Olympischer Ballsport

Blobby Volley 2

Das Spiel zum Wochenende (und Olympia): Blobby Volley 2 und Free Tennis

28.07.2012
An diesem Wochenende beginnen die Olympischen Spiele in London. Während sich Windows-Nutzer mit einem offiziellen Videospiel einstimmen dürfen, machen sich passende Sportspiele unter Linux rar. Zumindest fast.

Wer Sportspiele für Linux sucht, dürfte rasch resignieren: Motorsportfreunde kommen noch auf ihre Kosten, zur Leichtathletik oder anderen olympischen Disziplinen gibt es keine Spiele. Mit etwas Wohlwollen und zwei zugedrückten Augen findet man dennoch zwei Exemplare, die sogar kostenlos den meisten Distributionen beiliegen.

In Blobby Volley 2 stehen sich zwei außerirdische Gummibärchen gegenüber.

Sandstrand

Um Beach-Volleyball kümmert sich das etwas verrückte Blobby Volley 2 [1]. In ihm stehen sich zwei außerirdische Wackelpudding gegenüber. Durch ihre Konsistenz können Sie in ihrer Spielhälfte wie ein Flummi auf und ab hüpfen und so den Spielball in die passende Richtung stupsen. Anders als im richtigen Volleyball prallt der Ball hier auch von den Bildschirmrändern ab.

Das gerade aufschlagende Gummibärchen besitzt ein Ausrufezeichen neben der Punktzahl.

Man erhält einen Punkt, wenn der Ball in der Spielhälfte des Gegners auf den Boden trifft oder aber der Kontrahent den Ball drei Mal hintereinander berührt. Punkten kann allerdings immer nur der aufschlagende Spieler. Die Punktezählung erfolgt wie beim echten Volleyball: Es gewinnt, wer mehr als 15 Punkte erzielen konnte und gleichzeitig mit zwei Punkten in Führung liegt.

Obwohl sich das Gummibärchen nur waagerecht bewegen und springen kann, sind erstaunlich komplexe Spielzüge möglich – wie etwa das Blocken am Netz.

Blobby Volley 2 kann man zu zweit vor einem Computer oder über das Netzwerk spielen. Einzelkämpfer dürfen in den Optionen zwischen verschiedenen Computergegnern wählen. Wem das noch nicht genug Herausforderungen sind, der nimmt an der offiziellen Blobby-Volley-Liga [2] teil.

Sandplatz

Tennis war bereits bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit dabei, ein passendes Computerspiel heißt Free Tennis [3]. Entwickler Maurizio Colucci legt Wert darauf, dass es sich bei seinem Programm um eine Tennis-Simulation handelt. Folglich gerät die Steuerung des eigenen Spielers etwas komplexer. Antreten kann man in Free Tennis wahlweise gegen den Computer oder einen realen Menschen über das Netzwerk.

Free Tennis erinnert optisch an die Tennisspiele aus den 90er Jahren.

Vor Spielbeginn muss man sich zunächst für eine von drei Spielfiguren entscheiden. Jede besitzt unterschiedliche Stärken und Schwächen. Die Auswahl fällt man allerdings nicht in einem schicken Menü, sondern auf der Kommandozeile beim Aufruf des Programms. Mit:

freetennis -surf grass -p0 ivan -p1 pete

startet beispielsweise ein Spiel auf einem Grasplatz, wobei der erste Spieler (-p0) mit der Spielfigur ivan spielt, während der Computergegner die Spielfigur pete erhält. Als alternative Spielplätze gibt es noch clay (Lehm) und cement (Betonboden). Eine Auflistung der Stärken und Schwächen der einzelnen Spielfiguren liefert das Handbuch [4].

Die gelbe Linie zeigt an, wie der Ball bei einem Schlag durch die Luf fliegen würde.

Direkt nach dem Spielstart muss man einmal [g] drücken, um die Maus „einzufangen“. [f] schaltet in den Vollbildmodus. Die Steuerung erfolgt mit Tastatur und Maus. Welche Tasten und Bewegungen dabei welche Auswirkungen haben, hängt maßgeblich von der aktuellen Spielsituation ab. Beim Aufschlag bewegt man den Spieler mit Mausbewegungen, die linke und rechte Maustaste führen unterschiedliche Aufschläge aus. Während man auf den zurückgeschlagenen Ball wartet, bewegt man den Spieler mit der Maus. Die Laufgeschwindigkeit hängt dabei von der gewählten Spielfigur ab. Einen kurzen Sprint legt sie bei Druck auf die Taste [x] hin, Experten können mit [d] hechten. Letzteres ist insbesondere dann erfolgreich, wenn der Spieler orange eingefärbt erscheint. In der Zielphase steuert man mit der Maus den Punkt an, an dem der Ball landen soll. Die gelbe Linie zeigt dabei die Flugbahn des Balls an. Mit der linken Maustaste verringert man die Höhe des Schlags über das Netz, die rechte Maustaste erhöht sie. [z] wechselt zwischen Topspin und Backspin.

Mit einem solchen Hecht kommt man auch an schwierige Bälle heran.

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