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Geschicklichkeitsspiele Bit.Trip Runner 1 / 2

Er läuft und läuft und läuft …

Im kleinen Geschicklichkeitsspiel von Gaijin Games muss man lediglich zur rechten Zeit die richtige Taste drücken. Dieses eigentlich extrem simple Prinzip faszinierte derart viele Spieler, dass der Entwickler noch einen umfangreicheren zweiten Teil hinterher schob.

In Bit.Trip Runner läuft ein kleines Strichmännchen namens Commander Video pausenlos nach rechts. Sobald ein Hindernis auftaucht, lässt der Spieler es per Tastendruck ausweichen (Abbildung 1). Abhängig vom Hindernis ist dazu ein ganz bestimmtes Manöver notwendig. So muss der Held über einen Abgrund hinweg springen, Barrikaden eintreten oder unter fliegenden Minen hindurchschlittern. Sobald er mit einem Hindernis kollidiert, setzt ihn das Spiel automatisch an den Anfang des Levels zurück. Hat es Commander Video hingegen bis ins Ziel geschafft, geht es in einem neuen Level mit wesentlich fieser angeordneten Treppen, Plattformen und Monstern weiter.

Abbildung 1: Die Grafik von Bit.Trip Runner wirkt in Bewegung weniger karg und klotzig. Hier muss der Held nur über die Schutthaufen springen.

Sammelwut

Für jeden eingesammelten Goldbarren erhält der Spieler Punkte. Die liegen jedoch nicht immer direkt auf dem Laufweg, sondern verlangen häufig ein gefährliches Manöver. Wenn Commander Video es schafft, sich alle Goldbarren zu schnappen, darf der Spieler in einem Bonuslevel seinen Punktestand weiter erhöhen (Abbildung 2). Des Weiteren schweben in jedem Level noch insgesamt vier Multiplikatoren in Form von dicken rötlichen Kreuzen. Sobald sich der Held eines von ihnen greift, steigt das eigene Punktekonto noch schneller in die Höhe.

Abbildung 2: Die Bonuslevels erinnern optisch an das Videospiel Pitfall aus dem Jahr 1982.

Während der Held durch die Landschaft joggt, passt das Spiel die Musik dynamisch an das Geschehen an. Jede Aktion des Spielers quittiert Bit.Trip Runner zudem mit einem Ton. Es wirkt daher so, als würde der Spieler die Musik direkt beeinflussen. Insgesamt gilt es 33 Levels in drei verschiedenen Welten zu meistern. Am Ende jeder Welt wartet ein außergewöhnlich großer Gegner, dessen Angriffen Commander Video gezielt ausweichen muss.

Nachschub

Bit.Trip Runner war so erfolgreich, dass Gaijin Games einen zweiten Teil herausbrachte. Offiziell trägt das Sequel den Bandwurmtitel "Bit.Trip Presents Runner 2: Future Legend of Rhythm Alien". Selbst die Entwickler kürzen ihn jedoch schlicht mit Runner 2 ab.

Während der erste Teil in einer interessanten Klötzchenoptik daherkommt, präsentiert sich Runner 2 mit schicker 3-D-Comic-Grafik (Abbildung 3). Darüber hinaus gibt es erstmals auch eine kleine Hintergrundgeschichte: Zusammen mit seinen Superheldenkollegen ist Commander Video gerade auf dem Weg in die Hypersphäre, als der fiese Timbletot auftaucht. Der schleudert Commander Video mit einem merkwürdigen Strahl in eine fremde Welt. Um zu entkommen, muss das Strichmännchen wieder einmal das Schweißband hervorholen.

Abbildung 3: In Runner 2 gibt es für das Überspringen des stacheligen kleinen Monsters 1 000 Punkte. Rechts warten noch leicht zu ergatternde Goldbarren.

Anders als im ersten Teil gibt es in jedem Level einen so genannten Checkpoint (Abbildung 4). Sobald Commander Video diesen durchläuft, merkt sich das Spiel den aktuellen Punktestand. Sollte der Held anschließend mit einem Hindernis kollidieren, setzt ihn das Spiel an den Checkpoint zurück und stellt den alten Punktestand wieder her. So muss man nicht wieder komplett von vorne beginnen, wenn man kurz vor dem Ziel einen Fehler macht. Darüber hinaus verteilt das Spiel auch Punkte für verschiedene Aktionen, etwa wenn der Held einen Gegner erfolgreich überspringt.

Abbildung 4: Auch unter Runner 2 besitzt jede der drei Welten ihre ganz eigene Optik. Hier ein Checkpoint in der Karibik.

Runner 2 bietet insgesamt fünf Welten mit jeweils 14 regulären und fünf Bonuslevels. Des Weiteren kann sich der Spieler zahlreichen speziellen Herausforderungen stellen. So muss man etwa eine bestimmte Anzahl Gegner überspringen, versteckte Schlüssel finden oder mehrere Minuten lang am Stück tanzen. Letzteres hat Commander Video im zweiten Teil dazugelernt: Sofern gerade kein Hindernis wartet, legt er auf Tastendruck eine heiße Sohle aufs Parkett. Das sieht nicht nur urkomisch aus, es bringt auch Punkte ein. Allerdings kann der Held in dieser Zeit keine andere Aktion ausführen.

Für jede gelöste Herausforderung belohnt Runner 2 den Spieler – beispielsweise mit einem Kostüm für den Helden. Der läuft dann etwa wie in Abbildung 3 mit Kopfhörern oder in einem Tutu durch die Levels. Auch an vielen anderen Stellen beweist Runner 2 Humor: So präsentiert das Spiel bei jedem Start Werbung für ein total abgedrehtes Produkt.

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