Eingelocht

Das Spiel zum Wochenende: Maxi Mini Golf

03.07.2010 Alljährlich zur Sommerzeit stürmen Groß und Klein die Minigolfanalgen der Ferienorte. Das knifflige Geschicklichkeitsspiel hat sich sogar zu einer internationalen Turniersportart entwickelt. Mit Maxi Mini Golf darf man an verregneten Tagen zumindest den virtuellen Schläger schwingen.

Wie beim echten Minigolf drischt der Spieler in der elektronischen Fassung einen kleinen weißen Ball über abgesteckte Kurse, die mit zahlreichen fiesen Hindernissen gespickt wurden. Dabei gilt es mit möglichst wenig Schlägen den Ball in ein kleines rundes Loch im Boden zu bugsieren. Im Gegensatz zum realen Vorbild verzichtet Maxi Mini Golf jedoch auf die allseits bekannten Betonbahnen. Stattdessen schlägt man den Ball auf einer kleinen Insel über phantasievolle gestaltete Rasenkurse. Was den Turnierspieler ärgert, erfreut den Gelegenheitsgolfer durch die Abwechslung um so mehr.

Abbildung 1: Auf der einsamen Insel muss der kleine Weiße Ball in das Loch, das die Fahne im Hintergrund anzeigt.

Schnellkasse

Maxi Mini Golf wurde in nur vier Wochen vom Polen Dariusz Dawidowski entwickelt. Unter dem Namen Luxnagames vertreibt er seine Arbeit für 6,75 Euro im Internet [6]. Derzeit steht das Spiel allerdings nur als fertiges .deb-Paket für Ubuntu 9.10 und 10.04 bereit. Archive für andere Distributionen sollen später folgen. Wer die Minigolfsimulation vor dem Kauf ausprobieren möchte, findet unter [1] eine Testversion. Sie lässt sich später direkt in eine Vollversion umwandeln.

Genau wie das Spielprinzip ist auch die Bedienung so einfach wie simpel: Nach dem Start von Maxi Mini Golf via Anwendungen | Spiele | Maxi Mini Golf stellt man zunächst hinter Configuration die gewünschte Auflösung ein. Anschließend geht es via Start zum eigentlichen Hauptmenü. Hier wählt man mit dem oberen Regler die Anzahl der Spieler, darunter den gewünschten Kurs. In der Testversion gibt es davon nur einen mit immerhin neun verschiedenen Bahnen. Per Start schickt Maxi Mini Golf schließlich den ersten Spieler auf die einsame Insel.

Abbildung 2: Die ersten Bahnen sind noch ziemlich einfach zu meistern,…

Abbildung 3: …später warten komplexere Hindernisse auf den Spieler, wie etwa dieser Looping.

Schlägerhaltung

Dort darf er sich mit Mausbewegungen umsehen, ein linker Mausklick schlägt den Ball in die gerade anvisierte Richtung. Über die Pfeiltasten reguliert man die Schussstärke und geht um den Ball herum. [Esc] kehrt schließlich noch jederzeit zum Menü zurück. Die Zahl links oben in der Ecke verrät, wie viele Schläge man noch im gesamten Turnier zur Verfügung hat. Um diesen Zähler wieder aufzustocken, muss man eine der rotierenden Bonuszahlen auf dem Spielfeld mit dem Ball berührten. Diese befinden sich allerdings meist an recht unzugänglichen Stellen.

Abbildung 4: Wer den kleinen gelben Kreis anspielt, erhält einen Schlag gutgeschrieben.

Fazit

Die 3D-Grafik ist äußerst hübsch, wenngleich Bodenwellen nur schlecht auszumachen sind. Meist bemerkt man sie erst, wenn der Ball merkwürdige Bahnen beschreibt oder länger rollt, als erwartet. Obwohl die Steuerung schnell erlernt ist, bleiben spätere Kurse nur schwer zu meistern. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei moderat und im richtigen Tempo an.

Abbildung 5: Nach jeder Bahn erscheint eine Abrechnung. Wie an den Minuszeichen zu erkennen, hat der erste Spieler weitaus mehr Schläge benötigt, als eigentlich notwendig gewesen wären.

Bedenkt man allerdings, dass die verwendeten Musikstücke, sowie die Texturen aus freien Quellen stammen, erscheinen die vom Autor verlangten 6,75 Euro recht happig – erst recht im Angesicht der kostenlosen Konkurrenz wie Neverputt [7] oder Minigolf Maniacs [8].

Abbildung 6: Solch ein Hindernisparcours ist mit einem einzigen Schlag nicht mehr zu schaffen.

Maxi Mini Golf

Bezugsquelle: http://www.filefront.com/user/luxnagames
Entwickler: Luxnagames (Dariusz Dawidowski)
Lizenz: Kommerziell
Preis: 6.75 Euro
Voraussetzungen: Ubuntu ab Version 9.10, aktivierte 3D-Grafik
Einem Freund empfehlen    Druckansicht beenden Bookmark and Share
Kommentare