Neuerungen in KDE 4.4
| Teil 1: Der Gerätemanager | http://www.linux-community.de/artikel/20300 |
| Teil 2: Der Desktop | http://www.linux-community.de/artikel/20389 |
| Teil 3: KAuth | http://www.linux-community.de/artikel/20468 |
| Teil 4: Neue Programme | http://www.linux-community.de/artikel/20470 |
| Teil 5: Die Desktopsuche | http://www.linux-community.de/artikel/20469 |
Möchten Sie die Fotos mit Digikam herunterladen, die Musik mit Amarok verwalten oder doch lieber den Dateimanager Dolphin starten? Wie wär's mit einfach einhängen?
Solche und ähnliche Fragen stellt Ihnen Ihr Linux-System täglich, wenn Sie mit externen Speichermedien, wie USB-Sticks, CDs/DVDs oder externen Festplatten arbeiten. Unter KDE kümmert sich der Gerätemanager um diese Aufgabe. Er wertet Informationen aus, die ihm der Hardware Abstraction Layer Hal, das desktopübergreifende DeviceKit-Framework und der KDE-eigene Hardware-Dienst Solid zur Verfügung stellen.
Auf einem Standard-KDE-Desktop finden Sie die Geräteüberwachung im Systemabschnitt der Kontrollleiste. Das Symbol zeigt einen Bildschirm mit einem USB-Symbol und einer CD an.
Bewegen Sie den Mauszeiger über das Festplatten beziehungsweise CD/DVD-Symbol, blendet der Gerätemanager eine zusätzliche Informationsliste ein, die anzeigt, wie viele Aktionen für das Gerät vordefiniert sind (mehr dazu weiter unten). Per Klick auf das Steckersymbol ganz rechts, hängen Sie den Datenträger ein, ohne dass irgendwelche Aktionen ausgeführt werden. Dieses Zweiklick-Manöver dauert keine Sekunde, erspart somit doch etwas Zeit gegenüber einem Mount-Aufruf auf der Konsole.
Wissen Sie bereits, was Sie mit dem Wechseldatenträger tun möchten (zum Beispiel Fotos importieren, Musikstücke abspielen, eine CD einlesen usw.), dann klicken Sie auf den Eintrag, um sich die einzelnen Aktionen anzuzeigen. Im Unterschied zu früheren KDE-Versionen erscheint dazu kein separater Dialog mehr, sondern das komplette Handling spielt sich innerhalb des kleinen Applets und mit wenigen Mausklicks ab, was die Handhabung deutlich beschleunigt.
Bei Bereits eingehängten Geräten sehen Sie zudem per Mouse-Over, wieviel freier Speicherplatz auf dem Datenträger noch vorhanden ist. Diese Information findet sich wenn auch ohne konkrete Angabe auch im Dateimanager Dolphin.
Einstellungen
Obwohl KDE 4.4 bereits in der Grundeinstellung ein paar durchaus brauchbare Einträge in der Aktionsliste führt, wäre KDE nicht KDE, wenn sich dieses Verhalten nicht personalisieren und automatisieren ließe. Per Rechtsklick auf das Gerätemanager-Symbol und der Auswahl des Eintrags Einstellungen für Geräteüberwachung öffnen Sie die Einstellungen.
In der aktuellen Beta-1-Version befinden sich einige der geplanten Features noch in einem relativ instabilen Zustand, beachten Sie diesen Hinweis, falls Sie an einem Produktivsystem sitzen und diese Anleitung nachspielen möchten. Zudem sind einige Punkte noch nicht komplett übersetzt.
Unter dem Eintrag General legen Sie fest, ob sich KDE nur um Wechseldatenträger kümmern soll oder per Klick auch die internen Festplatten und Partitionen anzeigen soll. In der Grundeinstellung verschont Sie die Geräteüberwachung mit Details zu internen Laufwerken. Zudem erhalten Sie darauf je nach HAL- und Udev-Einstellungen keinen Zugriff als Nutzer.
Über Removable Devices können Sie einzelne Vorgänge automatisieren lassen, dieses Feature funktionierte in der Version 4.3.80 unter OpenSuse 11.2 allerdings noch nicht. Theoretisch lässt sich für jeden externen Datenträger individuell festlegen, ob dieser automatisch eingebunden werden soll. Hier finden Sie auch eine Art "History" welche Geräte überhaupt jemals an Ihren Rechner angeschlossen wurden.
Unter Freigeben finden Sie einen Eintrag, der sich auf Plasma-Miniprogramme im Allgemeinen bezieht und bei dem es sich ebenfalls um eine Neuerung von KDE 4.4 handelt. Jedes Widget alias Plasmoid alias Miniprogramm lässt sich über das Netzwerk verteilen.


