Geschnitten, programmiert und bedient
Digitaler Linux-Videorekorder im Eigenbau, Teil 3
Schneiderei
Eine der interessantesten Funktionen von VDR ist das Schneiden von Aufnahmen - sehr praktisch, um die lästige Werbung aus Filmen zu entfernen. Gleichzeitig spart es kostbaren Plattenplatz, in einem Spielfilm sind nicht selten über 30 Minuten respektive ein Gigabyte Werbung.
Allerdings wird nicht etwa die Werbung, sondern der Film herausgeschnitten - man markiert wie in Abbildung 6 zu sehen die Teile, die erhalten bleiben sollen und schneidet dann.
Die Schnittmarken werden im Wiedergabe-Modus mit der Taste 0 auf der Zehner-Tastatur gesetzt. Im Übersichtsbalken aus Abbildung 6 wird die Schnittmarke als senkrechter Strich angezeigt. Mit Bestätigung lässt sich der Balken dauerhaft einblenden, ansonsten erscheint er für eine Sekunde beim Setzen von Schnittmarken. Um eine Marke genau bei Beginn eines Werbeblocks zu platzieren, müssen Sie sie zunächst mit den Tasten 7 oder 9 anspringen. Welche Taste beim Neusetzen einer Marke zum Ziel führt, ist leider nicht definiert. Praktischerweise sollten Sie erst 9 versuchen und danach 7. Weiteres Drücken der beiden Tasten springt zur nächsten respektive vorherigen Schnittmarke. Ein roter Pfeil oben oder unten an der Marke zeigt, dass sie ausgewählt ist und mit den Tasten 4 und 6 verschoben werden kann.
Wie oben schon erwähnt wird mit den Schnittmarken ausgewählt, welche Bereiche beim Schneiden in die neue Datei kopiert werden sollen, sie werden mit einem roten Querbalken symbolisiert. Haben Sie versehentlich eine Schnittmarke zu viel gesetzt, springen Sie sie mit 7 oder 9 an und löschen Sie durch erneutes Drücken der 0. Haben Sie alle Marken gesetzt, wird der Schnittprozess mittels 2 gestartet. Sie brauchen nicht abwarten, bis das Schneiden abgeschlossen ist, sondern können sich inzwischen einen anderen Film oder das normale Fernsehprogramm ansehen, in dem Sie den Wiedergabemodus mit Zurück verlassen. Bei Bedarf lässt sich im Hauptmenü das Schneiden abbrechen.
Gelegentlich kann es zu Artefakten und Bildfehlern kommen, so lange der Übersichtsbalken eingeblendet wird. Das sind keine Aufnahmefehler sondern Störungen durch die Einblendung.
Damit endet der dritte Teil. Nächstes mal geht es um die Einbindung eigener Kommandos, die über die Fernbedienung angesteuert werden, sowie Tipps und Tricks zur Archivierung der Filme.



