Dass Windows nicht gut für PC-Hardware ist, wissen inzwischen viele Menschen und versuchen, einen Rechner windowsfrei zu halten. Alternativen zu Windows gibt ja bereits seit geraumer Zeit; da hätten wir Mac OS X (mit ein bisschen Geschick auf handelsüblichen PCs), BeOS (wird nicht mehr weiter entwickelt), Haiku (Derivat von BeOS, aber freie Entwicklung), QNX (war Mal auf einem aufsteigenden Ast, wird auch nicht mehr für x86 Hardware weiter entwickelt), Zeta (war Mal eine inzwischen als illegal vertriebene Weiterentwicklung von BeOS), Zeven-OS (eine kleine Linux-Distribution mit BeOS Look) und natürlich diversen Linux Arten (Mandrake, OpenSuse, Ubuntu, Xubuntu, Kubuntu und so weiter).
Mein Linux – LinuxUser-Jahresabo zu gewinnen
Die LinuxCommunity möchte wissen, welche Distribution du benutzt und was an deiner Lieblingsdistribution besonders ist. Sende deinen Text (rund 8000 Zeichen) und eine Handvoll Screenshots an mailto:redaktion@linux-community.de. Die 20 besten Texte erhalten ein LinuxUser Jahresabo geschenkt, die ersten zehn Einsendungen erhalten zudem eine Überraschung. Details zur Aktion gibt es im Blog von Marcel Hilzinger [2].
Eine Freundin hatte das Acer-Laptop Acer Aspire 3003 WLMI mit Windows XP und da sie keine Ahnung von Rechnern hatte, hab ich das gute Stück immer gepflegt. Aber das, was dann kam, war völlig abartig: Windows stürzte komplett ab, nachdem aufgrund eines defekten Akkus das systemeigene Runterfahren nicht mehr klappte. Nach einem Neustart (mit Netzkabel) fuhr Windows nicht mehr hoch, sondern hängte sich und die Hardware so sehr auf, dass man den Laptop auch nicht mehr über den Powerknopf ausschalten konnte.
Zog man das Netzkabel raus, passierte nichts, keine Anzeige, dass der Rechner nun auf Akku lief. Da half nur das herausnehmen des Akkus. Ich versuchte dann, Windows mit Bordmitteln zu reparieren, aber das System hängte sich immer und wieder total auf. Dann klappte doch endlich der Neustart, dafür gab's aber kein WLAN mehr, kein Sound und jede Menge Bluescreens. Also HD ausgebaut, in ein externes Gehäuse rein und Daten gesichert. Aber selbst eine anschließende Neuinstallation schlug fehl, der Laptop verweigerte jegliche Installation.
Das Ende war, dass sie sich ein neues Gerät gekauft hat und sehr zufrieden ist (einen Mac konnte ich ihr leider nicht schmackhaft genug machen, war wohl der deutlich höhere Preis).
Tage später habe ich mir dieses blöde Teil noch Mal vorgenommen; an eine Windows-Installation war weiterhin nicht zu denken. Zudem spinnte nun auch noch das DVD Laufwerk, es nimmt nur noch CD´s aber keine DVD´s mehr. *Merde*!
Im Internet las ich, dass Ubuntu Linux eine sehr gute Distribution für Laptops sein soll. Also lud ich mir die neueste Version runter, brannte sie auf CD und startete den Acer Laptop. Ich war angenehm überrascht, die Installation ging flott durch, die Einrichtung kinderleicht wie unter Windows. Selbst WLAN (das eigenartigerweise wieder funktionierte) klappte auf Anhieb! Ubuntu überrascht mit seiner guten Hardwareunterstützung. Selbst der CPU-Lüfter dreht deutlich leiser als unter Windows. Um ehrlich zu sein, ich vermisse auf diesem Laptop, der ja eigentlich schon abgeschrieben war, kein Windows. Ubuntu 10.04 ist einem Windows XP ebenbürtig, aber eben kostenlos. Ein gut funktionierendes Office-Paket ist ebenso an Bord, wie die meisten Programme, die man so braucht. Und sobald man sich die gängigen Codecs runter geladen und installiert hat, ist selbst Multimedia kein Fremdwort mehr.
Und weil alles so super lief, habe ich noch ein Bluetooth-Modul eingebaut, welches sofort funktioniert! Der defekte DVD-Brenner wurde ausgetauscht, der RAM aufgestockt und zuletzt baute ich noch eine bessere CPU ein. Dadurch hält der Akku deutlich länger! Im PCMCIA-Slot steckt ein SDHC-Card-Reader der sofort funktionierte, als ich ihn in den Schacht schob.