Know-how für die Kommandozeile

Shell-Tipps

Erfahrene Linux-Nutzer schwören auf flexible Kommandozeilentools, mit denen sich manche Aufgabe schneller bewältigen lässt als in grafischen Programmen. Wir stellen die wichtigsten Anwendungen vor, um auch Einsteiger zu einem Ausflug in die Shell zu ermutigen.

Tipp: Dateisystemtypen mit "df" anzeigen

Das Tool df gibt Auskunft über die Auslastung des Dateisystems und zeigt Informationen zum Festplattenplatz auf der Kommandozeile an. Tippen Sie einfach nur df, sehen Sie eine kleine Tabelle im Terminalfenster. Die erste Spalte zeigt den Namen der Gerätedatei, die zweite die Anzahl der 1-KByte-Blöcke, die auf der Partition vorhanden sind. Danach verrät das Tool, wie viele Blöcke belegt und frei sind. Die Angabe in Prozent dahinter gestaltet das Ganze etwas übersichtlicher. Die ganz rechte Spalte zeigt den Einhängepunkt (Mount Point) an.

Wer sich dafür interessiert, mit welchem Dateisystem die jeweiligen Partitionen formatiert sind, kann zusätzlich die Option -T beim Aufruf übergeben und findet die neue Spalte Typ dann fein säuberlich links zwischen Dateisystem und 1K-Blöcke einsortiert (Abbildung 1).

Abbildung 1: "df" zeigt auf Wunsch auch das Dateisystem der Partitionen an.

Tipp: Mutt: Schnell zur Standardmailbox wechseln

In der Voreinstellung öffnet der Mailclient Mutt die Standardmailbox. Bei den meisten Nutzern ist das /var/mail/benutzername. Damit nicht alles immer in der Inbox liegt, sortieren die meisten Benutzer ihre Post in weitere Mailboxen. Diese erreichen Sie über die Taste [C], gefolgt vom Namen des Folders. Drücken Sie [C] und danach zweimal [Tab], zeigt Mutt eine Liste der verfügbaren Mailboxen an. Der Mailclient für die Konsole bringt darüber hinaus eine praktische Abkürzung mit, um von einem Folder schnell zurück zur Inbox zu wechseln: Drücken Sie [C], geben Sie ! ein und bestätigen Sie mit [Eingabe].

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