Dell Latitude 2100 im Linux-Test

Nicht nur für Schüler

Nicht nur für Schüler

06.09.2009
Das Latitude 2100 von Dell eignet sich durch seine robuste Bauweise nicht nur für den Einsatz in Schulen. Die LinuxCommunity hat sich das Gerät genauer angeschaut.

Seit diesem Frühjahr bietet Dell mit dem Latitude 2100 ein Netbook an, das von seiner Bauweise her in erster Linie für Schüler gedacht ist. Das stabile Gerät eignet sich jedoch auch für den heimischen Gebrauch.

Erstmal alles ganz normal

Dell hat im Latitude 2100 typische Netbook-Hardware verbaut:

  • 10,1-Zoll-Display mit 1024 x 576 Bildpunkten
  • Atom-N270-Prozessor
  • Max. 2 GByte Hauptspeicher
  • SD-/MMC-Kartenleser
  • 3 x USB-2.0-Anschlüsse
  • Audio-Ein- und Ausgänge
  • VGA-Ausgang

Für die Kommunikation mit der Außenwelt verfügt das Latitude 2100 wahlweise über ein Dell-WLAN-Modul nach 802.11b/g oder ein Dell bzw. Intel-Modul nach 802.11a/b/g/n. Auf der rechten Gehäuseseite befindet sich zudem eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle. Wie bei den meisten Dell-Modellen üblich lässt sich auch das Latitude 2100 relativ frei Konfigurieren: zur Auswahl stehen verschiedene Festplattengrößen (aber keine SSD), eine integrierte Webcam, ein Drei- oder Sechszellen-Akku sowie ein Touchscreen. Last but not least gibt es den Rechner neben der schwarzen Standardausführung auch in den Farben Rot, Grün, Gelb und Blau.

Beim RAM sind 512 MByte fest verbaut, ein Slot steht für Erweiterungen frei. Wer die kompletten 2 GByte nutzen möchte, sollte das Modell gleich mit 2 GByte bestellen, da man das Netbook für das RAM-Upgrade zünftig auseinander schrauben muss.

Möchten Sie ein zusätzliches RAM-Modul einbauen, müssen Sie den Rechner dazu zerlegen.

Durch die gummierte Oberfläche liegt der Rechner sehr gut und rutschfest in der Hand, Schmutzflecken sind auf dem Gerät auch nach intensivem Gebrauch kaum zu sehen. Durch seine robuste Bauweise eignet es sich zudem gut für den Outdoor-Einsatz. Dell hat das Gerät in erster Linie als Schülernetbook entwickelt und dazu ein paar Besonderheiten eingebaut. Auf der Außenseite des Netbook-Deckels befindet sich eine Lampe, die automatisch angeht, wenn Sie über [Fn]+[F6] das WLAN einschalten.

Damit jeder Schüler sein Netbook sogleich findet, verfügt der Akku über eine transparente Abdeckung, hinter der sich zum Beispiel ein Namensschild anbringen lässt. Ein passender Kartonstreifen befand sich allerdings bei unserem Testgerät nicht in der Verpackung, zudem gilt die Beschriftung nicht für das Gerät, sondern nur für den Akku. Im Praxiseinsatz in der Schule dürften hier Probleme vorprogrammiert sein.

Der Akku lässt sich mit einem Papierstreifen beschriften.

Mit einem Gewicht von 1,6 kg (inklusive 6-Zellen-Akku) wiegt das Latitude 2100 deutlich schwerer in einer Tasche als vergleichbare 10-Zoll-Netbooks, die massive Bauweise macht sich hier bemerkbar.

Ubuntu inside

Dell bietet den Rechner wahlweise mit Ubuntu 8.10 oder Windows XP an (mit Gratis-Upgrade auf Windows 7). Der deutsche Shop listet fälschlicherweise Ubuntu 8.12 als Linux-System, vorinstalliert ist jedoch Version 8.10. Im Unterschied zu den Inspiron-Mini-Notebooks setzt Dell beim Latitude 2100 nicht auf den speziell von Dell entwickelten Schnellstarter mit hübsch animierten Effekten, sondern bringt ein ganz normales Ubuntu mit Gnome als Desktop.

Ganz normal: Der Ubuntu-Desktop des Latitude 2100 entspricht einem normalen Ubuntu 8.10.

Auch bei der Programmauswahl gibt sich der Dell-Rechner konservativ: Es sind keine spezielle Programme für die Schule vorinstalliert, lediglich ein Tool für die Kalibrierung des Touchscreens gehört zu den Ausnahmeerscheinungen. Immerhin gibt es neben den Standard-Repositories auch noch einen Zusatzeintrag von Dell, der auf das PPA-Repository des Dell-Teams [2] verweist. Es enthält neben dem Dell-Paketsignierungsschlüssel und einem Softmodem-Treiber das Dell-Recovery-Tool und einen Treiber für die Sondertasten des Netbooks. Das Wiederherstellungstool von Dell steht nach der Installation als Icon auf dem Desktop bereit. Sie erstellen damit über wenige Mausklicks ein Wiederherstellungsabbild auf DVD oder einem USB-Stick (mindestens 2 GByte).

Für das WLAN-Modul von Broadcom setzt Dell teilweise proprietäre Treiber an. Ubuntu 8.10 zeigt dies bei einem Klick auf System | Systemverwaltung | Hardware-Treiber so an, wie wenn das Modul noch nicht installiert wäre, der Treiber ist aber bereits aktiv.

Die proprietären Treiber von Broadcom funktionieren bereits im Auslieferungszustand.

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Kommentare
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Tendo (unangemeldet), Donnerstag, 01. Oktober 2009 11:18:50
Ein/Ausklappen

Ihr habt bei euch erwähnt, dass man das Netbook für ein Ram Upgrade öffnen muss. Habe auf www.latidude.info dazu eine bebilderte Anleitung gefunden. Viel Spaß damit.


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