Neue erfrischenden Versand digitaler Grußfotos. Ein solches Gerät hat Panasonic unter der Bezeichnung TU-MSF100 im Angebot und – wie der Konzern auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin bekanntgab – kräftig runderneuert. Das Besondere an dem Gerät ist, dass es mit einem modifizierten Linux-Betriebssystem läuft. Gut ist, dass Panasonic den Verkaufspreis von über 460 Euro auf 350 Euro gesenkt hat.

Schnelles WLAN für Linux

Abbildung 2: Jetzt ausgereizt: Schnelle WLAN-Produkte, wie der D-LINK Access Point DWL-2000AP

Die neue Generation der WLAN-Devices, die mit 54 MBps deutlich mehr Datendurchsatz ermöglichen, als die älteren 11-MBps-Geräte, wurden bislang nicht von Linux unterstützt. Das ist jetzt vorbei: Mit den neuen Treibern für Intersil- und Atheros-Chips kann Linux künftig auch die schnellen Produkte gängiger Firmen wie D-LINK, Netgear und SMC ausreizen. Noch sind die Treiber im Beta-Stadium; ob sie in die Distributionen von SuSE, Red Hat und Mandrake Eingang finden, die ab Oktober erwartet werden, ist offen.http://ruslug.rutgers.edu/~mcgrof/802.11g/http://sourceforge.net/projects/madwifi/

Mit Linux telefonieren

Abbildung 3: Jetzt im Gespräch: Linux-Mobiltelefone; hier das Motorola A760

Dass Linux im Embedded-Bereich konkurrenzfähig ist, spricht sich auch bei den Herstellern von Mobiltelefonen herum. So setzt das Modell A760 von Motorola bereits auf das freie Betriebssystem – und ist damit eine echte Frei-Sprech-Einrichtung. Das Gerät kombiniert Telefon, PDA, Digicam und Mediaplayer (Video und MP3) und hat eine Bluetooth-Schnittstelle.

Flexibel zwischen Notepad und Notebook

Abbildung 4: Jetzt auf dem Tablett: Linux PaceBook

Vom technischen Ansatz her ausgesprochen interessant, teilten alle Notepads bisher das Schicksal der meisten Notebooks: es gab Sie nur mit vorinstalliertem Windows. Wer auf Linux schwor, musste die Katze im Microsoft-Sack kaufen und hoffen, dass er sein Wunschbetriebssystem irgendwie installiert bekam – mit dem Risiko, dass die Hardware nicht unterstützt wird. LinuxLand verkauft seit neuestem das PaceBook Pen PC mit vorinstalliertem SuSE Linux 8.2 Professional. Das Gerät besteht aus einer Display- und einer Tastatureinheit und kann als Tablet PC, Notebook oder auch – dank Infrarotverbindung – völlig getrennt benutzt werden. Der Preis der Exklusivität: 3.250 Euro. Dafür bekommt man eine stromsparende Transmeta-Crusoe-CPU mit 867 MHz. (Fred Andresen/agr) http://www.linuxland.de/katalog/18_hardware/pacebookpro/framify

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