STIBS' Biz-Kick: Worauf Firmen wetten können
Versuch einer Entscheidungshilfe für die richtige Linux-Unternehmenssoftware
Empfehlungsversuch
Nun zu meinen eigenen Erfahrungen und dem Versuch, aus dem kleinen Wirrwarr ein Fazit abzuleiten. Java-Programme funktionieren überall. Mit ihnen hatte ich persönlich die wenigsten Schwierigkeiten. Sowohl unter Windows als auch unter Linux verrichten sie ihren Dienst meist klaglos. Ich tendiere also in Richtung Java, zumal auch Oracle nach der Sun-Übernahme die Verfügbarkeit der Plattform gewährleisten will. Zudem existieren bereits einige freie Implementierungen der Laufzeitumgebung. Ob Sie einen Applikationsserver einsetzen, hängt von der Unternehmensgröße ab. Unser Autohaus mit zwanzig Computer-Arbeitsplätzen kommt gut ohne JBoss aus. Bei mehr als fünfzig Clients sollten Sie ihn wegen der zentralen Administration benutzen. Was außerdem für Java spricht, ist die große Anzahl an ausgebildeten Programmierern und Experten, die diese Programmiersprache beherrschen. Für Java existieren neben JDBC auch weitere komfortable Datenbank-Abstraktionsschichten und mächtige Reportingwerkzeuge, die die Druckvorbereitung der Daten übernehmen. Als Backend zum Speichern der Daten lautet meine subjektive Empfehlung MySQL.
Zum Schluss
Ich bin gespannt, welche Erfahrungen andere Community-Mitglieder bei Unternehmenssoftware gemacht haben. Ich bitte Euch um rege Diskussionen. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich versuchen, an dieser Stelle weitere Artikel über Geschäftsprogramme zu veröffentlichen. Die Vorabversion von Nuclos habe ich bereits als virtuelle Maschine und am nächsten Wochenende hoffentlich Zeit für einen ersten Test. Wenn POSper 1.0 erscheint, berichte ich, da ich es selbst einsetze. Daneben brennen noch EBINeutrino und ERPel unter meinen Nägeln und für Nachschub sorgt die Open-Source-Szene ständig.



