Das Foto auf Abbildung 1 (rechts) zeigt den Bamberger Dom von innen. Viele Details, vor allem an der Decke, sind durch die dunkle Aufnahme kaum zu erkennen. Durch manuelles Nachregeln der Farbwerte gelangen Sie zu einem vergleichbar guten Ergebnis: Das Deckengewölbe wird besser sichtbar.
Öffnen Sie den Dialog Farbwerte, indem Sie im Bildmenü Ebene / Farben / Werte wählen. Achten Sie darauf, unter Kanal die Option Wert auszuwählen und die Vorschau-Funktion zu aktivieren. Im oberen Bereich (Quellwerte) sehen Sie unter dem Schwarz-Weiß-Verlauf drei kleine Regler in Dreiecksform. Um dunkle Schattenbereiche eines Bilds aufzuhellen, verwenden Sie den mittleren und den rechten Regler. Ziehen Sie zunächst den mittleren Regler leicht nach links, um die Schatten aufzuhellen. Sollte das Bild dadurch zwar heller, die Farben aber trüber werden, ziehen sie den rechten Regler ebenfalls nach links. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, damit das Bild nicht unnatürlich hell wird. Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, beenden Sie die Nachbesserung, indem Sie auf OK klicken.
In diesem Tipp erzeugen sie auf die Schnelle einen Text mit Chromeffekt.
Nun verleihen Sie dem Ganzen die Chromoptik, indem Sie über Werkzeuge / Farben / Kurven den Dialog Farbkurve aufrufen. Hier ist ein wenig Feingefühl gefragt: Aktivieren Sie die Vorschau und beobachten Sie jede Änderung, damit das Ergebnis möglichst optimal wirkt. Versuchen Sie, eine Kurve wie in Abbildung 2 zu erzeugen. Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, führen Sie die Aktion aus, andernfalls brechen Sie den Vorgang ab und rufen den Dialog neu auf.
Haare freizustellen, ist eine Kunst für sich: Um eine Person und deren Haarpracht optimal vom Bildhintergrund zu lösen, sind viel Geduld und Spaß an der Sache nötig. In diesem Tipp verraten wir Ihnen, wie Sie auch ohne aufwendiges Hantieren mit verschiedenen Auswahl- oder Pfadwerkzeugen ein annehmbares Ergebnis beim Freistellen von Haaren erhalten.
Gleich vorweg müssen wir jedoch erwähnen, dass Sie mit dieser Methode nur richtig gute Resultate erhalten, wenn das Originalfoto ideale Kontraste aufweist. Am besten eignet sich dabei ein möglichst einfarbiger Hintergrund, vor dem sich die Person gut abhebt.
Zum Abschluss stellen Sie den Ebenenmodus der Ebene mit dem neuen Hintergrund auf Multiplikation. Das hat den Vorteil, dass die feinen Haarsträhnen, die durch die Bearbeitung nicht berücksichtigt wurden, leicht durchscheinen und somit eine bessere Optik liefern (Abbildung 4). Abhängig davon, welchen Hintergrund Sie auswählen, können Sie dadurch mögliche Farbdifferenzen an den Rändern abschwächen. Sollte das noch nicht das gewünschte Resultat liefern, fahren Sie einfach mit dem Weichzeichnenwerkzeug ([I]) nochmals die Kanten ab.
Als Fortsetzung des vorhergehenden Tipps ergänzen Sie noch fehlende Haare: Dabei verwenden Sie für runde Haarspitzen das Pinselwerkzeug mit der 1-Pixel-Spitze.
Benötigen Sie für dünnere Haare ein passendes Werkzeug, erstellen Sie einen eigenen Pinsel: Erzeugen Sie zunächst ein neues Bild in der Größe 50 x 50 Pixel. Mit dem 1-Pixel-Stift tragen Sie ein paar Punkte in Kreisform innerhalb des Bildes auf. Verkleinern Sie anschließend das Bild über Bild / Skalieren auf eine Größe von circa 30 x 30 Pixel und sichern Sie das Ergebnis im Format .gbr (GIMP Pinsel). Den eben erstellten Haarpinsel schieben Sie in das Gimp-Verzeichnis, in dem sich die übrigen Pinsel befinden (z. B. /opt/gnome/share/gimp/2.0/brushes/). Rufen Sie anschließend den Pinseldialog auf (Datei / Dialoge / Pinsel) und aktualisieren Sie die Liste über den Button Pinsel neu laden.
Nun wählen Sie Ihren selbst erstellten Haarpinsel aus und ergänzen damit in der passenden Farbe fehlende Haare oder bessern Stellen am Kopf nach. Die hier beschriebene Variante ist besonders für das Zeichnen längerer Haarsträhnen geeignet. Falls Sie nur kurze Haarspitzen benötigen, hilft es, eine Pinselspitze mit einem einzelnen, kurzen Haar zu erstellen.
Wenn Sie zusätzlich mit mehreren Ebenen arbeiten und leicht unterschiedliche Farben verwenden, erreichen Sie durch die Farbabweichungen eine recht realistische Frisur.
Auf vielen Webseiten findet man Logos mit einem Spiegeleffekt. Um ein solches Logo zu erstellen, positionieren Sie das gewünschte Motiv auf einer transparenten Ebene, die mindestens doppelt so hoch ist wie das Original.
Anschließend reduzieren Sie noch die Deckkraft der Ebene auf etwa 40 Prozent.
Der Spiegeleffekt ist damit fertig; zum Abschluss vereinen Sie die Ebenen noch nach unten. (hge)