Aktuelle Linux-Versionen starten dank verbesserter Bootprozesse in wenigen Sekunden, doch wenn das System in die grafische Darstellung wechselt und Sie schon den Mauszeiger sehen, dauert es noch eine ganze Weile, bis der Desktop und das Startmenü von KDE oder Gnome erscheinen – die Desktops sind zu sehr komplexen Ungetümen geworden, die zahlreiche Hintergrundprogramme starten, welche Sie nie zu sehen bekommen, die aber für das Funktionieren der Oberflächen notwendig sind.
Linux konnte man schon lange vor der Einführung von KDE und Gnome im Grafikmodus betreiben, und die Herren der Oberfläche nannten sich damals nicht "Desktop-Umgebungen", sondern Fenstermanager (oder englisch: Window Manager) – ihre Aufgabe war und ist es, das Arbeiten mit Fenstern zu erlauben, mehr nicht. Auch KDE und Gnome enthalten eigene Fenstermanager, bieten aber noch viel mehr Funktionen, die mit der Fensterdarstellung gar nichts zu tun haben.
Wer bereit ist, auf den Komfort der aktuellen Desktops zu verzichten, kann sich ein schlankes System konfigurieren, das schneller startet und auch bei der täglichen Arbeit – etwa beim Wechsel auf eine andere Arbeitsfläche – spontaner reagiert. Das kann nötig sein, um einen alten Rechner wiederzubeleben; und es ist auch auf aktuellen PCs hilfreich, wenn Sie mit maximaler Geschwindigkeit arbeiten möchten.
Wir stellen in diesem Artikel den Window Manager Icewm [1] und zusätzlich einige Dateimanager vor, die ebenfalls sparsam mit den Systemressourcen umgehen.
Was bleibt, was geht
Wenn Sie auf einen weniger leistungsfähigen Desktop wechseln, werden Sie auf einige gewohnte Features verzichten müssen – das kann auch ein Grund sein, um auf einen solchen Umstieg zu verzichten. Wir geben einen kurzen Überblick darüber, welche Funktionen Ihnen erhalten bleiben und
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