Oh je, der Spiegel …

Oh je, der Spiegel …

… mal wieder ein “halbseidener” Artikel im Spiegel [1] und einer der sich dann für den 22.3. ankündigt. Wer mal wieder scharz/weiß lesen will und vielleicht die Zeit hat, einen sachlichen Leserbrief zu verfassen, der kann sich austoben.

Keine Ahnung, warum der Spiegel die Open-Source-Anwendungen zum Teil sehr hofiert und dann wieder so ein einseitiges Linux-Zerrbild zeichnet.

Ich bin mir sicher, daß jemand, der nur und ausschließlich Unix und Linux benutzt hat, ebenfalls von Windows behaupten könne, das es ihn überfordere, ständig Sicherheitslecks zu stopfen, die Virensignaturen aktuell zu halten und die Registry zu entrümpeln, weil sein Rechner sonst ein Bot für den nächsten DDos Angriff auf irgendwen oder halt nur eine ganz normale Spam- und Virenschleuder oder schlicht immer langsamer wird.

Beispiel gefällig? Eine Bekannte mit ihrem Laptop, etwa 10 mal per Einwahl im Netz gewesen, nacheinander 2 Viren eingefangen + seit Kauf des Geräts bereits zwei Neuinstallationen wegen noch anderer Probleme …

Benjamin

[1] http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347074,00.html

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Benjamin Quest
21 Jahre her

Auch wenn es nix nützt, diesen Leserbrif haben sie schonmal bekommen … Ach je, ich weiß nicht wie interessierte Menschen immer noch darauf kommen Linux, wie es der Autor hier tut, als Freak-System darzustellen, ohne sich auch nur ein einziges Mal diesem Gedanken gewidmet zu haben: wenn jemand nach langjähriger Linux oder Unix Benutzung das erste Mal an einem Windowsrechner sitzt, hat er auch deutliche Probleme. Ihn wird es am Anfang überfordern, daß er sich um aktuelle Virensignaturen kümmern muß, daß er eine Firewall-Software installieren muß und am besten noch ein paar andere kleine Helferlein, damit die Maschine nicht zum… Mehr »

Doki Nafaso
21 Jahre her

Die Hardware-Situation ist für Linux in den letzten Jahren teilweise wirklich etwas schlechter geworden. Die Integration der Funktionalität in die Treiber schreitet voran. Früher konnte man praktisch jedes Modem direkt unter Linux betreiben, heute gibt es fast nur noch WinModems, die ihren speziellen Treiber brauchen. Mit einigen anderen Geräten sieht es ähnlich aus. United Linux und damit die leichte Austauschbarkeit von Programmen ist gescheitert. Stattdessen gibt es jetzt für jeden Pippifax eine eigene Distribution. Immerhin kommt jetzt Mandrake nur noch 1 x im Jahr. Auf diese Weise kann man der Zersplitterung der Linux-Distributionen wenigstens etwas entgegenwirken. Ich hoffe, dass auch… Mehr »

man-draker
21 Jahre her

Entweder ist der Mensch von jeder Merkfähigkeit befreit – was mich bei Spiegel Schreiberlingen nicht wundert – oder MS hat sich den Artikel einiges kosten lassen.

Wer sich von so etwas beeindrucken lässt, soll ruhig weiter Windows benutzen. Er hats dann nicht anders verdient.

Dominik Di Lorenzo
21 Jahre her
Reply to  man-draker

Also, mein Vater hatte mal Windows installiert… Das hieß für mich ca. einmal im Monat sein Windows wieder “zum Laufen” zu bringen (Viren; Treiber oder Programme die sich nicht ‘vertragen’ haben). Wir haben dann geschaut wofür er seinen PC nutzt: Office, Grafik, Internet. Das geht alles auch mit Linux z.B. SuSE 9.x, ganz einfach. Ich habe ihm das System eingerichtet und seitdem läuft es … Ohne Probleme. Und das ist auch so allgemein meine Erfahrung: Linux einmal einrichten, und es läuft. Und das tolle nach einer Linux Installation: Wenn man keine ‘exotische’ Hardware benutzt, hat man nach weniger als einer… Mehr »

Lisa Lustig
21 Jahre her

Also so ein Haufen blöder Kommentare habe ich seit langen nicht gelesen!
Habe SELTEN mal ein Spiegelbericht der so passend war wie dieser!

Zitat:
dann meist “out-of-the-box” und dann geht es einfacher und schneller als unter Windows. Beispiel: eine Canon IXUS. Anschließen, Programm für die Digitalkameras öffnen, Kamera auswählen, fertig.

rottriges
21 Jahre her
Reply to  Lisa Lustig

Hallo Lisa Lustig, dein Name ist irgendwie passend, denn ich halte mir gerade immer noch den Bauch vor lauter Lachen. Hier antwortet übrigens gerade jemand auf deinen “süssen” Billy-Support-Thread, der mit dem ganzen Kram, den ganzen Tag arbeitet und sich von solchen Märchen, wie du sie gerade von dir gelassen hast nicht beeindrucken lässt. Just for Info: Ich habe in einen mittelständischen Betrieb schon lange OpenOffice im Einsatz nutze selbst ausschließlich Linux und lebe ganz gut damit. Stell dir vor, ich habe sogar noch Zeit für andere Hobbys obwohl ich ja eigentlich, nach den Behauptungen des Spiegel-Artikels und deiner Thesen,… Mehr »

Dominik Di Lorenzo
21 Jahre her
Reply to  rottriges

zum Thema OpenOffice.org:
Wir haben das in unserem Unternehmen auf den ca. 100 PCs (an denen den ganzen Tag _gearbeitet_ wird) installiert, und die meisten der Anwender sind damit zufrieden, teils sogar von den Vorteilen (bessere Bedienbarkeit, PDF-Export, Einbringen von eigenen Ideen in das Projekt) begeistert!

Ja, bei Windows 98 stürzt es öfters mal ab, das hab ich auch gehört und gesehen,
aber wer mit Windows _arbeitet_ benutzt ja eher Win2000 oder WinXP.
Und da stürtzt es nicht oft ab!
(Unter Linux übrigens auch nicht ;-) ).

Dominik Di Lorenzo
21 Jahre her
Reply to  Lisa Lustig

Ich weiss, das gibt schlechte Bewertungen ;-)

OpenOffice.org unter Linux hat auch eine Rechtschreibprüfung!
Und in welcher Firma, die zu professionell für Linux ist, wird solch ein Deutsch geschrieben?

“STANDART”, “mit Open-Office Arbeiten” …

Lisa Lustig
21 Jahre her

Sorry, habe nicht viel Zeit für RS, mich hat es nur geärgert, dass ein sehr guter Artikel im Spiegel, der sonst nur über Hilters heimliche unsichtbare Hunde-Ehefrauen berichtet, endlich mal das Thema Linux aufgegriffen hat und dass mit einer Sichtweise die meiner 100% entspricht.

Zitat:
Und in welcher Firma, die zu professionell für Linux ist, wird solch ein Deutsch geschrieben?

Benjamin Quest
21 Jahre her
Reply to  Lisa Lustig

Ist schon klar daß DU mit dem Artikel 100% übereinstimmst, so schwarz/weiß wie Du malst. OpenOffice kann auch automatisch speichern alle x Minuten, und es dauert nur beim erstan Mal einen kleinen Augenblick. Meine 220 Seiten Arbeit in einem Dokument, mit 70 Abbildungen, 15 Tabellen, 12 OLE Objekten, Fußnoten, Endnoten, Querverweisen, Inhalts- und Abbildungsverzeichnis hat OpenOffice übrigens mit nur einem einzigen Absturz quittiert (und das war eine beta Version). Der PDF Export war vollständig zufriedenstellend, und einen einfachen Brief möchte ich das nicht nennen. SuSE ist nicht gleich Linux. Suse hat meiner Meinung nach ein Qualitätsproblem derzeit. Nimm ein Debianderivat… Mehr »

Helmut Peters
21 Jahre her
Reply to  Lisa Lustig

@ Lisa Lustig: > Das habe ich bei Windows schon nach 25 Minuten! Auf einer CD! Das mag sein, Lisa Lustig, aber dann ist dein tolles Windows so offen wie ein Scheunentor. Normalerweise läuft doch eine Windows-Installation so ab: Nach der “Grundinstallation” von der CD (ich glaube, nur die zählst du) erst einmal das neueste Servicepack installieren. Reboot. Dann SecurityPatch(RPC) installieren. Reboot. Mainboard- bzw. Chipsatz-Treiber installieren. Reboot. Grafikkarten-Treiber installieren. Reboot. Soundkartentreiber installieren. Reboot. Drucker-Treiber installieren. Reboot. Scanner-Treiber installieren. Reboot. Dann hast du erst einmal das Grundsystem installiert. Noch nicht mal irgendwelche Software. Gerade mal Paint und Notepad Kannst du benutzen.… Mehr »

Benjamin Quest
21 Jahre her
Reply to  Lisa Lustig

Ach ja und “Lisa”
hier ist Lustig ;-)

[1] http://tasler.net/grafkoks/spinner-linux/spinner-linux.html

elektrohirn
21 Jahre her
Reply to  Lisa Lustig

Ist bei Windows schon seit JAHREN so! Hoffe du hast auch Automount und so ein Zeug aktiviert und eventuell die fstab mal voher angepasst! > Ist bei Linux ebenfalls seit jahren so und ja, Automount (bzw. submount bei mir) ist sehr praktisch. Das habe ich bei Windows schon nach 25 Minuten! Auf einer CD! > Ich habe mir vor etwas über einem Jahr ein Shuttle Barebone SN42G mit NForce2-Chipsatz gekauft. Windows XP installiert, ging ganz flott. Nur hatte ich danach weder Netzwerk, Sound oder ordentliche Grafik, gan zu schweigen von USB od. Firewire. Also erstmal die zig Nvidia-CDs rein um… Mehr »

Gert Günther
21 Jahre her

Hallo, Sehr gute finde ich das hier: “Computersysteme von morgen produzieren kontrollierte Systemabstürze, weil man auf diese Weise flexibler auf einen wirklichen Notfall reagieren kann. Es geht nicht mehr um Fehlervermeidung, sondern um intelligente Schadensbegrenzung” Da ist Microsoft ja schon in der Zukunft angelangt, zumindestens was die Abstürze angeht, so richtig kontrolliert sind sie allerdings noch nicht. Jetzt sollen Fehler nicht mehr vermieden werden sondern nur noch der Schaden begrenzt werden. Toll, in Zukunft werden in Autos keine Bremsen mehr eingebaut sondern noch mehr Airbags um den Schaden zu begrenzen. Ziemlich merkwürdige Ansichten, na ja da arbeite ich lieber mit… Mehr »

Benjamin Quest
21 Jahre her

Aua. Mehr kann ich zu dem zweiten Teil dieser Serie nicht sagen. Haufenweise Fehler im Quellcode ? Bitte mal hier recherchieren: [1] http://www.pro-linux.de/news/2004/7614.html und [2] http://lxer.com/module/newswire/view/28141/index.html Zitat aus [1]: “Bei proprietärer Software kommen während der Entwicklung – nicht im veröffentlichten Produkt – auf jeweils 1000 Zeilen Code bereits zwanzig bis dreißig Fehler, behauptet jedenfalls das CyLab Sustainable Computing Consortium an der Carnegie Mellon University. Hochgerechnet auf Kernel 2.6 wären das bei 5,7 Millionen Zeilen Code 114.000 bis 171.000 Fehler. Tatsächlich fand die Firma mit ihren Tools nur 985 Fehler in der aktuellen Kernel-Version 2.6.9, was 0,17 Fehler pro 1000 Zeilen… Mehr »

Patrick Ludwig
21 Jahre her
Reply to  Benjamin Quest

Möchte an dieser Stelle noch eine Alternative zum SpON Artikel verlinken:

Im Bett mit Microsoft

Viel Spaß beim Lesen.

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