Neuer Indianer
Web-Server Apache 2
Apache starten
Wenn Sie die Konfigurationsdatei zusammengestellt und nach /etc/httpd kopiert haben, wird es spannend: Rufen Sie Apache das erste Mal auf!
Apache enthält ein Skript namens apachectl, das die Kommunikation mit dem Server erleichtert. Es wird immer von root aufgerufen und erlaubt es beispielsweise, die grammatikalische Korrektheit Ihrer Konfigurationsdatei zu testen:
# /usr/local/apache2/bin/apachectl configtest Syntax OK
Anschließend starten Sie den Server:
# /usr/local/apache2/bin/apachectl start /usr/local/apache2/bin/apachectl start: httpd started
Wichtig: Aus Geschwindigkeitsgründen schreibt Apache Protokoll- und Fehlermeldungen nicht ins Syslog, wie das unter Linux sonst üblich ist. Stattdessen werden eigene Protokolldateien gepflegt, die unter /usr/local/apache2/logs oder an einer speziell konfigurierten anderen Stelle liegen.
Sollten Sie die Konfigurationsdatei zwischendurch einmal ändern, müssen Sie das Apache mitteilen. Konvention unter Unix ist, dass dies durch Übermitteln des Signals HUP ("Hangup") erfolgt. Das funktioniert mit Apache zwar auch, ist aber etwas unpraktisch, weil dabei möglicherweise gerade bestehende Verbindungen zu Clients einfach abgebrochen werden. Freundlicher ist der so genannte graceful ("elegante") Neustart: Dabei werden alle bestehenden Verbindungen mit der alten Konfiguration abgearbeitet. Um neue Verbindungen kümmert sich jedoch ein neugestarteter Prozess. Sobald die alten Prozesse arbeitslos werden, verschwinden sie.
Der systemunabhängige Befehl für diesen eleganten Neustart nach Konfigurationsänderungen sieht so aus:
# /usr/local/apache2/bin/apachectl graceful /usr/local/apache2/bin/apachectl graceful: httpd gracefully restarted
Automatisch starten
Natürlich wollen Sie den Web-Server nicht nach jedem Reboot manuell aufrufen. Brauchen Sie auch gar nicht: Das beschriebene Programm apachectl erfüllt alle Anforderungen an ein Init-Skript. Integrieren Sie es als root durch einen Symlink einfach ins init.d-Verzeichnis:
cd /etc/ init.d ln -s /usr/local/apache2/bin/apachectl apache
Achten Sie darauf, dass init.d bei manchen Distributionen als /etc/rc.d/init.d anzusprechen ist. Nun wechseln Sie in die rc@L: *.d-Verzeichnisse der Runlevel, in denen Sie Apache nutzen wollen, und verlinken das Init-Skript (die Pfadangaben können wieder variieren):
cd /etc/init.d/ rc2.d ln -s ../init.d/ apache S99apache
In rc0.d, rc1.d und rc6.d legen Sie zudem einen entsprechenden Link namens K01apache an, der Apache beim (Re-)Booten und Wechseln in den Wartungsmodus stoppt.



