Bei Tux zu Hause
Zwei Linux-Rechner im Test
Gute Ausstattung
Das Testgerät mit 512 MB DDR-RAM, einer 80-GB-Festplatte von Seagate, Diskettenlaufwerk und DVD-ROM-Laufwerk, kam ohne Betriebssystem in die Redaktion. Deltatronic installiert auf Wunsch das aktuelle SuSE Linux 8.2, das wir zum Test selbst aufspielten.
Die Verarbeitung des Silentium ist gut. Leider verwendet Deltatronic normale UATA- und ATA-Flachbandkabel für Festplatte und DVD-Laufwerk, die den sowieso schon geringen Luftstrom noch einmal bremsen. Wir hätten an dieser Stelle Rundkabel bevorzugt. Das Chieftec-Gehäuse ist gut gewählt, mit Laufwerksschienen, entriegelbarem Laufwerkskäfig und leicht zu öffnender Seitentür ist es besonders Service-freundlich.
Die Hardware des Silentium wird ohne größere Probleme erkannt, wie üblich fehlte der DMA-Modus beim DVD-ROM-Laufwerk. Einzig bei der X-Einrichtung mussten wir eingreifen: SuSE betreibt die ATI Radeon 9000 zur Sicherheit ohne 3D-Unterstützung, wir schalteten den 3D-Support daher von Hand ein – Probleme gab es in der Praxis damit nicht.
Problematisches ACPI
Die Linux-Unterstützung für ACPI ist beim Asus-Mainboard des Silentium leider nicht so gut wie beim Vobis-PC: Sie funktioniert nur unter der Text-Konsole und dort auch nur ein mal, danach wacht der Rechner nicht wieder auf. Dafür ist das Skript pcsleep überflüssig, zum Einschlafen reicht die Eingabe von:
sleep 1; echo "1" > /proc/acpi/sleep
Das vorangestellte sleep ist übrigens wichtig, andernfalls schläft der Rechner wegen Tastatur-Aktivitäten gar nicht erst ein.



