Canonical-Mitarbeiter Will Cooke hat in einem Blog-Beitrag einen Ausblick auf die geplanten Neuerungen im Desktop von Ubuntu 18.10 gegeben. Derweil haben die Kubuntu-Entwickler beschlossen, keine 32-Bit-Fassung ihres Derivats mehr anzubieten. Ein neuer Roboter mit Ubuntu im Hirn sammelt schließlich noch Tennisbälle ein.
Pläne für Ubuntu 18.10
Laut Desktop Engineering Manager Will Cooke wollen sich die Canonical-Entwickler im Juni die Softwareverwaltung GNOME Software vorknöpfen. Insbesondere möchte man die Benutzeroberfläche verbessern. Die Gnome-Entwickler habe man eingeladen, um zusammen mit dem Ubuntu Design Team die Ideen und Pläne zu diskutieren. Weitere Informationen möchte Will Cooke im Juni bekannt geben.
Dank Verbesserungen im Werkzeug Snapcraft kann die Konfiguration einiger als Snap-Pakete ausgelieferter Anwendungen bereits beim Erstellen des Pakets erfolgen. Dies wiederum beschleunigt den Start der Programme. Bis zum Erscheinen von Ubuntu 18.10 wollen die Entwickler jedoch noch weitere Maßnahmen ergreifen, um die Startzeiten zu verbessern.
Ab Ubuntu 18.10 verteilt Canonical den Browser Chromium ausschließlich als Snap. Dies soll gleichzeitig die Bereitstellung von Chromium auf älteren Ubuntu-Versionen vereinfachen. Das DEB-Paket mit Chormium soll sogar komplett aus Trusty verschwinden. Wer noch diese Ubuntu-Version einsetzt, kann dort aber Chromium als Snap installieren.
Das Entwickler-Team möchte zudem weitere Stromsparfunktionen standardmäßig aktivieren und den reibungslosen Austausch von Medien via DLNA ermöglichen. Auch SMB-Shares sollen sich wieder leicht im Desktop anmelden lassen. Dank GSConnect und der KDE Connect Android App sollen sich Android-Geräte integrieren lassen. So können Anwender etwa direkt über Nautilus Dateien zwischen Smartphone und Desktop-Rechner austauschen.
Komplett überarbeiten wollen die Entwickler den Installationsassistenten. Diese Arbeiten werden aber aller Voraussicht nach nicht bereits mit Ubuntu 18.10 beendet sein. Abschließend soll Ubuntu 18.10 die neueste Version von Gnome mitbringen.
Kubuntu ohne 32-Bit
Nachdem bereits andere Ubuntu-Derivate nur noch Installationsmedien für 64-Bit-Systeme anbieten wollen, zieht jetzt auch Kubuntu nach. Wie das Entwicklerteam in einer E-Mail an die Ubuntu-Mailingliste mitteilte, ist Ubuntu 18.04 die letzte Version mit 32-Bit-Unterstützung. Wer weiterhin ein 32-Bit-Kubuntu benötigt, muss bei Kubuntu 18.04 bleiben, das die Entwickler noch drei Jahre unterstützen. Die durch den Wegfall der 32-Bit-Version freiwerdenden Kapazitäten will das Team in eine ARM-Portierung stecken.
Tennisballsammelroboter
Im Ubuntu-Blog hat Pressemanagerin Sarah Dickinson einen neuen kleinen Roboter vorgestellt, der mit Ubuntu läuft und auf Tennisplätzen automatisch Bälle einsammelt. Das Gerät funktioniert dabei ähnliche wie ein Staubsaugrobotter. Das Gehirn des Tennibot genannten Roboters bildet ein Raspberry Pi. Den Tennibot gibt es allerdings noch nicht zu kaufen: Die Produktion soll eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter finanzieren. Einen Roboter bekommt dort, wer mindestens 700 US-Dollar vorab überweist. Die Auslieferung der Geräte soll dann Anfang 2019 erfolgen.




