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Der heiße Draht

Telefonieren leicht gemacht

Sehen und gesehen werden

Wengophone überträgt nicht als erstes und einziges Tool Videos, das können auch Ekiga und AMSN. Mit der Software legen Sie jedoch einfach los und müssen (gewöhnlich) keine Ports weiterleiten und freigeben.

Zunächst schließen Sie die Kamera an. Erkennt Linux diese, erzeugt es eine Schnittstelle wie /dev/video0, über die andere Programme mit der Kamera reden – Linux behandelt Geräte bekanntlich wie Dateien. Auch Wengophone greift über die Schnittstelle /dev/video0 auf die Kamera zu. Fehlt dem Kernel allerdings das passende Kernel-Modul zur Kamera, schafft Linux keine Schnittstelle, ergo findet Wengophone auch kein Gerät.

Die Software erkennt die Kamera gewöhnlich von selbst. Sie rufen den Menüpunkt Tools / Configuration (Werkzeuge / Konfiguration) auf und wählen im Video-Reiter Enable (Aktivieren) aus. Aus dem Drop-down-Menü suchen Sie die Videokamera heraus, im Bereich darunter legen Sie die Qualität des Streams fest. Steht Ihnen wenig Bandbreite zur Verfügung, sollten Sie die schlechteste Qualität wählen (Abbildung 6). Speichern Sie die Einstellungen abschließend über Save. Um zu testen, ob die Kamera funktioniert, wählen Sie die Nummer 334: Sie hören einen kurzen französisch- und englischsprachigen Text, dann erscheint das Videobild und darin im Kleinformat noch ein zweites Videobild (Abbildung 7). Die Bild-in-Bild-Ansicht sehen Sie auch, wenn Sie mit einer anderen Person kommunizieren. Das große Bild zeigt Ihren Gesprächspartner, im kleinen Bild erscheinen Sie. Um die Kamera im laufenden Betrieb ein- und auszuschalten, klicken Sie auf das Kamera-Icon rechts oben in der Werkzeugleiste.

Tipp

Wahlweise integrieren Sie die Regler für Kamera und Mikrofon über den Menüpunkt Tools / Show Panels (Werkzeuge / Zeige Schaltflächen) in die normale Wengophone-Oberfläche.

Abbildung 6: Unterstützt der Linux-Kernel Ihre Kamera und funktioniert sie in anderen Anwendungen, erkennt sie Wengophone auch.

Abbildung 7: Video mit Wengophone: Das große Bild zeigt Ihren Gesprächspartner, im kleinen Bild sehen Sie sich selbst.

Ferner liefen

Damit stößt Wengophone noch nicht an seine Grenzen. In Mehrpersonenhaushalten richten Sie unterschiedliche Profile ein. Über Wengo / Change Profile (Profil wechseln) laden Sie das Profil eines anderen Benutzers. Einen Conference Call (Konferenzschaltung) initiieren Sie über das Aktionsmenü. Wählen Sie Create Conference Call und geben Sie in das sich öffnende Fenster die beiden gewünschten Nummern ein (Abbildung 8). Wengophone wählt zuerst die obere Nummer. Nimmt jemand ab, klicken Sie auf OK und die Software wählt die zweite Nummer. Daran scheiterte sie im Test allerdings, möglicherweise arbeitet dieses Feature in der fertigen Version korrekt.

Abbildung 8: Leider funktionierte die Konferenzschaltung nicht. Beim Wählen der zweiten Nummer zeigte Wengophone nur einen Fehler an.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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