Windows 7 Sünden

Windows 7 Sünden

Free Software Foundation macht gegen Windows 7 mobil

26.08.2009
Mit einer speziellen Website weist die FSF auf Probleme mit Windows 7 und proprietärer Software allgemein hin. 499 der 500-Forbes-Gelisteten erhielten nach Angabe der Free Software Foundation (FSF) außerdem Post, die sie über die Kritikpunkte an Microsoft Windows aufklärt.

Microsofts Sünden, so ist auf der Seite windows7sins.org zu lesen, heißen Bildung (Education), DRM, Sicherheit, Standard-Missbrauch, Monopolstellung, Herstellerabhängigkeit (Lock-in) und Datenschutz. Bildung ist eine Sünde des Windows-Unternehmens, weil Schüler lediglich über ein einziges Betriebssystem Kenntnis erlangen. Dafür fließen etliche Gelder in Marketing und Lobbyismus, argumentiert die FSF: Bildung sollte Entscheidungsfreiheit bezwecken, anstatt den Weg des Anwenders hin zu lediglich einem Unternehmen zu ebnen.

Mittels Digital Rights Management (DRM), das bei der FSF Digital Restrictions Management heißt, hindere Microsofts Medienabspieler Media Player Internet-Fernsehzuschauer daran, Sendungen aufzuzeichnen - obwohl sie es dürften. Die Sünde des Standard-Missbrauchs bezieht sich darauf, offene Dokumentenstandards zu blockieren, und die Sünde des Monopolismus natürlich auf die allermeistens vorinstallierten Windows-Betriebssysteme. Der Vorwurf der Abhängigkeit nimmt aufgezwungene Soft- und damit einhergehende Hardware-Updates ins Visier. Die Privatsphäre greife Microsoft schließlich an, weil es den Anwendern die Zustimmung abverlange, für Lizenzkontrollen Zugriffe auf die eigene Festplatte zuzulassen (Windows Genuine Advantage). Zur Echtheitsprüfung hole sich das Unternehmen zum Beispiel das verwendete BIOS und die MAC-Adresse, aber auch den GUID (Globally Unique Identifier) des Rechners und die Seriennummer der Festplatte.

Jede dieser Sünden führt die FSF auf der Kampagnenwebseite mit einigen Argumenten aus. Nach eigenen Angaben hat die Free Software Foundation in einem Brief an 499 der 500 größten Unternehmen der USA appelliert, Windows 7 nicht zu verwenden. Einzig Microsoft wurde nicht angeschrieben: "Wir dachten, sie hören uns eh nicht zu", vermerkt die FSF. Wer möchte, das die FSF weitere Briefe schreibt, kann 25 US-Dollar spenden. Für 100 Dollar verschickt die Foundation 50 weitere Briefe. Außerdem erfragt sie Vorschläge, wem man noch einen solchen Brief schicken könnte.

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Kommentare
Wasser fließt abwärts, kann man sich nicht dagegen wehren
Wimpy *, Samstag, 29. August 2009 11:25:36
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Dagegen wehren ist sinnlos, aber ich habe beim Türken meinen PC nach eigenen Bedürfnissen und ohne Betriebssystem zusammenbauen lassen und selbst openSUSE installiert.
Wogegen man sich nicht wehren kann, ist: wenn man Windows-only Hardware zum Geburtstag etc. geschenkt bekommt.
z.B. ein Schlüsselanhänger als digitaler Bilderrahmen mit USB-Anschluß, und wenn man die Bilder per Drag+Drop rüberschieben will, heißt es "Ätsch-Ätsch, geht nur mit der eingebauten Win-Software". Leute, laßt euch massenhaft sowas schenken oder kauft solche Sachen und gebt sie wieder zurück. Dann war's das mit der Gewinnoptimierung!
Habe ich schon öfter gemacht, macht Spaß.
Gruß


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Re: Wasser fließt abwärts, kann man sich nicht dagegen wehren
Marc (unangemeldet), Montag, 31. August 2009 20:02:41
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Ja, das würde ich mir auch wünschen, dass die Linux Anbieter ein bisschen Gewinn machen würden und das quasi Monopol von Microsoft wenigstens teilweise knacken könnten.
Grosse Geschichten hängen vielfach an kleinen Ursachen.
Seit Jahren versuche ich auf Linux umzusteigen. Es ist technisch besser und ideologisch vertragbarer.
Ich habe auch die ganze Samlung von diversen Suse, Mandrake und Mandriva Betriebssystemen, auch Ubuntu fehlt nicht.
Von Rechner und was darin vorgeht habe ich auch einigermassen Ahnung, ich bin aber ein User.
Wie ärgert mich das wenn Suse auf meinem Mehr- Betriebsystem Rechner beim instalieren den ganzen Bootsektor zerschiesst und nachher nur noch Suse läuft. Na ja, ein bisschen vor den Rechner sitzen, das kriegt man schon wieder hin.
Aber wie soll man so etwas an jemanden verkaufen der keine Ahnung davon hat ? Betriebsblind ?- oder auch der Versuch eines kleine Monopols ? Mandriva funktioniert da ganz gut, sogar super, nur, dort kriegte ich eine kleine Kriese bei dem Versuch meine Umts Karte zu Installieren. Wie gesagt, ich bin User und will nicht ewig an meinem Rechner rumschrauben. So wird es dann auch diesmal wieder Windows 7 werden, - Leider.


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Re: Wasser fließt abwärts, kann man sich nicht dagegen wehren
Peter (unangemeldet), Donnerstag, 03. September 2009 13:12:04
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Unlogisch ... dann doch wohl lieber eine von Linux unterstützte UMTS Karte kaufen, statt einer Windows 7 Lizenz, oder? Wenn das das einzige ist was zum mandriva-Glück fehlt ...


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Und?
Benjamin Quest, Mittwoch, 26. August 2009 22:02:49
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Das erinnert mich irgendwie an das, pardon, Geplärre aus dem Sandkasten.

Der Anwender trifft die Entscheidung darüber, was er nutzen will und zu welchen Bedingungen er es nutzen will. Ob er sich darüber Gedanken macht oder nicht, ist dabei irrelevant. Jeder kennt die verschiedenen Geschäftspraktiken von Softwareherstellern, sei es Microsoft, sei es Nokia (Werkschließung ... buh ...), sei es WISO Steuersoftware, sei es Apple's vergoldeter Käfig ... Wer sie nicht kennt, ist entweder ignorant oder dumm.

Wer "das Zeug" also benutzt, oder benutzen muss, tut dies in der Regel entweder unhinterfragt (und meist auch beratungsresistent), oder er hat mit sich ausgemacht, den Kompromiss, den er eingeht, um des Nutzens willen, dem es ihm bringt, einzugehen. Die, die den Unterschied kennen, haben heute bereits in den allermeisten Fällen die Möglichkeit Opensource-Alternativen zu nutzen.

Proprietäre Softwareschmieden streben nach Gewinnmaximierung. (Quasi-) Monopole streben nach Erhalt des Monopols. Dagegen eine Kampagne zu richten, ist genauso hilfreich, wie zu beklagen, daß Wasser immer bergab fließt.

Hilfreicher ist es doch auf die BESTEHENDEN Alternativen hinzuweisen. Ich kann einen Rechner OHNE Betriebssystem kaufen. Von mir aus nicht jeden, aber ich finde schon einen. Ich KANN die EULA bein einem vorinstallierten System verweigern und den Hersteller die Lizenz gegen Geld zurückgeben (ist zugegeben aufwendig, aber rechtlich durchsetzbar).

Ich schätze mal, 90% der Anwender benutzen ihren Rechner wie einen erweiterbaren Taschenrechner. Bei dem fragen sie sich auch nicht, ob die Software ihnen alle Rechte gewährt, sie wollen das Ding benutzen. Sie wollen nicht ihr Recht, sie wollen ihre Ruhe. Das kann man beklagen, ändern wird eine solche Kampagne daran aber nichts.

Es wäre besser, das Geld in praktische Information für Schulen auszugeben. Nicht die Fortune-Liste muß man anschreiben, sondern da anfangen, wo die nächste Generation ihre ersten digitalen Schritte macht.

b.


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Ach, liebe FSF...
Gundularium (unangemeldet), Mittwoch, 26. August 2009 18:42:54
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...Eure Arbeit und Euer Engagement in Ehren, aber Ihr habt da jetzt bei Windows 7 nur eines festgestellt:

Microsoft benimmt sich wie ein gewinnorientiertes Wirtschaftsunternehmen des 21ten Jahrhunderts.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Einsicht.






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Fehler
SamVimes (unangemeldet), Mittwoch, 26. August 2009 14:19:42
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"donate $100 we'll send 200 letters and so on". Sieht für mich nach 200, nicht nach 50 Briefen aus. 50 Briefe werden für 25 $ versendet


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