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Portables Kino

MoviX2 verwandelt den PC in ein Multimediagerät

01.04.2003 Suchen Sie für den perfekten Heimkinogenuss ein System, mit dem sich ohne viel Aufwand fast beliebige Medien abspielen lassen? Das Ganze soll noch unter Linux laufen und auch exotische Filmformate unterstützen? MoviX2 ist ein Kandidat.

Im Wohnzimmer des wahren Heimkinofans ist schon lange ein DVD-Player Pflicht. Die erhältlichen Geräte prahlen in den Händlerregalen mit niedrigen Preisen und einer immer größeren Funktionsvielfalt. Spätestens, wenn man aber den letzten Urlaubsfilm auf eine silberne Scheibe pressen möchte, tauchen die ersten Probleme auf.

So bewegen sich die Preise von DVD-Videorekordern jenseits der Schallgrenze, DVD-Brenner für den PC betreten erst so langsam bezahlbare Regionen, und auf normale CD-ROMs lässt sich der Film beim besten Willen nicht quetschen.

Abhilfe könnte das stark komprimierende DivX-Format bieten, das aber wiederum die meisten DVD-Player nicht wiedergeben können. Hat man sich dennoch für eine Spezialkompression und somit eine reine Wiedergabe am PC entschieden, schlägt bei einer Vorführung außer Haus wieder einmal Murphys Gesetz zu: Dort werkelt unter Garantie ein Betriebssystem, das ausgerechnet das gewählte Format nicht wiedergeben kann.

Die Lösung

Die genannten Probleme versucht das Projekt MoviX zu lösen. Dabei handelt es sich um ein Linux-System, das vollständig von CD startet. Über eine einfache Benutzerschnittstelle ermöglicht es die Wiedergabe einer Vielzahl von Audio- und Video-Dateien. Ein bereits auf dem Computer installiertes Betriebssystem wird dabei nicht angetastet. Somit läuft MoviX auch auf Rechnern ohne Festplatte.

Um eine Konfiguration oder umständliche Installationsroutinen braucht man sich ebenfalls nicht zu kümmern. Wer einen Videorekorder bedienen kann, sollte auch mit MoviX zurecht kommen.

Vorbereitungen

Unter [1] findet man MoviX in zwei Geschmacksrichtungen. Das ursprüngliche MoviX-Projekt geht von einem fertigen Film auf der Festplatte aus. Dieser wird anschließend zusammen mit dem MoviX-System auf eine CD gebrannt. Sobald man den Computer von der fertigen Scheibe neu startet, wird der Film automatisch abgespielt.

Das zweite Projekt, um das es in diesem Artikel hauptsächlich geht, trägt den Namen MoviX2 und ist etwas universeller ausgelegt. Im Gegensatz zu MoviX wird es solo auf eine CD gebrannt. Nach seinem Start spielt das System beliebige CD- und DVD-Medien ab. Die Steuerung erfolgt über eine Benutzeroberfläche im Stile eines DVD-Players. Wie Sie sehen, ist die Namensgebung etwas unglücklich gewählt: Bei MoviX2 handelt es sich nicht um den Nachfolger von MoviX, sondern um ein eigenständiges Projekt.

Bitte beachten Sie, dass sich MoviX und MoviX2 noch in einer relativ frühen Entwicklungsphase befinden. Auf die sich daraus ergebenden kleinen Macken werden wir im Folgenden noch zu sprechen kommen.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter www.tim-schuermann.de.


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