Suse 9.0 auf einem Yakumo Mobilium XD Notebook

Suse 9.0 auf einem Yakumo Mobilium XD Notebook

“Yakumo Mobilium” wird vielen wohl zunächst nichts sagen. Dabei hat es gerade Karriere gemacht: In einer Windows-freien Variante [1] von Vobis sorgte das Notebook kurze Zeit für Furore, bevor es dann schon wieder als ausverkauft [2] galt.

Insofern habe ich vielleicht ein Schnäppchen gemacht. Ich habe nämlich schon vor der Preissenkung zugegriffen, und somit auch noch eine Windows-XP-Partition drauf. Zwei Wochen Betriebszeit liegen nun bereits hinter mir. Let’s see….

Das Gerät richtet sich erkennbar an Einsteiger, kann aber immerhin mit einer vollwertigen Centrino-Technologie aufwarten: Mit 1,4 GHz (Pentium M), 256 MByte RAM, 20 GByte HD, einer DVD/CD-R-Combo und nicht zuletzt angenehmen 2,4 kg Gewicht waren die Daten in meinen Augen recht ansprechend. Auf weitere Features komme ich noch zu sprechen.

Zur Installation: Das vorinstallierte Windows XP sollte auf eine kleine Partition verwiesen werden, um Platz für eine Suse 9.0 zu machen. Die Verkleinerung von NTFS-Partitionen wird ja seit Suse 9.0 neu angeboten. Aber so weit kam ich zunächst gar nicht: Yast meldete mir immer wieder, das Medium sei unlesbar. CDs hatte ich nicht – die DVD hatte ich separat in einer Onlineauktion ersteigert. Mit älteren DVDs (Suse 8.1 und 8.2) tauchte dasselbe Problem auf. Die Lösung [3] ergab sich erst nach mehreren Stunden Internetrecherche und eigenem Ausprobieren.

Die NTFS-Partition ließ sich sodann verkleinern – wenn auch nur auf 10 GByte. Danach liefen die wichtigsten Dinge problemlos durch: Der Grafikchip wurde mit einem i810-Treiber in Betrieb genommen, der Soundchip ebenfalls ohne jedes Murren erkannt und korrekt eingebunden. Nach ca. 1,5 Stunden begrüßte mich der vorkonfigurierte KDE-Desktop mit einem kleinen Tusch.

Jetzt begannen jedoch die Mühen der Ebene: Das interne Winmodem (Intel 82801DB AC’97 Chipsatz) ließ sich auch nach mehreren Tagen nicht zur Zusammenarbeit bewegen. Ebenso wenig klappte es mit zwei ausprobierten USB-Modems neueren Datums. [4] Erst das gebraucht nachgeorderte ältere “Microlink 56k USB”-Modem [5] schaffte Abhilfe. Gekauft habe ich auch eine entsprechende PCMCIA-Karte von Xircom, die ich allerdings noch ausprobieren muss.

Weiterhin sind mir spontan folgende Notebook-Features aufgefallen: Der Akkustand wird zutreffend im KDE-Panel angezeigt. Und das Display verdunkelt sich automatisch, wenn der Deckel zugeklappt wird. Nach weiteren speziellen Features müsste ich erst noch suchen.

Zum einfachen Datentransfer setze ich einen USB Memorystick ein: Die “Mobile Disk III” von TwinMOS, die auf der Verpackungsrückseite ausdrücklich mit Linux-Support gekennzeichet ist (bitte nach dem Pinguin Ausschau halten!). Der Memorystick wurde beim Einstecken sofort automatisch erkannt, und KDE bot gleich einen Mountpoint mit Icon dafür an. Sehr praktisch. Ebenso problemlos konnte ich eine Webcam anschließen (der Name ist mir jetzt leider entfallen). xawtv lieferte sofort Bilder.

Fassen wir zusammen:

  • LÄUFT
    • Grafik
      Problemlos in Textmodus und X. 3D-Unterstützung ließ sich erfolgreich aktivieren (habe ich aber nur anhand einiger Bildschirmschoner getestet).
    • Sound
      Laut und deutlich.
    • Touchpad
      Problemlos – bis auf den Scroll-Button!
    • Powermanagement
      Akkuanzeige und Bildschirmverdunklung. Ansonsten habe ich hier noch keinen Überblick.
    • USB
      Ohne alle Zicken, ausprobiert mit Memorystick und USB Webcam
  • LÄUFT NICHT
    • Das interne Modem – jedenfalls nicht bei mir
    • Einige derzeit gängige USB-Modems
    • Das berühmte Centrino-WLAN – vielleicht hören wir ja bald mehr davon.
    • Der Scroll-Button am Touchpad (siehe oben)
    • Sicherlich noch so einiges…

Nachsatz: Auch den eingebauten LAN-Adapter konnte ich noch nicht ausprobieren, dieser wird aber korrekt erkannt und soll dem Vernehmen nach auch funktionieren. Die Laufzeit des Akkus habe ich noch nicht voll ausgereizt, aber nach 3 Stunden schien er immer noch recht gut in Schuss zu sein – KDE gab den Akkustand mit etwa 40% an.

Mein ultra-kurzes Fazit: Ich bin zufrieden! Ohne eBay-Anschluss würde ich jetzt allerdings wohl in einigen Schwierigkeiten stecken.

[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/44163
[2] http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=5009214&forum_id=52336
[3] https://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=6294&commentid=41224&order=location#41224
[4] https://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=11257&commentid=41322&order=location#41322
[5] http://www.suse.com/de/business/certifications/certified_hardware/elsa/microlink56usb/

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Doki Nafaso
22 Jahre her

Was mir noch eingefallen ist: Das Notebook ist wunderbar leise – solange man die 3D-Funktionen des Grafikchips ungenutzt lässt. Anderenfalls gibt ein kleiner Lüfter von Zeit zu Zeit ein helles Sirren von sich. Beim Einschalten gibt es einen wirklich lauten Piepton. Bei meiner BIOS-Version (1.03) lässt er sich tatsächlich nicht ausschalten! Workaround: Einen abgezwackten Kopfhörerstecker in die entsprechende Buchse stecken und dort lassen. :) Laut meiner Webrecherche soll der Ton ab BIOS-Version 1.05 abschaltbar sein. Formalitäten: Der zweite Link ist im Lauftext nicht korrekt eingebunden, sondern verweist wieder auf den ersten – IMHO ein Fehler im LC-Skript. Bei den Footnotes… Mehr »

Max Jonas Werner
22 Jahre her
Reply to  Doki Nafaso

Formalitäten: Der zweite Link ist im Lauftext nicht korrekt eingebunden, sondern verweist wieder auf den ersten – IMHO ein Fehler im LC-Skript. Bei den Footnotes ist der Link aber korrekt angegeben. Hi Doki Nafaso,
das ist keineswegs ein Fehler im LC-Backend, denn den Text hast du ja selbst verfasst, du hast also den Link selbst falsch eingebaut. ;-)
Gruß,
Max

Doki Nafaso
22 Jahre her

Sorry, du hast wohl Recht – es war schon spät..

Anonymous User
22 Jahre her

Hi,

OT und wenn Du nicht zufällig afrikanischer Abstammung bist: Ich finde es
schade, dass Du nicht unter Deinem echten Namen schreibst. Gerade bei guten
Beiträgen. Pseudonyme riechen doch immer recht stark nach Krawallmache, wobei
dieser Beitrag sehr gut ist, habe ihn mit 100% bewertet. Ich finde, es ist
einfach höflicher, unter seinem echten Namen aufzutreten.

Zur Sicherheit: falls Du wirklich so heißt, nix für ungut ;))

Christian Stamitz
22 Jahre her
Reply to  Anonymous User

Pseudonyme sind ein gutes Recht im Netz, weil Google eine totalität anmutende transparanz schafft. Im übrigen kenne ich den Pseudonymträger durch seine Beiträge hier mittlerweile sehr gut. Man sollte sich hüten mit seiner Moral die Verkehrssitte im Netz zu verunglimpfen, das tun schon andere.

Krawallmache kennen wir auch aber Pseudonymität hat nichts damit zu tun, echten KRawall kann es ja im Netz gar nicht geben.

Anonymous User
22 Jahre her

Natürlich hat Anonymität etwas mit den Unruhestiftern im Netz zu tun. Dass bedeutet zwar nicht “Anonym => Unruhestifter/Troll”. Aber schau Dir die einschlägig bekannten Foren wie Heise.de oder Golem.de an, postet da ein Troll mit seinem echten Namen? Und wie sähe es aus, wenn sich Dir jemand persönlich als “Dschungelking” oder “Bastel-Zombie” vorstellt? Fühlst Du Dich da ernst genommen? Wenn jemand etwas Vernünftiges zu sagen hat, soll er das unter seinem echten Namen tun. Was Transparenz angeht: so schlimm kann die ja nicht sein, wenn Du das Argument angibst und selbst unter Deinem echten Namen schreibst. Ich bin kein Anhänger… Mehr »

Tobias Hunger
22 Jahre her
Reply to  Anonymous User

Postest Du unter Deinem echten Namen oder hast Du rene schmidt erfunden?

Du könntest auch Peter Müller heißen und keiner hier könnte das nachprüfen. Ich finde es schon etwas komisch, das Du offensichtlich Pseudonymen der Form Vorname Nachname mehr vertraust als solchen, die nur aus einem Wort bestehen. Womit haben die das verdient? Fällt eigentlich Alien X1 bei Dir auch schon in das “vertrauenswürdig Raster”? ;-)

Anonymous User
22 Jahre her
Reply to  Tobias Hunger

Meinst Du nicht, dass ich mir dessen bewusst bin oder was… Dagegen kann man wohl mit vernünftigem Aufwand nichts tun. Aber mir ist es lieber, jemand stellt sich mit einem offensichtlich nicht erfundenen Namen vor (der hoffentlich dann der echte ist), als jemand mit “Alien xYZ”. So seriös aufzutreten zu wollen ist affig und Kinderkram. Darf ich mal aus der Mission dieser Website zitieren: “Die LINUX COMMUNITY ist die zentrale Anlaufstelle für alle Linux-Interessierten, die sich zu aktuellen Linux-Themen schnell und umfassend informieren wollen, und dabei auf Qualität und Seriosität der Inhalte Wert legen.” Ich halte es NICHT für seriös,… Mehr »

Christian Stamitz
22 Jahre her
Reply to  Anonymous User

Heise-Troll Phänomen, ist ja richtig , nur: Ich denke etwa auch an die Usenet-Policy der Realnamens, mit seinen restriktiven regeln und dem Blockwarttrollverhalten, mit der einige Diskutanten diese einforderten, hat sich das Usenet aus der Nutzergunst manövriert, Spamfrei ist es dennoch nicht geworden. Wer vernünftig diskutiert und sich dann noch von selbsternannten Regelsetzern anmachen lassen muss, der fühlt sich auf den Schlips getreten. Insbesondere, wenn es so ein alter Hase ist. Ich will’s Dir mal so erklären, sozusagen der kategorische Imperativ der Anonymität, warum das wichtig ist. 1. Ob du ein Pseudonym oder einen Realnamen verteidigst ist ganz egal, in… Mehr »

Anonymous User
22 Jahre her

Also bisher habe ich keine überzeugenden Argumente gelesen, warum jemand nicht seinen echten Namen oder zumindest Vornamen angeben sollte. Die Beispiele, die Du nennst, kann ich zwar so direkt nicht nachvollziehen, aber ich glaube zu wissen, was Du sagen wolltest. Dennoch ist die Angst davor, sich, jedem als z.B. Linux-Anhänger zu outen (während man vielleicht bei Microsoft arbeitet, ha!), kein Grund dafür, sich alberne Pseudonyme zu verpassen. Man zieht sich ja auch keine Maske über den Kopf, weil man bei McDonalds “essen” geht, obwohl man bisher im Freundeskreis vehementer Burger-King-Fan war. Ja, Namen können korrekt aussehen und trotzdem falsch sein.… Mehr »

Doki Nafaso
22 Jahre her

Leute, bitte – es ist zwar zweifellos sehr interessant, ob jemand Rene Schmidt oder doch eher Renee Schmaudt heißt, aber dieser Thread sollte eigentlich dazu dienen, hier in Zukunft noch weitere Erfahrungen über das Notebook auszutauschen. Ich bitte darum, dies nach Möglichkeit zu akzeptieren! Danke.

Anonymous User
22 Jahre her

Hallo. Ich habe auch das Notebook hier herumstehen. Nach zwei Stunden Installation hat bei mir erstmal die Festplatte den Geist aufgegeben. Vobis hat sie kulanterweise einfach gegen eine neue ausgetauscht. Jetzt habe ich SuSE 9.0 installiert. Knoppix, Gnoppix und Slax laufen auch problemlos. Der LAN-Adapter funktioniert tadellos. Das eingebaute Modem wird bei mir zumindest erkannt und ließ sich problemlos konfigurieren. Testen konnte ich es mangels Telefonanschluß noch nicht. Der Sound ist bei mir noch nicht perfekt. Ich finde die internen Boxen etwas zu leise. Dem Kartenleser konnte ich leider noch kein Leben einhauchen. Es erscheint noch nicht einmal eine Meldung… Mehr »

J. ST.
22 Jahre her

LÄUFT NICHT Das berühmte Centrino-WLAN – vielleicht hören wir ja bald mehr davon. Der Scroll-Button am Touchpad (siehe oben) Bei dem TouchPad lohnt sich eine Recherche, ob es sich um eins von Synaptics handelt. So eins findet sich in meinem Acer-Notebook, und nach Installation des entsprechenden Treibers klappts auch mit dem scrollen.

Das Centrino-WLAN-Modul hat zwar noch keine nativen Linux-Treiber von Intel, aber die Variante, einen Windows-Treiber mit einem Wrapper laufen zu lassen – NdisWrapper oder LinuxAnt bieten Lösungen an – funktioniert.
Bei mir klappt es mit NdisWrapper prima.

Doki Nafaso
22 Jahre her

Gekauft habe ich auch eine entsprechende PCMCIA-Karte von Xircom, die ich allerdings noch ausprobieren muss.

Xircom CreditCard 10/100+ Modem 56K, PCMCIA. Heute habe ich es endlich geschafft, dieses Wunderwerk der Technik in mein Notebook einzustecken. Ergebnis: Unter /dev/modem stand automatisch der passende Link zur Verfügung, und das Modem ließ sich problemlos ansprechen und benutzen. Keine weitere Konfiguration.

Ziemlich cool, würde ich sagen. Und das USB-Modem fliegt hier demnächst wieder raus.

Doki Nafaso
22 Jahre her

Yast meldete mir immer wieder, das Medium sei unlesbar. [..] Die Lösung [..] ergab sich erst nach mehreren Stunden Internetrecherche und eigenem Ausprobieren.

Diese Lösung, die ich anhand eines Forumsbeitrags zusammengewurschtelt hatte, hat inzwischen (mit Datum vom 12.03.2004) übrigens auch Eingang in die offizielle SuSE-Supportdatenbank gefunden: [1].

Da der Fehler letztlich doch in Yast liegen muss, hoffe ich, dass er in einem der nächsten Releases gefixt wird!

[1] http://portal.suse.com/sdb/de/2003/11/fluttma_dvdinstall.html

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