Lynnfield: Core i7 in günstig

Lynnfield: Core i7 in günstig

Intels neue Core i7 und i5 unter Linux

08.09.2009
Die neue Lynnfield-Serie soll der Nachfolger der Core 2 Quads werden -- und Core i7-Leistung erschwinglich machen. Wir lassen den Pinguin auf Intels neueste Chips los.

Mit dem Lynnfield stellt Intel seine neue Quadcore-Mittelklasse der Nehalem-Generation vor, als direkten Nachfolger der Core 2 Quad Serie; deutlich billiger als der Core i7, aber etwas abgespeckt. Der Kern ist identisch mit dem Core i7 der 9xx-Serie, lediglich das, was Intel als "Uncore" bezeichnet wurde verändert: Der Speichercontroller ist nun zwei- statt dreikanalig ausgelegt, und das PCI-Express-Grafikinterface -- nur das Interface, keine Chipsatzgrafik -- ist in den Uncore-Bereich gewandert.

Namensverwirrung

Ursprünglich war geplant, den Lynnfield ohne Hyperthreading als Core i5 zu verkaufen und den Core i7 (Bloomfield) mit Hyperthreading als Topmodell anzubieten. Diese Unterscheidung hat Intel neu überdacht und verkauft nun auch Lynnfield-Prozessoren inklusive Hyperthreading unter dem Core i7 Markennamen -- angesichts der kaum unterschiedlichen Leistung, die unsere Tests bestätigen, eine sinnvolle Entscheidung.
Der ursprüngliche Bloomfield Core i7 unterscheidet sich vom Lynnfield also nur durch den Sockel und den verwendeten Chipsatz: Lynnfield sitzt im LGA1156-Sockel und nutzt den P55-Chipsatz, Bloomfield hingegen sitzt auf einem LGA1366-Sattel und hat als getreuen Helfer den X58-Chipsatz. Den Core i5 gibt es allerdings immer noch: Damit bezeichnet Intel jedoch nur noch das kleinste Modell 750 mit 2.66 GHz, wie ursprünglich geplant ohne Hyperthreading. Intel hat für den Turbomodus die Anzahl der möglichen "Speed bins" auf vier erhöht, mit der der Prozessor bei Auslastung von nur einem oder zwei Kernen sich selbst in 133-MHz-Schritten automatisch übertaktet.
Boards mit LGA1156 und P55 sollen deutlich günstiger im Handel erhältlich sein als X58-Boards, so dass zumindest einer der Faktoren wegfallen würde, die Core i7-Systeme deutlich teurer machen. Die Kosten für schnellen DDR3-Speicher kann man jedoch auch hier nicht vermeiden -- da hat AMD mit AM2+ weiterhin einen Vorteil, da diese Boards mit dem weit verbreiteten, günstigeren DDR2-Speicher funktionieren.

Ausführungen

Neben dem Core i7 750 mit 2,66 GHz (maximal 3,2 GHz mit Turbo) für 200 US-Dollar (OEM-Stückpreis bei Abnahme von 10.000 Stück) und ohne Hyperthreading gibt es den Core i7 860 mit 2,8 GHz (3,46 GHz mit Turbo) für 285 US-Dollar und das Lynnfield-Topmodell 870 mit 2,93 GHz (Turbo: 3,6 GHz) für 555 US-Dollar, beide mit Hyperthreading. Allen Lynnfields gemein ist eine TDP von 95 Watt, ein 8 Megabyte großer Level-3-Cache wie beim Bloomfield Core i7, 256 KByte L2-Cache pro Kern und Unterstützung für DDR3-RAM bis zu 1333 MHz.

Ähnliche Artikel

  • Quad für alle
    Sowohl Intel als auch AMD drängen mit günstigeren Quad-Cores in den Massenmarkt: Intel macht die Core-i7-Generation erschwinglich, AMD kontert mit dem Athlon II X4 für unter 100 US-Dollar.
  • Sechs-Kern-Prozessoren von AMD und Intel
    Nach Dual- und Quadcore gibt es nun Hexacore für den Desktop. Sechs Kerne wollen nun ausgelastet werden, was sich als gar nicht so leicht erweist.
  • Sechs Kerne sollt ihr sein
    Intel bringt mit dem Core i7 980X den ersten Sechskern-Prozessor für Desktops - stromsparend in 32 Nanometer, aber wählerisch bei der Software.
  • Fusion à la Intel
    Was AMD seit dem Aufkauf von ATI unter dem Namen "Fusion" immer wieder ankündigt, liefert Intel mal so nebenbei: Eine CPU mit integrierter Grafik und Doppelkern der aktuellen Nehalem-Generation, obendrein im nagelneuen 32-Nanometer-Prozess.
  • Intels neue Prozessorarchitektur "Sandy Bridge"
    Obwohl die Entwicklung in der Computerbranche meist rasend schnell zu gehen scheint, haben Prozessorarchitekturen oft ein erstaunlich langes Leben. Mit "Sandy Bridge" führt Intel nun nach sehr vielen Jahren wieder einmal eine neue ein.
Kommentare
Deutsche Sprache, schwere Sprache
robiwan (unangemeldet), Donnerstag, 10. September 2009 13:32:05
Ein/Ausklappen

Seite 2:
Das heißt nicht "architekturell" sondern "architektonisch"


Bewertung: 171 Punkte bei 26 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: Deutsche Sprache, schwere Sprache
Daniel Kottmair, Freitag, 11. September 2009 11:39:10
Ein/Ausklappen

Oops, danke, wird korrigiert.


Bewertung: 147 Punkte bei 21 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
Re: Deutsche Sprache, schwere Sprache
sebastian (unangemeldet), Sonntag, 13. September 2009 13:21:48
Ein/Ausklappen

Wenn wir schon dabei sind:

Seite 2: "Heissen" gibt es nicht und sieht fürchterlich aus.


Bewertung: 143 Punkte bei 25 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 2 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

Rootpasswort
Jutta Naumann, 29.01.2015 09:14, 1 Antworten
Ich habe OpenSuse 13.2 installiert und leider nur das Systempasswort eingerichtet. Um Änderungen,...
Neue SuSE-Literatur
Roland Welcker, 14.01.2015 14:10, 1 Antworten
Verehrte Linux-Freunde, seit Hans-Georg Essers Buch "LINUX" und Stefanie Teufels "Jetzt lerne ich...
DVD abspielen unter openSUSE 13.1
Michael Pfaffe, 12.01.2015 11:48, 6 Antworten
Hallo Linuxer, Bisher habe ich meine DVD´s mit linDVD unter openSUSE abgespielt. Mit der Versi...
Kontrollleiste SuSE 12.3 gestalten
Roland Welcker, 31.12.2014 14:06, 1 Antworten
Wie bekomme ich das Icon eines beliebigen Programms (aktuell DUDEN) in die Kontrollleiste und kan...
flash-player
roland reiner, 27.12.2014 15:24, 7 Antworten
Mein Flashplayer funktioniert nicht mehr-Plug in wird nicht mehr unterstütz,auch über google chro...