Spielereien

Auch die Spiele-Sektion haben die Gnome-Entwickler für das aktuelle Release nicht vernachlässigt. Neben zwei Umbenennungen (Gnometris heißt nun Quadrapassel und Same Gnome heißt Swell Foop) wurden die Spiele Swell Foop und Gnibbles auf die vom Moblin-Projekt entwickelte Bibliotek Clutter portiert, sodass sie jetzt mit 3D-Beschleunigung funktionieren und optisch deutlich ansprechender wirken.

Abbildung 6: Das neue Swell Foop alias Same Gnome sieht dank Clutter-Unterstützung deutlich besser aus.

Ebenfalls auf eine funktionierende 3D-Beschleunigung angewiesen sind Sie, wenn Sie die in Gnome 2.30 enthaltene Vorschau auf Gnome 3.0 ausprobieren möchten. Dazu bringt das aktuelle Release die Gnome-Shell und einige weitere Komponenten mit, darunter auch das Gnome Activity Journal, welches Ihre Arbeiten auf dem Gnome-Desktop mitverfolgt.

Abbildung 7: Die Gnome-Shell stellt das Kernstück der kommenden Version 3.0 dar.
Abbildung 8: Anwendungen lassen sich per Drag & Drop auf einen neuen virtuellen Desktop schieben.

Große Unterschiede

Bei den hier beschriebenen Neuerungen muss beachtet werden, dass es zwischen den einzelnen Distributionen sehr große Unterschiede im Aussehen und Funktionsumfang gibt. So setzt OpenSuse weiterhin auf ein Panel am unteren Bildschirmrand mit dem von Novell entwickelten vereinfachten Menü, auch Linux Mint hat sich für diese Art der Darstellung entschieden. Ubuntu 10.04, das Ende April erscheint, hat praktisch den kompletten Systemabschnitt von Gnome 2.30 über Bord geworfen und durch teilweise selbst programmierte Menüs ersetzt. Den echten Gnome-Desktop, wie er von den Gnome-Entwicklern vorgesehen wurde, findet man noch am ehesten bei Fedora 13, das aktuell in einer ersten Beta-Version vorliegt.

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