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MoviX2 verwandelt den PC in ein Multimediagerät

Bedienung!

Sofern der Start erfolgreich war, erscheint die Oberfläche des Ihnen vielleicht schon bekannten MPlayer. Er dient in MoviX2 als Schaltzentrale und lässt sich analog zu einem Videorekorder bedienen. Alle weiteren wichtigen Optionen erreichen Sie, indem Sie mit der rechten Maustaste auf seine Oberfläche oder das Logo im Hintergrund klicken. Auch wenn später der Film läuft, erreichen Sie über diese Taste immer wieder ein Menü mit zentralen Funktionen.

Um im ersten Schritt die MoviX2-CD auszuwerfen, wählen Sie im angesprochenen Menü den Punkt Eject CD. Entnehmen Sie die CD und legen Sie Ihre Film-DVD ein. Über Open.../Play DVD... starten Sie die Wiedergabe. Erscheint kein Bild, sind Sie ein Opfer der fehlenden DVD-Menüunterstützung geworden. Wählen Sie in diesem Fall das abzuspielende Kapitel manuell an.

Bei Fehlern in der Ton- oder Videoausgabe werfen Sie einen Blick in die Einstellungen (im Menü der rechten Maustaste unter Preferences). Dort legen Sie explizit fest, an welchen Treiber der Kernel die Audio- und Videodaten leitet.

Was macht man damit?

Auf den ersten Blick erscheint es nicht besonders sinnvoll, ein Linux-System zu entwerfen, das sich von CD starten lässt und lediglich den MPlayer mitbringt. Schließlich hat man doch ein bereits installiertes Linux, auf dem sich diese Abspiel-Software ebenfalls einrichten lässt.

Damit sind wir wieder beim anfänglichen Problem: In unserem Heimkino ersetzen wir den DVD-Player durch einen leisen Computer mit MoviX2. Gleichzeitig kann er den CD-Player der Stereoanlage ablösen, wodurch sogar das Abspielen der MP3- und Ogg-Sammlung möglich wird.

Für diesen Einsatz empfehlen sich ein leiser PC und eine Grafikkarte mit TV-Ausgang. Dabei sollte man darauf achten, dass letzterer auch unter Linux den Fernseher nicht im Dunkeln stehen lässt. Da bei MoviX2 sämtliche Arbeiten vom Prozessor übernommen werden, kann man ruhig zu einer etwas billigeren Karte ohne Lüfter greifen.

Dank MoviX2 ist die Festplatte arbeitslos, so dass durch ihren Ausbau der Geräuschpegel weiter gesenkt werden kann. Beim Prozessor kommt man allerdings nicht um einen Ventilator herum – der Leistungshunger von MoviX2 fordert hier seinen Tribut. Zwar ist laut Homepage eine ruckelfreie Wiedergabe von Videos bereits ab einem Pentium I 166 MHz möglich. Zumindest für DVDs können wir das aber nicht bestätigen: Im Test brauchte es schon eine 2-GHz-CPU.

Genau wie beim Gehäuselüfter sollten Sie auch für den Prozessor zu besonders leisen Exemplaren greifen. Eine geeignete Gehäusedämmung beruhigt den PC weiter (zu beziehen z. B. unter [3] oder [4]). Mit einem solchen System lassen sich die selbst gedrehten Urlaubsfilme bedenkenlos per DivX auf CD archivieren und am heimischen Fernseher vorführen.

Wer an weiteren Informationen rund um ein solches System interessiert ist, sollte einen Blick auf die Homepage von MoviX werfen. Dort existiert ein Link zum Forum MoviX Box, das Fragen rund um dieses Thema behandelt [1].

Abbildung 2: Die MoviX-Homepage

Abbildung 3: Das Forum "MoviX Box" behandelt Fragen rund um den Aufbau eines Computers als DVD-Player-Ersatz

Auch eine Wiedergabe außer Haus wird radikal vereinfacht: Nach dem Booten von MoviX2 legt man das entsprechende Medium ein und wählt die Wiedergabe. Wie bereits angesprochen, wird dabei das Betriebssystem des Gastrechners nicht verändert. Das ist übrigens auch im Büro eine verlockende Methode – selbstverständlich nur für Geschäftspräsentationen.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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LinuxUser 06/2012

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