Alle gegen einen

Alle gegen einen

Das Spiel zum Wochenende: Hive Rise von Vulcando Games

22.08.2009
Ganz in der Tradition von Command and Conquer verführt das Online-Strategiespiel Hive Rise zu taktischen Gefechten in der Mittagspause. Wir haben uns den Linux-Client angeschaut.

Im Jahr 2033 erfreut sich eine TV-Spielshow namens Hive Rise großer Beliebtheit. Jeder Teilnehmer erhält in einem äußerst weitläufigen Wüstengebiet ein kleines, leicht futuristisch angehauchtes Fort, in dem er Söldner, Panzer und anderes Kriegsgerät ausbilden und bauen darf. Nach Ablauf einer kurzen Galgenfrist öffnen sich die Tore der Basis und es heißt: Feuer frei.

Wie schon diese magere Hintergundgeschichte zeigt, geht es im neuen Online-Strategiespiel Hive Rise nur um eines: schnelle, unkomplizierte Gefechte zwischen Gleichgesinnten. Wer das laufende Spiel wann gewinnt, hängt vom zu Beginn gewählten Spielziel ab, alles andere ist nebensächlich.

Alte Bekannte

Die Augsburger Vulcano Games GmbH hatte bereits bei ihrem kurzweiligen Weltraumspiel Celetania an die spielende Linux-Gemeinde gedacht. Auch zu ihrem neuen Online-Strategiespiel Hive Rise gibt es wieder einen nativen Linux Client. Der ist allerdings Closed-Source und bringt satte 80 MByte auf die Waage. Zur Installation macht man die von der Homepage heruntergeladene Datei ausführbar, ruft sie auf und folgt dem erscheinenden grafischen Assistenten.

Wer mag, darf den derzeit laufenden Gefechten nur zusehen.

Hive Rise ist sichtlich Command and Conquer inspiriert, jedoch inhaltlich wie auch spielerisch wesentlich einfacher gestrickt. Eine Runde dauert selten länger als eine Mittagspause. Die Spielregeln erklärt ein kurzes Tutorial, die Online-Hilfe listet alle Einheiten, Werkstätten und die Tastaturbelegung auf – mehr Dokumentation gibt es nicht. Dank des einfachen Spielprinzips haben aber auch Genre-Neulinge schnell den Bogen raus.

Das extrem kurze Tutorial führt in die wichtigsten Bedienelemente des Spiels ein.

Einfach unkompliziert

Eine typische Runde beginnt in der Regel damit, die Basis auszubauen. Jedes Gebäude benötigt für seine Errichtung Steine und Öl, die futuristisch anmutende Spezialbauten aus der Erde saugen. Sobald die entsprechenden Produktionsanlagen stehen, bildet man Soldaten aus und gibt Panzer nebst schießendem Fluggerät in Auftrag. Die Einheiten arbeiten dabei streng nach dem Stein-Schere-Papier Prinzip: Ein Panzer richtet mehr Schaden an als ein Soldat mit Panzerfaust, der wiederum einen einfachen Schützen schlägt. Anders als zum Beispiel in Starcraft verfügen alle Spieler über die gleichen Einheitentypen – steht ein Panzer vor der Tür weiß man somit, was einen in den nächsten Sekunden erwartet.

Hier entsteht gerade eine neue Basis: Oben links bildet die Kaserne neue Truppen aus, unten saugt eine Ölpumpe das dringend benötigte schwarze Gold aus der Erde. Über die Symbole rechts oben unter der Übersichtskarte gibt man neue Bauaufträge.

Abwechslung entsteht primär durch die menschlichen Gegner, künstliche Intelligenz sucht man vergebens. Aus diesem Grund spielt sich jede Partie etwas anders. Damit benötigt das Strategiespiel allerdings auch zwingend eine Internetverbindung. Hive Rise spricht komplett Deutsch, lediglich die Sprachausgabe bleibt Englisch. Die Grafik ist zweckmäßig und erreicht nicht das heute übliche Niveau der Konkurrenz.

Hive Rise selbst ist zunächst kostenlos, erfordert aber eine Registrierung. Mit dem angebotenen Gastzugang kommt man über die Einführung und ein schnelles, erstes Spiel nicht hinaus. Geld verdient der Entwickler über Bonusinhalte. Die kann man sich entweder in mühevoller Kleinarbeit erspielen – oder aber eben im Onlineshop gegen bare Münze erstehen. Ob Vulcano Games mit diesem Modell auf Dauer Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten.

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Kommentare
Hive Rise
Stefan (unangemeldet), Donnerstag, 03. September 2009 11:40:42
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Das ist ein echt cooles Spiel!!!!!!!!!!!!!!


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