Die Open Document Foundation, deren selbsterklärtes Ziel es war, das Open-Document-Format zu verbreiten, hat ihre Arbeit eingestellt. Auf der Internetseite, prangte für kurze Zeit die Botschaft: “The OpenDocument Foundation, Inc. ist geschlossen. Wir wünschen unseren Freunden und Gesellschaftern in der OpenDocument Community alles Beste und viel Erfolg in der Zukunft. Auf Wiedersehen und viel Glück.” Inzwischen ist die Webseite nicht mehr erreichbar.
Vor zwei Wochen machte die Open-Document-Foundation von sich reden, als sie dem Open-Document-Format (ODF) die Alternative Compound Document Format (CDF) entgegenstellte und bei dem Gremium W3C für Unterstützung für CDF warb. Gründe für den Wechsel zum CDF seien bessere Kompatibilität zu Microsofts Format OOXML hieß es damals. Cris Lilley vom W3C widersprach dem aber. CDF sei kein Büroformat und damit kein Ersatz für das Open-Document-Format. Diese Absage dürfte den Ausschlag für die abrupte Aufgabe der Stiftung bedeutet haben.
Die Schließung hat vermutlich keinen größeren Einfluss auf die Verbreitung des Open-Document-Formats, das von der Organisation OASIS spezifiziert, 2006 als internationale Norm ISO/IEC 26300 anerkannt wurde und von vielen Firmen, zum Beispiel IBM und Sun Unterstützung erfährt.




