Das wenig sprechend benannte Projekt “Object-Oriented Data Technology” (OODT) entstand 1998 bei der NASA, trat im Januar 2010 in den Incubator-Status bei Apache und hat nun die Hürde zum offiziellen Apache-Projekt genommen.
Das Projekt beschreibt sich selbst als “Middleware für Metadaten”. Es verspricht, Zugang zu verteilten Datenquellen zu implementieren, über den Anwender Daten anfragen, durchsuchen und archivieren können. Näheres verrät die Projektwebseite. Die teilweise in Python und ansonsten in Java geschriebene Software besteht aus mehreren Komponenten, etwa für Single Sign-On, für Suchanfragen oder für ein Crawling-Framework. Zum Download steht die Ende 2010 erschienene Version 0.1 im Quellcode als gepacktes Tar-Archiv bereit, das auch die Release Notes enthält.
Von ihrer Herkunft her ist die Software für Wissenschaftler gedacht, ihre Hersteller sehen sie aber nicht auf diesen Bereich beschränkt. Ursprünglich stellte es am Jet Propulsion Laboratory der NASA, das für die Steuerung von Satelliten oder Raumsonden zuständig ist, ein nationales Netz zum Datenteilen zur Verfügung. Stolz meldet die Apache Foundation daher, dass OODT das erste Toplevel-Projekt aus dem hause NASA sei. Heute arbeitet das frischgebackene Apache-Projekt neben anderen Forschungseinrichtungen auch mit medizinischen Arbeitsgruppen zusammen, kommt nach eigenen Angaben etwa beim amerikanischen Krebsfrüherkennungs-Forschungsnetzwerk und im Kinderkrankenhaus von L.A. zum Einsatz.





